Kommunalwahl in Bassum

Andreas Pointinger (Grüne) gegen den Klimawandel

Andreas Pointinger.
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Der Polizist Andreas Pointinger kandidiert sowohl für den Kreistag als auch für den Rat der Stadt Bassum.

Andreas Pointinger engagiert sich bei den Grünen gegen den Klimawandel. „Klimapolitik ist das Thema unserer Generation“, sagt Pointinger. Der 44-Jährige kandidiert sowohl für den Kreistag als auch für den Rat der Stadt Bassum. 

Bassum – Der menschengemachte Klimawandel ist eine der entscheidenden Fragen bei den kommenden Wahlen und darüber hinaus. Der 44-jährige Polizist Andreas Pointinger formuliert es so: „Klimapolitik ist das Thema unserer Generation.“

Von der Dringlichkeit des Themas haben die Bündnis 90/die Grünen mit so hohen Umfragewerten profitiert, dass sie erstmals eine Kanzlerkandidatin nominiert haben. Aber auch im Lokalen macht sich ein Zulauf bemerkbar. So hat sich die Mitgliederzahl im Ortsverband der Bassumer Grünen in relativ kurzer Zeit etwa verdoppelt.

„Fridays for Future“-Bewegung

Pointinger ist seit knapp drei Jahren dabei, als die „Fridays for Future“-Bewegung auf die Straße gegangen war und noch vor Corona. „Der Hauptgrund, dass ich bei den Grünen bin“, sagt er, „ist, dass ich jetzt Vater bin.“

Pointinger und seine Frau haben zwei Söhne im Alter von vier und eins. Die Familie lebt in eigener Wohnung in Pointingers Elternhaus in Nordwohlde. 1990 waren sie dorthin gezogen. Nach dem Abitur in Syke hat er im Jahr 2000 in Bremen bei der Polizei angefangen, dort ein Studium zum Diplom-Verwaltungswirt absolviert. Sechs Jahre war er Polizeitaucher, heute ist er Finanzermittler beim Bremer Landeskriminalamt (LKA).

Ein Polizeibeamter bei den Grünen, das ist nach wie vor ungewöhnlich. Mit den Grünen der 80er-Jahre, erzählt Pointinger, habe er wenig anfangen können. Er bezeichnet sich als Robert-Habeck-Fan und verweist auf die Wirtschaftspolitik eines Winfried Kretschmann in Baden-Württemberg.

Seinen Gang in die Politik erklärt der Familienvater so: „Ich möchte mir später nicht vorwerfen lassen, dass ich nichts getan habe.“ Gegen den Klimawandel müsse jetzt etwas getan werden.

Kiimawandel: Gegenzusteuern

„Rein wissenschaftlich ist es eindeutig“, stellt er fest. Auf die Klimaveränderung müsse man sich einstellen und versuchen, gegenzusteuern, auch im Lokalen. „Natürlich betrifft uns das“, sagt er und erinnert an den nahe gelegenen Hombach – und daran, dass beim Hochwasser in Südwestdeutschland ähnlich kleine Gewässer über die Ufer getreten waren.

Kurz wird Pointinger grundsätzlich: „Ich bin Pragmatiker“, sagt er. Und: „Politik ist für mich der Versuch, die Interessen und Meinungen der Leute so zusammenzubringen, dass die Mehrheit damit gut leben kann.“ Was ihm vorschwebe, sei keine Verbotspolitik. Sondern: „Wir müssen uns als Gesellschaft überlegen, wo wir hinwollen.“

Andreas Pointinger möchte, gerade im Kommunalen, politische Wege finden, die real umsetzbar sind. Die Mobilität werde sich verändern, prognostiziert er. Aber auf dem dem Dorf werde das Fahrrad das Auto nicht ersetzen können. Ein anderer Punkt ist Versiegelung von Flächen: Es müssten Konzepte her, um alte Flächen neu zu bewirtschaften. Sonst drohten einerseits Leerstände, andererseits Versiegelung immer neuer Flächen.

Davon, dass der Höhenflug seiner Partei für einen Sitz im kommenden Bassumer Stadtrat reichen wird, davon geht der Grünen-Kandidat mit seinem achten Listenplatz nicht aus. Etwas besser sieht er die Chancen auf ein Kreistagsmandat, wofür er auf Platz vier des Wahlbereichs IV (Bassum, Twistringen, Barnstorf) kandidiert.

Auf die Arbeit im Kommunalparlament sieht er sich durch seinen beruflichen Hintergrund gut vorbereitet. „Ich weiß, wie man ein Gesetz liest“, sagt der Diplom-Verwaltungswirt. In der Finanz-Analyse müsse man mit Zahlen umgehen können.

Wichtig ist dem Grünen-Kandidaten, dass man sich einbringt, ob mit Mandat oder ohne. „Wir müssten aus dem herauskommen“, was er den „Konsumenten-Modus“ nennt, fordert er. Also keine bloß passive Teilhabe, sich nicht darauf beschränken, alle vier oder fünf Jahre seine Stimme abzugeben.

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