Rauch, Trümmer und Blut im Drehbuch

Großübung der Kreisfeuerwehrbereitschaft Vechta in Bassum

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Das Versorgen der „Schwerverletzten“ war ebenfalls Teil der Feuerwehrübung.

Bassum - Feuer, Einsturz, Verkehrsunfälle und vermisste Menschen beschäftigten am Samstag fast 200 Feuerwehrleute in Bassum im Bereich der Prinzhöfte Schule und auf dem Hof Stührmann. Rauch, Trümmer und Blut waren glücklicherweise nicht echt, sondern standen im Drehbuch für die regelmäßige Großübung der Kreisfeuerwehrbereitschaft (KFB) Vechta. Ausgedacht hatten sich die Szenarien die Führungskräfte der KFB 1 des Landkreises Diepholz, der Ortsfeuerwehr Bassum sowie weitere Feuerwehrleute.

Mehrere Monate hatten sie akribisch geplant, organisiert und aufgeschrieben, wie Dieter Wendt, stellvertretender Pressesprecher der Kreisfeuerwehr Diepholz berichtet. Allein das Drehbuch umfasste 28 Seiten. Hinzu kam noch so manche Liste und Notiz. Damit die mehr als 140 Feuerwehrangehörigen aus dem Landkreis Vechta über zwei Stunden auch gut beschäftigt waren, wurden vier Autos, 174 Schläuche, 24 Atemluftflaschen, acht Übungspuppen, elf Verletztendarsteller und noch einiges mehr bereitgestellt.

Übungsleitung sehr zufrieden mit allen 200 Beteiligten

Den vier Fachzügen der Bereitschaft wurden Aufgaben entsprechend ihrem Hauptauftrag gestellt: Wasserförderung mit Brandbekämpfung, Wassertransport und technische Hilfeleistung. Übungsziele waren neben der Handhabung der Fahrzeugausrüstung auch das Bewegen im fremden Raum mithilfe von Karten und die Funkkommunikation – wichtige Dinge bei einem überörtlichen Einsatz in einem Katastrophenfall, wofür die Kreisbereitschaften auch vorgesehen sind.

Nach Abarbeitung der Lagen räumten die Feuerwehrleute zunächst auf und machten die Fahrzeuge wieder einsatzbereit. Dann begaben sich die einzelnen Löschzüge zu ihrem Nachtlager an der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Barrien. Am Sonntag ging es nach dem gemeinsamen Frühstück, das der Versorgungszug aus Vechta zubereitet hatte, wieder zurück zu den einzelnen Ortsfeuerwehren, aus denen eine Kreisfeuerwehrbereitschaft gebildet wird.

Einen schweren Verkehrsunfall hatten die Führungskräfte der Kreisfeuerwehrbereitschaft 1 des Landkreises Diepholz, der Ortsfeuerwehr Bassum sowie weitere Feuerwehrleute für die Kollegen aus dem Landkreis Vechta nachgestellt.

Die Übungsleiter Thomas Erdt und Hartmut Specht waren laut Wendt mit der Übung sehr zufrieden. Die Vorbereitungen und der Ablauf hätten wie geplant geklappt. Die Feuerwehrfrauen und -männer aus Vechta waren demnach der gleichen Meinung. Und damit auch die KFB 1 des Landkreises Diepholz nicht aus der Übung kommt, folgte prompt eine Gegeneinladung für das nächste Jahr. „Denn wer weiß schon, ob man sich in naher Zukunft nicht bei einem Ernstfall gegenseitig unterstützen muss. Dann ist es gut, wenn man sich näher kennt“, so Wendt.

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