Präventionsrat der Stadt Bassum sucht Mitstreiter

Neue Projekte geplant

Hoffen auf neue Mitstreiter: Julia Niemann (von links), Anne-Kathrin Heinze und Elsbeth Ruholl vom Präventionsrat.
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Hoffen auf neue Mitstreiter: Julia Niemann (von links), Anne-Kathrin Heinze und Elsbeth Ruholl vom Präventionsrat.

Der Bassumer Präventionsrat möchte neue Projekte für alle Bürger anschieben. Doch dazu braucht er weitere Mitglieder, die sich einbringen.

Bassum – Ein Bürger beobachtet, wie ein Kind in einen Unfall verwickelt wird. Er spricht es an, fragt, wie es heißt, wo es wohnt – doch der Kleine steht so unter Schock, dass er kaum sprechen kann. Der Vorfall geht dem Bürger nicht aus dem Kopf. Und weil er auch Mitglied im Präventionsrat Bassum ist, stellt er seine Idee vor. Wäre es nicht gut, wenn jedes Kind eine Art Notfallkarte bei sich tragen würde, auf dem Name, Adresse und auch die Telefonnummer der Eltern stehen würde?

Der Rat findet die Idee gut und möchte sie noch in diesem Jahr in Angriff nehmen.

Das ist nur ein Beispiel, wie Arbeit im Präventionsrat funktioniert. Einem Mitglied fällt etwas auf, was man vielleicht ändern müsste oder wo Aufklärungsbedarf besteht, stellt das dem Gremium vor und gemeinsam wird ein Projekt entwickelt. „Im Moment sind wir elf Mitglieder“, sagt Julia Niemann von der Stadt Bassum. „Aber wir würden uns sehr über Zuwachs freuen.“ Denn wo mehr Hände gemeinsam arbeiten, ist natürlich mehr möglich.

Bürger sind gefragt

Der Präventionsrat besteht seit 1998. Leiterin ist Schulsozialarbeiterin Hilke Bald. Mit dabei sind unter anderem Vertreter des Jugendhauses, Seniorenservicebüros, der Kirche und Polizei. „Aber wir hätten gern auch die dabei, um die es geht: nämlich die Bürger“, erklärt Anne-Kathrin Heinze, die ebenfalls im Rat vertreten, aber auch Projektleiterin von Communities that care ist, das Präventionsprogramm, das schon seit ein paar Jahren läuft. Am liebsten hätten die Frauen eine „bunte Mischung“: „Senioren, Jugendliche, einfach Leute jeden Alters. Mitbürger mit Beeinträchtigungen und Migrationshintergrund.“ Nur so lasse sich die Vielfalt der Gesellschaft abbilden. „Und jeder bringt seinen eigenen Blickwinkel mit.“

Die Arbeit für den Präventionsrat ist auch ganz frei und nicht verpflichtend. „Man kann auch nur an einem bestimmten Projekt mitarbeiten. Wenn jemand eigene Ideen mitbringt, ist das schön – aber keine Voraussetzung“, so Heinze. „Wir treffen uns alle zwei Monate, zurzeit virtuell. Wenn ein Projekt bevorsteht auch öfter“, sagt Niemann. „Wer erstmal nur reinschnuppern möchte, ist ebenfalls herzlich willkommen. Er kann sich einfach melden.“

Projekt zu Mediensucht geplant

Was dieses Jahr noch auf der Agenda steht, sind Warnwesten für Grundschüler. „Der ADFC hat sie immer kostenlos beschafft, das ist nun nicht mehr der Fall. Da wollen wir einspringen.“ Für den Herbst ist ein Projekt zum Thema Mediensucht angedacht. „Ein Vortrag für Eltern, der ihnen Tipps gibt, was sie tun können, wenn sie gesteigerten Medienkonsum bei ihren Kindern feststellen“, schildert Niemann.

Aber auch Gewalt- und Suchtprävention sowie Zivilcourage sind öfter Themen. So hat der Rat 2019 Jugendliche für Alkoholtestkäufe in Supermärkte geschickt, um zu schauen, wie andere Käufer reagieren und 2017 eine Wanderausstellung über sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen nach Bassum geholt. „In den letzten Jahren haben wir viel in der Jugendarbeit gemacht, aber eigentlich sind wir für alle da“, so Niemann.

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