Zwei Betriebe im Gewerbegebiet Karrenbruch erweitern Standort

Rege Bautätigkeit dank guter Auftragslage

Die neue Produktionshalle der Firma KMH Metallbau soll Ende des Jahres fertig sein. - Fotos: Albrecht

Bassum - Von Frauke Albrecht. Im Gewerbegebiet Karrenbruch in Bassum wird tüchtig gebaut – ein Zeichen für eine gute Auftragslage. Zwei Betriebe erweitern ihren Standort, eine Firma baut neu. Der Pflegedienst Stecker errichtet an der Industriestraße ein Büro- und Verwaltungsgebäude und schließt damit die Baulücke.

Wo im Sommer noch Mais wuchs, bewegen derzeit Bagger kubikmeterweise Erde. Das Grundstück ist 3 800 Quadratmeter groß. „Wir hoffen, im April, spätestens im Juni 2017 einziehen zu können“, sagt Unternehmenssprecher Ralf Kiefer.

Keine 100 Meter davon entfernt stockt Michael Gillner sein Gebäude auf beziehungsweise lässt anbauen.

In unmittelbarer Nachbarschaft dazu erweitert KMH Kammann Metallbau GmbH die Produktionshalle. Nach Aussage von Geschäftsführerin Martina Kammann vergrößert sich der Betrieb um weitere 5.000 Quadratmeter. „Wir benötigen dringend mehr Platz“, sagt Kammann. Der Anbau sei seit gut eineinhalb Jahren im Gespräch. Gebaut wird eine Stahlkonstruktion, die sich in drei Hallenschiffe unterteilen lässt, die wiederum unterschiedlich genutzt werden können. 

Kammann stellt – ausschließlich für industrielle Zwecke – Rohr- und Verteilsysteme sowie Flansch- und Spannringe aus Stahl und Edelstahl her. Abnehmer sind fast alle Industriebranchen in Europa und im Anlagenbau praktisch weltweit. Vor allem Schüttgut fließt durch die KMH-Leitungssysteme – Produkte aus dem Lebensmittel-, Pharma- und Agrarbereich. Aber auch Sonderaufträge werden mit individuellen Konstruktionen bedient. „Wir bauen immer mehr Sonderteile in größeren Dimensionen“, erläutert Kammann den Platzbedarf.

KMH Metallbau investiert nicht nur in die Halle, sondern auch in den Maschinenpark. Die Geschäftsführerin schätzt das Investitionsvolumen auf gut vier Millionen Euro. Ende des Jahres sollen die Arbeiten beendet sein.

Bereits fertig ist das Regenrückhaltebecken im hinteren Bereich des Geländes. Dort hat sich das Unternehmen schon vor Jahren weitere Flächen gesichert. Martina Kammann blickt optimistisch in die Zukunft. „Die Auftragslage ist sehr gut.“ Derzeit beschäftigt KMH Metallbau 160 Mitarbeiter. „Nach wie vor suchen wir qualifizierte Fachkräfte“, so Kammann.

Auch Auszubildende können sich für das kommende Jahr bewerben für die Bereiche Metallbauer mit Fachrichtung Konstruktionstechnik, Lagerist und auch Industriekaufmann/frau.

Auch andere haben Wachstumspläne

Eine Planierraupe ebnet das Gelände: Auf dem Grundstück an der Industriestraße möchte der Pflegedienst Stecker neu bauen.

Die drei genannten Betriebe sind nicht die einzigen mit Wachstumsplänen. Auch andere Unternehmen im Karrenbruch haben sich Flächen gesichert, um mittel- oder langfristig zu bauen. Zwar gibt es auf den ersten Blick noch zahlreiche Grünflächen, auf Nachfrage sind diese aber bereits verkauft. Deshalb plant die Stadt Bassum ein neues Gewerbegebiet am Bramstedter Kirchweg.

Nach wie vor im Gespräch ist die geplante Ausbildungswerkstatt. Getriebe des produzierenden Gewerbes wollen eine Art Ausbildungswerkstatt gründen (wir berichteten). „Allerdings wollten wir schon längst etwas weiter sein“, räumt Bassums Bürgermeister Christian Porsch ein. Die Stadt begrüßt die Idee und wird sich finanziell beteiligen. Für 2016 sind 30.000 Euro im Haushalt bereit gestellt worden. Noch gebe es aber weder ein spruchreifes Konzept noch einen Standort. Die ursprüngliche Idee war, das Zentrum direkt im Gewerbegebiet anzusiedeln.

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