Passgenaue Hilfe für Sportler

Neues Zentrum des TSV Bassum: Kompetenznetzwerk für Fitness und Behandlung

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Wollen Sportlern eine schnelle sowie passgenaue Behandlung und Beratung ermöglichen: (v.l.) Torsten Eggelmann, Jürgen Schäfer, Holger Beckmann, Dr. Christoph Lanzendörfer und Dr. Jens Peters. 

Bassum - Von Anke Seidel. Mindestens 73 500 Menschen im Landkreis Diepholz treiben Sport – so viele Mitglieder hat allein der Kreissportbund. Aber wie viele Menschen beim Fußball, Handball oder einer anderen Sportart eine Verletzung erleiden, ist unbekannt. Schwere Prellung, Zerrung oder Herzprobleme werden viel zu oft nicht rechtzeitig behandelt, weil die Betroffenen nicht umgehend einen Arzt aufsuchen. Das erleben Mediziner immer wieder. Schnelle und passgenaue Hilfe organisieren sowie Vorbeugung sicher stellen – das hat sich das Sportmedizinische Zentrum des TSV Bassum zum Ziel gesetzt.

Es ist das erste seiner Art im Landkreis Diepholz – und vernetzt Medizin, Physiotherapie und Ehrenamt. „Die Idee hatten wir schon lange“, sagt der Internist und Allgemeinmediziner Dr. Christoph Lanzendörfer, ebenso für Sportmedizin und Rettungsmedizin zuständig – und blickt auf Torsten Eggelmann, den Initiator und Zentrumskoordinator des neuen Netzwerks. Mit im Team: Dr. Jens Peters, Chefarzt der Landkreis-Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie in Sulingen. „Back to sports – und das möglichst schnell“, beschreibt Dr. Peters das Ziel.

Denn aus Erfahrung weiß er: Wenn Sportler mit einer Verletzung ihren Hausarzt aufsuchen, vergeht manchmal wertvolle Zeit – dann, wenn nach erster Sichtung eine MRT-Untersuchung erfolgt, deren Ergebnis wieder der Hausarzt erhält und es danach von einem Orthopäden begutachtet werden muss, bevor die chirurgische Behandlung beginnen kann.

Dazu gehört im Anschluss eine Rehabilitation – mit Trainingsübungen unter fachlicher Anleitung. Partner dafür ist der Physiotherapeut Holger Beckmann. Als Fußballer im TSV Bassum weiß er, welche Verletzungen auf dem Rasen möglich sein können.

Aber dass Betroffene so schnell wie möglich Hilfe suchen, dafür braucht es vor allem eines: Vertrauen. Als Netzwerker zwischen den Funktionsträgern ist Jürgen Schäfer dabei, Spartenleiter Fußball im TSV Bassum. „Wir haben zurzeit 26 Mannschaften im Sportbetrieb“, sagt Schäfer – und macht damit deutlich, wie viele Fußballer ein mögliches Verletzungsrisiko haben könnten.

Doch das ist es nicht allein, was Sportmediziner im Blick haben müssen. Dr. Christoph Lanzendörfer blättert in einem historischen Buch aus dem Jahr 1898, das sich bereits mit Verletzungen im Sportbereich beschäftigt – insbesondere mit Herzbeschwerden.

Denn genau die sind es, die sich als tückische – weil unerkannte – und schlimmstenfalls tödliche Belastung von Sportlern erweisen können. Eine typische Risiko-Situation: Ein Angestellter, der die meiste Zeit seines Arbeitslebens sitzend verbringt – dann aber plötzlich zu einem enorm kräftezehrenden Marathon startet.

Kann ich mir die Belastungen zumuten, die ich in meiner Wunsch-Sportart erbringen muss? Auch das ist eine Frage, die im Sportmedizinischen Zentrum in Bassum fundiert beantwortet werden soll. Regelmäßige Fortbildungen und Vorträge gehören dazu, so stellt Torsten Eggelmann klar: „Es wird sportmedizinisches Wissen für Laien erklärt sowie der Transfer auf die tägliche Lebenswelt.“ Erstattungen von Krankenkassen sind unter bestimmten Bedingungen möglich.

Eggelmann, Pflegefachkraft für mittleres Management, stellt als Zentrumskoordinator ebenso klar: Das nächste Zentrum dieser Art befindet sich unter Mitwirkung des ehemaligen Werder-Bremen-Arztes Dr. Götz Dimanski im Krankenhaus Links der Weser in Bremen.

„Der TSV Bassum verdient nicht monetär“, so Eggelmann. Das Zentrum biete eine Qualitätssteigerung für Sportler – weit über Bassum hinaus: Alle Sportler aus dem Kreis und darüber hinaus können es nutzen. Ab sofort.

tsv-bassum-sportmedizin.de

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