30. Kammermusik-Konzertreihe

„Reformen“ erster Klasse

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Präsentieren das neue Kammerkonzert-Programm: Klaus Dieter Sprenger, Äbtissin Isabell von Kameke und Stephan Steinkühler (v.l.), am Kohl-Flügel im Kapitelsaal des Stifts.

Bassum - Von Berthold B. Kollschen. Es ist ein Weg, auf den Stephan Steinkühler stolz sein kann: Die diesjährige Bassumer Kammermusik-Konzertserie wird die 30. sein, die er organisiert – in ununterbrochener Reihenfolge.

Die Veranstaltungsreihe ist in diesem Jahr mit dem Schlagwort „Reformen“ überschrieben und steht ganz im Zeichen virtuoser Werke berühmter protestantisch orientierter Komponisten wie Johann Sebastian Bach, Johannes Brahms und Felix Mendelssohn-Bartholdy.

Unter der Überschrift „Neue Bahnen“ findet das erste Konzert bereits am 25. Juni um 17  Uhr im Kapitelsaal der Abtei des Stiftes zu Bassum statt. Das Trio „Unitatis“ mit Reinhard Schmiedel am Kohl-Flügel, Stephan Steinkühler (Violine) und Sabine Steinkühler (Violoncello) spielen das Klaviertrio d-Moll, op. 49 von Felix Mendelssohn-Bartholdy und das Klaviertrio H-Dur op. 8 in der Fassung von 1889.

„Klingende Bilder der Luther-Zeit“ ist das Sonderkonzert der diesjährigen Reihe überschrieben, das thematisch etwas aus dem gesetzten Rahmen fällt. Zu hören sind unter anderem Werke von Lucas Osiander, Johann Walter und Orlando di Lasso. Steinkühler konnte als Protagonisten das „Marais Consort“ unter Leitung von Hans-Georg Kramer aus Hamburg gewinnen, ein Ensemble besetzt mit vier Gamben und einem Virginal, einer kleinen Bauform des Cembalos.

Kapitelsaal wiedereröffnet

Das Konzert findet am 22. Juli um 17 Uhr ebenfalls noch im Kapitelsaal statt, der dann für etwa zwei Jahre wegen Sanierungsarbeiten für Konzerte nicht zur Verfügung steht. Deswegen wird auch die Stiftskirche der Veranstaltungsort der beiden weiteren Konzerte sein, worüber Äbtissin Isabell von Kameke, Steinkühler und auch die Mitveranstalter und Sponsoren sich sehr glücklich zeigen.

Interessant und spannend dürfte es beim dritten Konzert am Samstag, 22. Juli, um 18 Uhr werden. Unter der Überschrift „Neuschöpfung“ werden Violin- und Doppelkonzerte von Bach zu hören sein. Spannend allein deswegen, weil sich unter den Interpreten mit Anette Behr-König und Ulrich König, mit Susanne, Stephan und Sabine Steinkühler, mit Juliane Bremer (geb. Steinkühler) und Johannes Schäfer gleich sechs bekannte Virtuosen aus Bassum und Umgebung befinden. Der Bassist Balázs Szabo aus Bremen ergänzt die großartige Besetzung.

Abschluss mit Bach-Werken

Den Abschluss der Konzertreihe bilden die beiden berühmten Bach-Werke, die Bauernkantate und die Kaffeekantate. Wie Steinkühler bemerkt, nimmt Bach in diesen beiden Stücken auf seine ganz spezielle Art kritisch Stellung zur damaligen Gesellschaft.

„Es handelt sich um geistreiche Darstellungen gesellschaftlicher Konflikte, mal versteckt, aber auch mal offen“, so Steinkühler und steckt damit auch den Rahmen seines Leitmotivs „Reformen“ im Jahr des Reformationsjubiläums ab.

Die Konzertreihe wird auch in diesem Jahr wieder vom Stift, der Kreissparkasse und dem Landschaftsverband Weser-Hunte präsentiert und veranstaltet. Karten gibt es zum Preis von 16 Euro (Schüler und Studenten zahlen 8 Euro) ab heute bei der Kreissparkasse in Bassum.

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