Manuela Wilkens wird neue Diakonin

Endlich angekommen

Manuela Wilkens

Nordwohlde - Manuela Wilkens ist Leiterin der evangelisch-lutherischen Kindertagesstätte Arche Noah in Nordwohlde – und ab kommenden Sonnabend auch Diakonin. Um 15 Uhr wird die 32-Jährige aus Stuhr von Landessuperintendentin Dr. Birgit Klostermeier in der Kirche in Nordwohlde eingesegnet. Dazu einige Fragen.

Liebe Frau Wilkens, Sie sind ab Sonnabend offiziell Diakonin. Was ist das für ein Beruf?

Diakone sind in der evangelischen Kirche sowas wie eine Schnittstelle zwischen Sozialarbeit und Verkündigungsauftrag. Die Arbeitsfelder sind ganz unterschiedlich – manche arbeiten in der Sozial- und Bildungsarbeit, andere in pflegerischen oder erzieherischen Tätigkeiten, in der Verkündigung des christlichen Glaubens, in der Seelsorge oder Beratung. Die Ausbildung dauert drei bis fünf Jahre. Man benötigt als Qualifikation Vorerfahrungen in kirchlicher oder sozialer Arbeit und mindestens die Fachhochschulreife.

Zur Ausbildung gehört eine Doppelqualifikation: eine theologische und eine Ausbildung in einem staatlich anerkannten Sozial- oder Pflegeberuf. Als Diakon kann man in den unterschiedlichsten Einrichtungen und Bereichen der Pädagogik, der Sozialen Arbeit oder der Theologie arbeiten. Ob im Kindergarten oder in der Senioren- oder Bildungsarbeit, in Kirchengemeinden oder in der Gemeinwesendiakonie – in jeder Ausprägung ist es immer ein Dienst am Menschen, von klein bis groß, im Zusammenhang mit dem christlichen Glauben.

Sie sind Leiterin einer evangelischen Kindertagesstätte und haben die Ausbildung zur Diakonin gemacht. Wie sind Sie darauf gekommen?

Ich habe nach meiner Konfirmation in meiner Heimatkirchengemeinde in Weyhe begonnen, ehrenamtlich mitzuarbeiten – zunächst im Kindergottesdienst und in einer Kindergruppe. Im Laufe der Jahre kamen Projekte dazu: Kinderbibeltage, Familien- und Jugendgottesdienste, Kinder- und Konfirmandenfreizeiten, verschiedene Kindergruppen, Ferienaktionen. Da war es logisch und naheliegend für mich, eine Ausbildung zur Erzieherin zu machen. Dabei merkte ich aber, dass ich noch mehr will – gerade in Bezug auf die religiösen Themen und Inhalte. Im Laufe meiner ehrenamtlichen Tätigkeit für die Kirche ist mein Glaube gewachsen. Außerdem hatte ich während der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen tolle Vorbilder in der Kirchengemeinde, die mich stark beeinflusst und unterstützt haben.

Was wird in Ihrem (beruflichen) Leben nach dem 21. Mai anders werden?

Beruflich gesehen nicht so viel. Ich werde auch weiterhin als Kita-Leiterin tätig sein. Das Wichtigste, was sich für mich ändert, ist, dass ich mich endlich offiziell Diakonin nennen darf. Nach Abschluss der Hochschule bin ich rein formal Diplom-Religionspädagogin; erst durch die Einsegnung der Landessuperintendentin darf ich den Titel Diakonin tragen. Dieser Akt hat für mich persönlich etwas von „Ankommen“. Und darauf habe ich lange hingearbeitet! - miu

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