60 Bassumer treffen Bürgermeister

Osterbinder haben lange Spielplatz-Wunschliste

Kinderwünsche für Spielgeräte nimmt Bürgermeister Christian Porsch (M.) entgegen.
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Kinderwünsche für Spielgeräte nimmt Bürgermeister Christian Porsch (M.) entgegen.

Es ist ein bisschen wie Weihnachten auf dem alten Spielplatz in Osterbinde. „Auf den Wunschzettel schreibt man ja auch immer ganz viel auf, aber bekommt nicht alles“, weiß Bürgermeister Christian Porsch. Mit Ortsvorsteherin Helma Schöpe und Ratsmitglied Kodjovi Kougblenou steht er inmitten einer großen, interessierten Runde: Kinderwünsche für die Neugestaltung des Areals will Christian Porsch persönlich entgegennehmen.

Bassum-Osterbinde – Rund 60 Einwohner sind gekommen – der jüngste sitzt noch im Kinderwagen. Der Bürgermeister ist beeindruckt: „Ganz viele Leute können ja nicht mehr im Dorf sein...“, mutmaßt er ob der geballten Bürgerpräsenz. Ortsvorsteherin Helma Schöpe verliest eine lange Liste von Wünschen, die weitere Einwohner ihr per Whatsapp oder E-Mail mitgeteilt haben. Eine Slackline mit Führungsleine gehört dazu, auch ein eingelassenes Trampolin. „Was ganz hoch im Kurs steht, ist ein Klettergerüst wie am Döhrener Weg“, fügt die Ortsvorsteherin hinzu.

Bassum unterhält 37 Spielplätze und stellt jährlich 30000 Euro für sie bereit

Kodjovi Kougblenou wirkt zufrieden. Auch ihm liegt die Neugestaltung am Herzen, er hat sogar schon einen Förderantrag gestellt: „Bei der LAG“, verrät er am Rande des Treffens. Die Landesarbeitsgemeinschaft Soziale Brennpunkte Niedersachsen fördert sogenannte Gemeinwesenprojekte. Auch wenn Osterbinde kein sozialer Brennpunkt ist: Kougblenou träumt von Spiel- und Bewegungsgeräten, die Kinder und Erwachsene nutzen können – vielleicht sogar für ein regelmäßiges Bewegungstraining.

„Wir sind sehr daran interessiert, unsere Spielplätze zu modernisieren“, betont Christian Porsch. Sage und schreibe 37 gibt es im Stadtgebiet, für deren Unterhaltung und Sicherung die Stadt bis zu 30 000 Euro jährlich bereitstellt. Mit Rolf Hartmann gebe es sogar einen Spielplatzfachmann, erfahren die Teilnehmer des Treffens – und genauso, dass bei der Gestaltung drei wichtige Kriterien im Fokus stehen: Attraktivität für jüngere und für ältere Kinder sowie Aufenthaltsqualität.

Ein Skaterpark kommt nach Bassum ‒ die Umsetzung dauert aber

Immer wieder macht sich der Bürgermeister Notizen. „Hab ich mir aufgeschrieben“, sagt er zu den von Helma Schöpe vorgetragenen Wünschen. Fast im Sekundentakt kommen aus der großen Bürgerrunde weitere dazu: Nestschaukel, Klettergerüst, Wippe, eine rollende Tonne und, und, und...

Eine Mutter wünscht sich einen Abenteuerspielplatz, eine andere eine schöne Sandkiste – möglichst mit Umrandung, „damit man sich auch mal draufsetzen kann“. Aus der Runde meldet sich ein Vater, Skaterplatz und BMX-Bahn schlägt er vor: „Das würde die Stadt ja attraktiver machen.“ Ein Skaterpark sei in Bassum schon geplant, antwortet Christian Porsch – und weiß: „Das ist nicht morgen fertig.“ Denn dafür müssen Fördermittel fließen.

Jugendlicher erklärt Bürgermeister Porsch, wie der Basketball-Korb wiederbelebt werden kann

Ein bisschen scheu nähern sich Alena und Moritz dem Bürgermeister. Sie haben aufgemalt, was sie sich wünschen – und überreichen nun ihre Bilder. Alenas Herz schlägt für ein Holzpferd. Genau das wünscht sich auch Felia. Die Kleinsten feiern derweil den Herbst, wühlen im Laub und füttern einen einsamen Papierkorb damit.

Derweil erklärt ein Jugendlicher dem Bürgermeister, wie man den betagten Basketball-Korb auf dem Spielplatz wieder nutzen kann: „Zwei Felder anlegen – einmal für Große und einmal für Kleine.“

Gespräch fällt kurz aufeingezäunten Freilaufplatz für Hunde

Schließlich tritt eine Frau mit Hund vor – und fragt nach dem eingezäunten Freilaufplatz, den Ortsvorsteherin Helma Schöpe schon ins Gespräch gebracht hatte (wir berichteten). „Im Prinzip spricht nichts dagegen“, meint der Bürgermeister. Allerdings müssten sich Menschen finden, die den Platz pflegen: „Das kann der Bauhof nicht leisten!“ Vielleicht könnte so ein Freilaufplatz über einen – noch zu gründenden – Verein betrieben werden. In jedem Fall müsste ein Bebauungsplan aufgelegt werden, so Porsch, es müsse ja ein Zaun gebaut werden. „Das ist eine Sache, die ein bisschen Zeit braucht, wenn sie denn politisch gewollt ist“. Will heißen: Über den Freilaufplatz muss noch entschieden werden.

Zufrieden packt Porsch am Ende die Zeichnungen von den Wunsch-Spielgeräten zusammen: „Wir haben eine ganze Menge Anregungen bekommen.“ Was davon realisiert werden kann, wird sich zeigen. Nur eines steht schon fest: Auch die Modernisierung braucht ihre Zeit.

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