Mehr Piloten als 2017

Seifenkistenrennen in Wedehorn mit 16 Teilnehmern

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Beim Bau der Seifenkisten haben die Konstrukteure Fantasie und Geschick bewiesen.

Wedehorn - „Nächstes Jahr sind wir auch dabei“, versprach Roland Woltjen, Mitglied der Syker Bikerfreunde, die sich am Sonntag zusammen mit vielen Wedehornern am Göpelplatz das „Seifenkistenrennen um den großen Preis von Wedehorn“ anschauten, das in diesem Jahr zum zweiten, aber bestimmt nicht zum letzten Mal veranstaltet wurde. Die Anzahl der selbst gebauten Boliden hatte sich gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt, auch die Anzahl der Piloten war größer geworden.

Beim Bau der Seifenkisten hatten die Konstrukteure Fantasie und Geschick bewiesen. Die wenigen Bauvorschriften hatten alle eingehalten: Die Kisten mussten vier Räder haben, sich lenken und bremsen lassen. Und so standen vor dem Start 16 Seifenkisten im „parc fermé“ und konnten vom fachkundigen Publikum bestaunt werden.

Die Kisten waren kreativ bemalt, zeigten bemerkenswerte „Extras“ wie Auspuffanlagen an der Seite oder Haifischflossen wegen der Windschnittigkeit. Andere hatten hinten Bollerwagenräder und vorne kleine Räder. Entsprechend geneigt war das Cockpit, aber das nicht ohne Grund: „Die fahren immer bergab“, meinte ein „Fachmann“. 

Den staunenden Besuchern wurde sogar eine Seifenkiste mit Wechselaufbau präsentiert. Mit wenigen Handgriffen konnte das eine Chassis durch ein anderes passgenau ausgetauscht werden. So warteten die „Speedy Gonzales“, „I have a Dream“ oder „Simon“ auf ihren Start, wobei „Simon“ zur großen Freude von Bürgermeister und HSV-Fan Christian Porsch unübersehbar das Logo des HSV trug.

Eine scharfe Linkskurve ist die Haupt-Herausforderung

Eine Seifenkiste nach der anderen wurde auf den Startanhänger geschoben. Wenn der Pilot darin Platz genommen und „Stadionsprecher“ Dieter Engler wichtige Details über Bauweise und Piloten verkündet hatte, wurde das Vehikel an die Rampe geschoben. Es bekam einen kleinen Schubs und dann mussten die Fahrer selbst sehen, wie sie die Strecke mit der scharfen Linkskurve bewältigten. 

Irgendwo auf der Straße nach Klövenhausen rollten die Seifenkisten aus und die Streckenposten markierten Startnummer und Position. Jeder Teilnehmer hatte zwei Starts, dann zeigten die Markierungen die weiteste Strecke und schon standen die Sieger fest.

„Das macht Spaß“, berichtete hinterher Lukas Nolte, der sich am meisten darüber freute, dass seine Mutter Petra Nolte mit seiner Seifenkiste bei den Erwachsenen an den Start gegangen war und Ortsbrandmeister Martin Nolte daher nichts anderes übrig blieb, als sich als letzter Starter auch in das enge Gefährt zu quetschen. Aber er musste anerkennen, dass seine Frau eine ausgezeichnete Fahrerin ist. Er blieb einige Meter hinter ihrer Zielmarkierung zurück.

Für jedes Kind gab es einen Pokal

Gewinner waren zunächst alle 16 Kinder, die den Start gewagt hatten. Jedes Kind erhielt von Organisator Richard Plöger und Bürgermeister Porsch einen Pokal; die drei Ersten einen etwas größeren. Gewonnen haben Emily Blietschau vor Simon Nolte und dessen Bruder Lukas Nolte.

Von den 14 Erwachsenen wurden nur die drei Sieger mit einem Pokal ausgezeichnet: Bernd Wiese gewann vor Petra Nolte und Michael Campe.

Der „Konstrukteurspreis“ ging an das Modell „Chase“. Porsch begründete die Wahl damit, dass Kriterien wie Fantasie, kreatives Design und handwerkliches Geschick bei diesem Modell optimal umgesetzt wurden. 

bt

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