Radweg führt Besucher auf die Spuren von Förster Erdmann

An Erdmanns Grab soll eine der Stationen des Radweges sein. Rainer Städing zeigt Wibeke Schmidt, seiner Nachfolgerin, den Ort.
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An Erdmanns Grab soll eine der Stationen des Radweges sein. Rainer Städing zeigt Wibeke Schmidt, seiner Nachfolgerin, den Ort.

Neubruchhausen – Erhaben thront der Findling auf einer kleinen Anhöhe im Wald Erdmannshausen, bewacht von Buchen. „Erdmann. 1859 bis 1943“ ist darauf graviert. Dort ruht der berühmte Oberförster, der den Waldbau revolutionierte. Und dort soll die erste Station des sogenannten Erdmann-Trails sein – zumindest, wenn man von der Alten Oberförsterei in Neubruchhausen startet.

Erdmanns Wohnsitz und Arbeitsplatz.

Der Trail ist eine Radstrecke, die das Forstamt Nienburg plant. 78 Kilometer f von der Oberförsterei über Papendiek, das Alte Forstamt Erdmannshausen in Schwaförden, das Rathloser Gehege, Sulingen, die ehemalige Revierförsterei Bult, das Waldpädagogikzentrum Hahnhorst und den Naturwald Hau und Bark zurück nach Neubruchhausen. Auf dieser Strecke warten zwölf Stationen, die den Besuchern das Leben und Wirken von Erdmann näherbringen sollen. Außerdem gibt es noch elf besondere Bäume zu entdecken, wie die Buchen in der Nähe von Erdmanns Grab, die an die 300 Jahre alt sind, oder die Orienteiche, die aus der Türkei kommt und von Erdmann persönlich angepflanzt wurde.

„Heute werden solche Eichen gerade wieder in Süddeutschland gepflanzt“, weiß Rainer Städing, Pressesprecher für die Forstämter Ankum, Ahlhorn, Neuenburg und Nienburg. Das beweise, wie fortschrittlich Erdmann gedacht habe.

Vielen Menschen sei gar nicht bewusst, was für eine besondere Persönlichkeit in Neubruchhausen gelebt hat und „was für tolle Wälder wir hier haben“, so Städing. Aus diesem Grund wurde das Konzept für den Erdmann-Radweg entworfen – und ist so gut wie abgeschlossen. Noch in diesem Jahr, wenn Erdmanns berühmtes Mischwald-Prinzip 130 Jahre alt wird, soll es fertig werden.

Städing schätzt, dass es im Mai soweit ist. Viele Akteure, wie die Untere Naturschutzbehörde und der Wasser- und Bodenverband liefern Infos an das Forstamt. Das Waldpädagogikzentrum kümmert sich um die Infotafeln. Auch an Erdmanns Grab wird eine stehen.

„Als der Oberförster noch lebte, war das hier ein Hain mit eigenem Flair“, glaubt Städing. Allerdings nicht leicht zu finden. Als Erdmann bestattet werden sollte, herrschte Winter und die Trauergesellschaft hatte Probleme, den Ort zu ausfindig zu machen. „Man erzählt sich, dass Erdmanns Pferd den Weg fand und sie dorthin führte. Das beweist, wie oft er sich hier aufgehalten haben muss.“  juk

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