Förderverein der Schule, Kita und Krippe in Neubruchhausen startet Aktion

Postkarten für den Schulerhalt

Genau da muss die Karte für den guten Zweck rein: Joela und ihr Bruder Jonas gehen in Neubruchhausen zur Schule – und auch sie wollen, dass diese erhalten bleibt. Für die Postkartenaktion haben sie kräftig mitgebastelt.
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Genau da muss die Karte für den guten Zweck rein: Joela und ihr Bruder Jonas gehen in Neubruchhausen zur Schule – und auch sie wollen, dass diese erhalten bleibt. Für die Postkartenaktion haben sie kräftig mitgebastelt.

Neubruchhausen – Alle Jahre wieder kämpft die Grundschule Neubruchhausen um ihren Erhalt – und mit ihr die Bassumer Verwaltung. Um sie dabei zu unterstützen, starten Eltern, Schüler und Einwohner nun eine große Postkartenaktion. Das teilt Joachim Hinrichs vom Förderverein der Schule, Kita und Krippe mit.

„Damit die Grundschule Neubruchhausen als Außenstelle der Bassumer Grundschule Mittelstraße erhalten bleibt, muss die Bassumer Stadtverwaltung bis Mitte März der Landesschulbehörde eine Stellungnahme schicken. Der Inhalt wird die guten Gründe für eine Verlängerung der Ausnahmegenehmigung auflisten – die Stadt macht sich dafür unmissverständlich stark. Und wir wollen nichts unversucht lassen, um sie dabei zu unterstützen“, schreibt Hinrichs in einer Mitteilung. Es gebe 1 000 Gründe für den Erhalt dieser Schule.

Adressat der Aktion ist die Landesschulbehörde. „Neben der positiven politischen Stellungnahme wollen wir dem Land auch mal ganz unmissverständlich klar machen, dass Schüler, Eltern, Beschäftigte und Einwohner aus Neubruchhausen und ganz Bassum ebenso für den Erhalt dieses wunderbaren, funktionierenden Standortes sind!“

Kurzerhand haben Mitglieder des Fördervereins deshalb eine Aktion auf die Beine gestellt, bei der Unterstützende auf vier unterschiedlichen Postkarten ihre persönlichen Gründe für einen Erhalt der Schule schreiben können. 1 000 Postkarten sind gedruckt worden. Diese können Teilnehmer an verschiedenen Orten in Neubruchhausen und Bassum finden – im Einzelhandel, in Banken und Schulen. Hinrichs: „Die Karten können nach dem Ausfüllen in eine bereitstehende Box geworfen werden. Ende Februar übergeben wir dann eine hoffentlich sehr große Zahl Karten der Stadtverwaltung. Die soll sie dann mit ihrem Antrag auf die Verlängerung der Ausnahmegenehmigung bei der Behörde in Hannover abgeben.“

Die Postkartenaktion mache Spaß und sei – auch vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie – geeigneter als eine Unterschriftenliste: „Mit Hunderten von Postkarten wird unser Wunsch und Wille viel sichtbarer!“ Auf der Internetseite des Ortes – www.neubruchhausen.de – können die Karten im PDF-Format heruntergeladen und ausgedruckt werden. „Mit etwas Bastelei lassen sie sich also so auch am heimischen Tisch ausfüllen und versenden.“

Die Organisatoren sind gespannt, von woher die Karten kommen. Menschen, die sich für den Erhalt von Dorfschulen einsetzen, gebe es schließlich überall – „und sie werden eher mehr als weniger!“

Der Förderverein hat für die Aktion breite Unterstützung. So haben Kinder aus Kita und Schule Plakate und Bilder gemalt, um die Abgabestellen bunt zu verschönern. Auch die „Postboxen“ wurden von Kinderhänden gebastelt. Neben der Möglichkeit des Downloads im Internet gibt es die Karten zurzeit an diesen Stellen in Neubruchhausen: Dorfladen Bothe, Bäckerei Meyer, Autohaus Lange, Grundschule und Kindergarten – nächste Woche sollen Volksbank und Sparkasse in Neubruchhausen sowie Abgabestellen in Bassum dazukommen.

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