Schulausschuss will Gespräche anstoßen

Reform der Ganztagsbetreuung in Bassum

Bassum - Von Marc Lentvogt. Die Schulsozialarbeit bleibt ein Problemfeld in Bassum. Im Schulausschuss des Rates konnte die Verwaltung zwar eine Änderung, nicht aber eine Lösung des Personalproblems mitteilen. „Wir als Stadt bedauern das außerordentlich“, erklärt Erster Stadtrat Norbert Lyko. Der Haushaltsentwurf für 2018 war hingegen kein Aufreger.

Erika Stötzel, bislang Schulsozialarbeiterin an der Oberschule, wird von der Stadt übernommen und an einigen Grundschulen – Neubruchhausen ist davon ausgenommen – beschäftigt. Die Stelle an der Oberschule bleibt zum Ärger der Verwaltung vakant. Das Land habe hier den Auftrag, Personal einzustellen, könne bislang jedoch keine Ergebnisse vorweisen, so Norbert Lyko.

Zufriedenstellende Ergebnisse bleiben zur Zeit auch in der Ganztagsbetreuung an den Schulen aus. Trotz der angebotenen finanziellen Entschädigung gelingt es nicht immer, private Anbieter von Arbeitsgemeinschaften in ausreichender Anzahl zu finden. Um diese Schwäche zu beheben, stößt die Verwaltung nun Gespräche mit Schulen und Kindertagesstätten an, um herauszufinden, ob das schulische Ganztagesangebot und das Hortangebot miteinander kombiniert werden können.

Aufstockung der Sekretärinnenstellen

Da die Lehrer der Schulen im Landesdienst, die Erzieher in den Kindertagesstätten aber bei der Stadt angestellt sind, soll eine Zusammenarbeit über Kooperationsverträge ermöglicht werden. Doch das ist laut Lyko derzeit noch Zukunftsmusik: „Wenn wir sagen: ,Das ist eine runde Idee', dann erst treten wir an das Land heran, um deren Zustimmung abzuklopfen.“ Zuvor bedarf es der Gespräche mit den Schulen und Kindertagesstätten, aber vor allem auch mit den Eltern, die vom Schulträger rechtzeitig informiert werden sollen – noch vor der Landesschulbehörde, aber erst nachdem sich eine realistische Idee herauskristallisiert hat.

Dementgegen kann eine andere Änderung unmittelbar vorgenommen werden: Die Außenstellen der Bassumer Schulen beklagten im Juni, durch hohen Verwaltungsaufwand beeinträchtigt zu sein. Darauf reagiert die Stadt mit einer Aufstockung der Sekretärinnenstellen.

Schulen sollen über Priorität selbst entscheiden

Schließlich beschäftigten sich die Ausschussmitglieder mit dem Haushaltsentwurf für das kommende Jahr. Im Paket sind 2018 einmalig Kosten in Höhe von insgesamt 10. 800 Euro, verteilt auf die Grundschulen Bramstedt, Neubruchhausen, Nordwohlde und Petermoor zur Server-Beschaffung vorgesehen, da der Landkreis den Schulen in Zukunft die Administration ihrer Netzwerke abnehmen wird. Insgesamt 20 000 Euro werden in die Wiederherstellung dreier abgebrannter Bushaltestellen investiert.

Zudem erhalten die Grundschulen ab 2018 ein jährliches Budget zugeteilt. „Wir überlegen jährlich, was wir streichen sollen, und das wollen wir in Zukunft nicht mehr tun. Die Schulen sollen selbst entscheiden, was Priorität hat“, erklärt Lyko diese Entscheidung.

Rubriklistenbild: © dpa

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