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Posts aus dem Rathaus

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Von: Anika Seebacher

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Stadt Bassum goes online: Nanai Schulz (l.) und Claudia Voss von der Verwaltung präsentieren den Social-Media-Auftritt.
Stadt Bassum goes online: Nanai Schulz (l.) und Claudia Voss von der Verwaltung präsentieren den Social-Media-Auftritt. © Seebacher

Die Bassumer Stadtverwaltung sieht in den sozialen Medien eine gute Kommunikations- und Informationsplattform.

Bassum – Eine beliebte Aktivität von Internetnutzern ist das Durchstöbern sozialer Medien. Bei Facebook, Instagram, Tiktok und Co. gibt es Informationen und Unterhaltung, direkt auf die persönlichen Wünsche zugeschnitten. Ein weiterer Vorteil: Die digitale Kommunikation liefert Hinweise rund um das Geschehen vor der eigenen Haustür. Die sozialen Medien hat auch die Bassumer Stadtverwaltung für sich entdeckt und postet regelmäßig Beiträge über ihren Facebook- sowie Instagram-Auftritt.

Youtube-Kanal wird eher selten genutzt

„Es gibt auch einen Youtube-Kanal. Aber der wird eher selten genutzt“, sagt Claudia Voss. Immerhin sei es ein enormer Aufwand, Videos zu erstellen, und es müsse entsprechende Anlässe geben, erklärt die Kulturbeauftragte und erinnert an zurückliegende Beiträge zur Piazzetta oder zum Bassumer Advent. Voss kümmert sich neben ihren zahlreichen weiteren Aufgaben aus dem Fachbereich auch um die Onlinepräsenz der Verwaltung auf den genannten Plattformen. Die Homepage selbst wird von einer separaten Arbeitsgruppe betreut.

Den Facebook-Account bespielt die Stadt laut Voss seit vier Jahren. „Das Profil wurde anlässlich der Aktiba 2018 initiiert“, hat sie herausgefunden. Instagram kam 2020 als ein Projekt der damaligen FSJ-lerin hinzu. „Unser erster Post war der Aufruf zum Stadtradeln“, erinnert sich die Kulturbeauftragte. Das war im Mai 2020. Inzwischen gibt es mehr als 240 Beiträge und gute 1100 Follower. „Wir machen über diesen Weg Werbung für Veranstaltungen oder informieren über Neuigkeiten“, sagt Voss.

„Machen über diesen Weg Werbung“

Da es bei der Stadt keine Stelle für Öffentlichkeitsarbeit gibt, laufen die Fäden der digitalen Darstellung über die sozialen Medien bei ihr zusammen. „Dabei muss ich entscheiden, was praktikabel und zeitlich umsetzbar ist“, sagt sie mit Blick auf ihre halbe Stelle. „Das Tagesgeschäft und die Bürger stehen stets an erster Stelle. Alles andere kommt on top“, macht sie die Prioritäten deutlich.

Unterstützung erhält Voss aus dem Bürgermeisterbüro sowie von den FSJ-lern, die bei der Verwaltung ein Jahr lang den Bereich Kultur kennenlernen. Insbesondere seit der Pandemie sei dieser Aufgabenbereich wichtiger geworden, da sich die jungen Menschen intensiv mit dem Medium beschäftigen können. „Ich bin dankbar für das Know-how und die Impulse“, so Voss. Denn schließlich handele es sich um „moderne Kommunikationsmittel, für die nicht jeder in der Verwaltung ein tiefes Verständnis hat“.

Derzeit liefert Nanai Schulz Inhalte („Content“) für Insta und Facebook. Auch wenn sie sich selbst eher bei Tiktok wohlfühlt, wie die 19-Jährige zugibt. „Das ist eine Frage des Alters“, weiß Claudia Voss. Obwohl sich die 53-Jährige als internet-affin bezeichnet, sei das Videoportal eher etwas für die jüngere Generation und erreiche bei der Verwaltung nicht die richtige Zielgruppe. Da sie aber „mit der Mediennutzung gehe“, so Voss, kenne sie sich mit Instagram und Facebook inzwischen bestens aus. „Dafür, dass ich nicht in dem Bereich ausgebildet wurde, gelingt es mir inzwischen ganz gut“, gibt sie mit einem Lachen zu und verweist auf den Wiedererkennungswert, der sich bei den Posts feststellen lasse.

Langfristiges Ziel ist ein Redaktionsplan

Ihr langfristiges Ziel sei es, nach einem Redaktionsplan regelmäßig Infos für die Bassumer in die sozialen Medien einzupflegen. „Derzeit schaffen wir ungefähr einen Beitrag in der Woche“, erläutert Voss. „Wenn uns über die Kommentarfunktion Fragen erreichen, erhalten die Follower in der Regel schnell eine Antwort“, sagt sie und nennt beispielhaft die Öffnung des Hallenbades in Coronazeiten, bei dem sich das Medium als gute Plattform erwiesen habe. „Schwierige Kommentare“ habe es bislang noch nicht gegeben, berichtet die Verwaltungsmitarbeiterin weiter. „Wenn es so wäre, würden wir uns selbstverständlich auch damit auseinandersetzen.“

Nicht nur über die digitalen Kanäle, sondern auch weiterhin mit Aushängen und Flyern informiert die Verwaltung über Veranstaltungen, Angebote und mehr. „Wir sind für alle Generationen ansprechbar“, verdeutlicht Claudia Voss, dass niemand zurückgelassen werde.

Regelmäßig werden Informationen zu aktuellen Veranstaltungen gepostet, wie hier auf Instagram.
Regelmäßig werden Informationen zu aktuellen Veranstaltungen gepostet, wie hier auf Instagram. © Seebacher

Einerseits sei sie im Rathaus eine Einzelkämpferin, was soziale Medien angehe, andererseits findet Voss Hilfe bei den Nachbarkommunen. „Wir stehen ja nicht in Konkurrenz“, erklärt sie und erinnert sich an einen gemeinsamen Workshop, bei dem über erfolgreiche Posts und Erfahrungen diskutiert wurde. „Vernetzung ist immer wichtig.“

„Ich bin darauf angewiesen, dass mir die Fachbereiche Informationen liefern“, erläutert Voss zur Bringschuld. Ihr Wunsch: „Ich würde gern mehr von der Stadt und ihren Menschen zeigen.“ Das sei aber in ihrem Arbeitsalltag nicht leistbar, sondern vielmehr ein eigenständiges Projekt. Voss‘ abschließendes Fazit zur Nutzung digitaler Kanäle bei der Stadtverwaltung: „Wir haben noch Luft nach oben, aber arbeiten an der Umsetzung und mehr Regelmäßigkeit.“

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