Nach Aufhebungsverfahren

Rathausbau in Bassum: Alles zurück auf Anfang

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14-Eckig: So hatte sich der Investor Karl-Heinz Borchers das neue Rathaus vorgestellt.

Die Pläne für ein neues Bassumer Rathaus liegen erst mal auf Eis. Dafür hat der Rat sich auf seiner jüngsten Sitzung ausgesprochen. Der Grund waren die extrem gestiegenen Kosten.

Bassum - Doch wie geht es nun weiter? „Heute Nachmittag steht das Thema auf der Tagesordnung des Verwaltungsausschusses“, sagte Bassums Bürgermeister Christian Porsch auf Anfrage. Zusammen mit der Politik müsse man nun das weitere Vorgehen überlegen. Das könne einige Wochen in Anspruch nehmen.

Bürgermeister Porsch zweifelt an Miet-Lösung

Porsch stellt klar: „Egal, ob wir nun mieten oder bauen, es wird ein neues Ausschreibungsverfahren geben müssen.“ Wobei sich Porsch eine Bemerkung nicht verkneifen kann: „Mieten macht nur dann Sinn, wenn ich weiß, dass ich das Objekt in zehn Jahren nicht mehr benötige.“ Das sei bei einem Rathaus eher nicht der Fall.

Bei der Suche nach Alternativen kämen nun auch wieder alte Ideen auf den Tisch. So hatte der Bürgerblock den Standort Kirchstraße 8 ins Gespräch gebracht. Bassumer Investoren stellten mit Unterstützung der CDU Anfang August ihre Pläne zur Attraktivierung der Sulinger Straße vor. Diese können nun, nachdem das Verfahren aufgehoben ist, diskutiert werden.

Investor Aumann&Borchers will mit Stadt sprechen

Im Innenbereich sollte Glas dominieren. Dieser Entwurf landet nun im Papierkorb.

Auch der Investor Karl-Heinz Borchers, Geschäftsführer von Aumann&Borchers, hat die Hoffnung, auf der brachliegenden Fläche des ehemaligen City-Marktes doch noch ein Rathaus zu bauen, nicht gänzlich aufgegeben. „Wir warten noch auf ein Gespräch mit der Stadt“, erklärt er auf Nachfrage. Borchers zeigt einen Entwurf des Rathauses.

Es sollte laut Plan 14-eckig gebaut werden. „So hätte es auch keine anderen Gebäude verdeckt. Für das Dach hätten wir Grünflächen vorgeschlagen.“ Vor dem Gebäude wäre Platz für den Wochenmarkt gewesen. Das Bassumer Rathaus wäre in jedem Fall ein „Blickfang“ geworden, findet Borchers.

Investor kann sich auch betreutes Wohnen vorstellen

Falls die Stadt absagt, will sich Aumann&Borchers Alternativen überlegen. Spruchreif ist noch nichts. Aber Borchers könnte sich Wohnungen vorstellen. „Vielleicht auch betreutes Wohnen für Senioren, die gern im Zentrum wohnen möchten.“ Auch einen Verkauf des Grundstücks schließt er nicht aus.

Borchers wünscht sich von der Stadt „ein Signal“. „Die Frage ist: Will die Stadt ein neues Rathaus bauen?“ Wenn ja, könne man über vieles reden. Auch über Kosten.

Rathaus-Neubau kann günstiger werden

Im Entwurf, der im Rahmen des Ausschreibungsverfahrens vorlag, war die Rede von rund zehn Millionen Euro. Borchers: „Die beziehen sich aber auf alles, inklusive Möbel und allem drum und dran.“ Sicherlich sei es möglich, abzuspecken. „Wir könnten die Unterkellerung weglassen oder auch das ganze Gebäude verkleinern. Wir haben etwas mehr Fläche pro Büro gerechnet, als die DIN-Norm vorschreibt.“ Borchers ist sicher, gut zehn Prozent der Kosten reduzieren zu können.

Aber es wären auch andere Optionen denkbar, nämlich, dass die Stadt als Mieter auftritt. Werden zehn Prozent der Fläche benötigt oder 90 Prozent? Borchers ist gesprächsbereit. Er macht keinen Hehl daraus, dass die Vorgabe der Verwaltung, dass ein Rathaus nicht mehr als 6,1 Millionen Euro kosten dürfe, sehr unrealistisch sei.

Standort-Vorteil: Grundstück bereits vorhanden

Der große Vorteil, den Borchers im Standort Sulinger Straße/Ecke Bremer Straße sieht, ist der: „Das Grundstück ist vorhanden und unbelastet. Wir können so loslegen.“ Und: Bei einem Angebot von 0,55 Prozent Zinsen auf 30 Jahre fest – wer jetzt nicht baut, sei selber schuld.

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