Heimatverein stimmt über Schutzhütte ab

Rastplatz für Radtouristen

Albringhausen - Mit großer Mehrheit stimmten die Mitglieder des Heimatvereins Albringhausen-Schorlingborstel in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung für den Bau einer Schutzhütte mit Toilettenanlage am Ortseingang. Das teilten der Geschäftsführer Wilhelm Bäker und der Vorsitzende Jürgen Laschinski in einem Pressegespräch mit.

Nach einer kontroversen Diskussion, bei der auch die Frage aufkam, was die Dorfgemeinschaft letzlich davon habe, gab es am Ende nur eine Gegenstimme, bei vier Enthaltungen. Anwesend waren 27 Mitglieder. „Was uns sehr freut, ist die Unterstützung der Dorfjugend“, sagt Bäker. Mit Dennis Köhler und Laura Raven war deren Vorstand anwesend und hat sich ausdrücklich für den Bau ausgesprochen.

Wie bereits berichtet, möchte der Heimatverein zum 950-jährigen Bestehen im kommenden Jahr eine Schutzhütte bauen. Diese macht aber nur Sinn, wenn auch eine Toilettenanlage installiert wird. Damit Radfahrgruppen entspannt eine Pause einlegen können und nicht hinter der Bushaltestelle verschwinden müssen.

„Wir möchten damit den Tourismus fördern und unseren Beitrag in Sachen Naherholung leisten“, so Laschinski. Von der Hütte profitieren in erster Linie Radfahrer und Touristen und weniger die Dorfbewohner.

„Geplant ist auch ein Hauswirtschaftsraum mit kleiner Waschküche und Elektroanschlüssen. So können Gäste dort Kaffee kochen und ihr Geschirr abwaschen“, erläutert Bäker die Idee. Schön wäre eine Ladestation für E-Bikes. Der Heimatverein ist bereit, die Pflege der Toilettenanlage zu übernehmen. „Wir wünschen uns allerdings, dass sich die Stadt an den laufenden Kosten beteiligt“, betont Bäker.

Der Antrag wird am 12. September im Rat der Stadt beraten und könnte dann, die Zustimmung vorausgesetzt, bei der Win-Region eingereicht werden. Der Verein rechnet mit Zuschüssen aus dem Topf des Regionalen Entwicklungskonzeptes. Möglich ist eine Förderung von bis zu 60 Prozent der Gesamtkosten – veranschlagt wurden 72 000 Euro. Der Verein wird 15 bis 20 Prozent Eigenleistung erbringen, den Rest, so die Hoffnung des Vereins, übernimmt die Stadt.

Aussteller für Bauernmarkt gesucht

Die Politik hatte den Verein in einer ersten Beratung aufgefordert, einen Erbaupachtvertrag mit dem Besitzer des Grundstücks zu schließen. Dieser soll nun vorbereitet werden. „Wilhelm Poggenburg stellt uns das Grundstück kostenfrei zur Verfügung“, erklärt Bäker.

Das Häuschen soll rechtzeitig zum Jubiläum fertig sein. „Wir feiern am 8. und 9. September auf dem Hof von Heike Lehmann und Wolfgang Zell. Geplant ist unter anderem ein Bauernmarkt“, so Bäker weiter. Noch können sich Aussteller alter Handwerkstraditionen und heimischer Produkte beim Heimatverein anmelden.

Auch eine Chronik ist in Arbeit, die rechtzeitig als Weihnachtsgeschenk unter dem Baum liegen soll. - al

www.as-heimatverein.de

Rubriklistenbild: © dpa

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