Ergebnisse nach dem Sommer erwartet

Wo passt der größere BBM-Baumarkt in Bassum am besten hin?

Der BBM-Baumarkt möchte sich vergrößern. Nicht allen gefällt das. archivFoto: Kollschen
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Der BBM-Baumarkt möchte sich vergrößern. Nicht allen gefällt das.

Bassum - Es ist jetzt fast zwei Jahre her, da stimmte die Mehrheit des Bassumer Ausschusses für Stadtentwicklung für eine Änderung des Flächennutzungsplans und die Aufstellung eines Bebauungsplans, damit der BBM-Baumarkt von der Industriestraße an die Bremer Straße ziehen kann. Dort soll ein neuer Baumarkt mit Gartencenter in einer Größenordnung von bis zu 9 000 Quadratmetern entstehen. Das Areal dort war als landwirtschaftliche Fläche ausgewiesen.

Die Entscheidung machten sich die Politiker nicht leicht. Alle wollten, dass der Baumarkt in Bassum bleibt. Und dieser Erhalt wäre wohl in Gefahr, wenn man dem Markt keine Möglichkeit gibt, sich zu vergrößern, gab Bauamtsleiter Martin Kreienhop damals zu bedenken. Aber der Standort schmeckte keinem so richtig. Einige hätten den Baumarkt lieber an der Syker Straße gesehen.

Kreienhop erklärte, dass man erst am Anfang eines langen Weges stehe. „Wir müssen zahlreiche Gutachten erstellen und auch auf unser Konzept gucken. Umfangreiche Arbeiten stehen bevor.“

Wie ist der Stand der Dinge jetzt? Kreienhop zeigt ein umfangreiches Schriftstück. Es ist der Entwurf für ein Verträglichkeitsgutachten zum Standort. „Das Gutachten beschäftigt sich, grob erklärt, mit der Frage, ob der Markt an der Stelle zum Ort passt. Wir haben einen Gutachter damit beauftragt.“ Da es bei dem Baumarkt um einen großflächigen Einzelhandel geht, müsse darauf geachtet werden, dass das Gefüge des Einzelhandels nicht gestört werde – wobei „das kein Konkurrenzschutz ist“, betont Kreienhop.

Ist das Gutachten fertig, wird es mit verschiedenen Akteuren besprochen. Eigentlich hätte das schon längst passieren sollen, aber Corona hat die Planungen kräftig durcheinandergewirbelt. „Ziel ist es, dass wir das Änderungsverfahren im Flächennutzungsplan und den Bebauungsplan nach dem Sommer auf die Tagesordnung des Ausschusses setzen“, sagt Kreienhop.

Aber hat der Aussschuss vor zwei Jahren nicht schon darüber abgestimmt? „Der damalige Beschluss wird Aufstellungsbeschluss genannt und ist lediglich als offizieller Startschuss für das Planverfahren gedacht“, erläutert der Bauamtsleiter.

Ein Aufstellungsbeschluss sei formal nicht zwingend notwendig, biete aber die Möglichkeit, bereits frühzeitig die Öffentlichkeit über die anstehende Planung zu informieren und die Politik entscheiden zu lassen, ob ein Verfahren grundsätzlich eingeleitet werden soll.

„Rechtliche Wirkung hat dieser Beschluss nach der Veröffentlichung nur in der Weise, dass zum Beispiel die Entscheidung über einen Bauantrag zurückgestellt werden und/oder eine Veränderungssperre für das Plangebiet erlassen werden kann. Dies ist aber nur selten der Fall in Bassum“, so der Bauamtsleiter. „Also werden zurzeit die Vorarbeiten für den Vorentwurf der Planungen erledigt, um dann in die sogenannte frühzeitige Beteiligung der Träger öffentlicher Belange und der Bürger zu gehen.“

Die Nachricht, dass BBM sich vergrößern und ein Gartencenter bauen will, hatte damals für einigen Wirbel gesorgt. So zum Beispiel bei Oba Drei, Objektplanungs- und Baugesellschaft in Karlsruhe. Die hat seit 2008 in den Standort Industriestraße 23 laut eigener Aussage als Bestandshalter investiert und damals von BBM das Grundstück mit den Mietern McDonalds, Wiesmoor-Gärtnerei und Baumschule, BBM-Baumarkt und Noah-Tierdiscount übernommen. Wenn BBM geht, muss Oba Drei einen Nachmieter finden.

Auch das Blumencenter Wiesmoor, das seit mehr als 25 Jahren in Bassum ansässig ist, war über die Pläne alles andere als erfreut und erklärte: „Wenn BBM an einem neuen Standort ein Gartencenter baut, verlassen wir Bassum.“ Alles andere sei für den Betrieb nicht mehr wirtschaftlich.

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