Kinder gehen im Naturbad auf Tauchstation

Ein paar Algen und Beine fremder Menschen

Jonathan spielt mit Vorliebe an dem kleinen Wasserlauf, der zu einem Planschbecken für Kinder führt. - Foto: Büntemeyer

Bassum - Von Heiner Büntemeyer. Obgleich beim Kinder- und Jugendschwimmfest der Eintritt im naturnahen Freibad Bassum kostenlos war, blieb der erwartete Besucherandrang aus. „Es sind nicht mehr Badegäste gekommen, als an normalen Badetagen“, bedauerte Bad-Betreiber Oskar Braun die geringe Besucherresonanz.

Dabei hatte sein Team ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet und auch wieder eine Tauchergruppe eingeladen, die die Kinder zum Schnuppertauchen einlud. In diesem Jahr kamen die beiden Taucherinnen aus Bremen und unternahmen mit insgesamt etwa 20 Kindern Tauchgänge. Zunächst im relativ flachen Becken, anschließend ging es in das zwei Meter tiefe Schwimmbecken.

Natürlich wurden die Kinder, bevor sie in Begleitung einer Taucherin abtauchten, ausführlich über das Verhalten unter Wasser informiert. „Das war etwas ungewohnt für mich, weil ich durch den Mund atmen musste“, berichtete später die elfjährige Emma. Sie hatte unter Wasser auch gucken können, hatte aber nur Algen und die Beine von fremden Menschen gesehen. „Aber das Tauchen hat Spaß gemacht“. Das bestätigte auch ihre Freundin Jana, die schon im vorigen Jahr am Schnuppertauchen teilgenommen hatte. Jana war in diesem Jahr an fast jedem Tag im Bad und freute sich schon auf das Wettschwimmen, das am späten Nachmittag noch veranstaltet wurde.

Monika Verhoeven, die im Bad als Badeaufsicht beschäftigt ist, hatte auch einen Rutschwettbewerb und eine Schatzsuche im Sandhaufen vorbereitet, während jüngere Besucher das Naturbad malen durften.

Aber auch Monika Verhoeven hätte sich über mehr Besucher gefreut. Zwar zeigte sich die Sonne immer mal wieder, aber es wehte ein ziemlich frischer Wind über das Gelände. „Wasser und Wind sind schlimmer als Wasser und Regen“, erklärte sie.

Schwimmfest im Naturfreibad Bassum

Aber den vierjährigen Jonathan Beckmann aus Twistringen störte das nicht. Er spielte an dem kleinen Wasserlauf auf dem Gelände, der in einen Planschteich für Kinder mündet. Seine Mutter Dagmar Beckmann unternimmt mit ihm häufiger Radtouren ins Naturbad, obgleich es in Twistringen ein Freibad gibt. Aber ihr gefällt das Konzept der Bassumer Anlage so gut.

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