THW-Bassum im Katastrophengebiet

Fluthelfer berichten: „Noch immer wird Hilfe an allen Ecken gebraucht“

Niklas Mock fotografiert und dokumentiert so Flutschäden.
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Zerstörungen durch die Flut: Niklas Mock dokumentiert den Katastrophenschutzeinsatz vor Ort.

Aus ganz Deutschland kommt Hilfe in die Gebiete, in denen die Flut gewütet hat. Auch aus dem THW Bassum sind einige Helfer mit dabei und berichten.

Bassum/Swisttal/Euskirchen – Einsatzstufe eins. Das Technische Hilfswerk (THW) Bassum ist in Alarmbereitschaft. In dieser Woche waren drei Helfer aus Bassum im Kastastropheneinsatz im Raum Swisttal und Euskirchen (NRW). Das berichtet Mario Gerken. Der Bassumer THW-Ortsbeauftragte ist seit 26 Jahren beim Katastrophenschutz.

Ein Helfer ist im Einsatznachsorgeteam, zwei sind im Media-Team des THW im Katastrophengebiet unterwegs: Niklas Mock und Jasmin Kolschen. Ihr Einsatz endete am Freitag.

Jasmin Kolschen war im Katastrophengebiet auch mit der Kamera im Einsatz.

„Die Lage ist sehr dynamisch“, erzählt Mock auf Anfrage dieser Zeitung bereits am Donnerstag. Kurzfristig könnten sich die Umstände ändern. Der Auftrag von Mock und Kolschen ist es, den Einsatz des THW zu dokumentieren. „Wir machen Bilder von den Großgeräten, den Räummaschinen, den Zerstörungen“, sagt Mock.

Die aktuelle Lage zeige, dass die standardisierte Ausbildung im THW wirke, berichtet Kolschen. „Alle THW-Fachkräfte, aus allen Ecken und Bereichen Deutschlands, kommen zusammen und arbeiten, ohne sich zu kennen, Hand in Hand.“ Die Zerstörungen vor Ort seien immens. „Wir können uns selbst beim Betrachten der verwüsteten Ortschaften nicht ansatzweise vorstellen, was hier in der letzten Woche passiert ist. Die Anwohner sind einfach nur froh und dankbar, dass sie Hilfe bekommen“, sagt Kolschen.

THW Bassum bietet in allen erdenklichen Lagen Hilfe an

Das THW biete momentan in allen erdenklichen Lagen Hilfe an. Dies reiche von der klassischen Bergung und Beräumung von Wegen und Flüssen bis hin zur Stromerzeugung. Ebenso sind Fachkräfte in der Aufbereitung und Verteilung von Trinkwasser aktiv oder kümmern sich um die Bereitstellung und Versorgung der Einsatzkräfte in den Bereitstellungsräumen des THW.

Das Media-Team komme dabei immer dann zum Einsatz, wenn die Fähigkeiten eines einzelnen Beauftragten für Öffentlichkeitsarbeit nicht mehr ausreichten. „In solchen Lagen werden wir alarmiert, um im Team den Einsatz medial aufzuarbeiten und darzustellen“, sagt Kolschen.

Sie und Mock übernehmen im Speziellen Einsatzdokumentation, Betreuung von Pressevertretern und Öffentlichkeitsarbeit. „Noch immer wird die Hilfe an allen Ecken gebraucht. Viele Menschen haben ihr Hab und Gut verloren, einige sogar ihr komplettes Haus. Viele Ortschaften haben keinen Strom, Wasser oder Abwasser mehr. Somit wird der Einsatz für die Kräfte noch mehrere Wochen weitergehen“, schildert Kolschen.

Gegenseitige Unterstützung beeindruckt Fluhelfer aus Bassum

Es sei beeindruckend, wie sich die Menschen unterstützen. „Die Anwohner in den betroffenen Gebieten halten zusammen. Jeder hilft, wo er nur kann. Die Leute fahren mit dem Müll und Unrat zu den Sammelstellen oder versorgen die Betroffenen und Helfer mit Essen und Trinken“, berichtet Kolschen. Sogar Apotheken stellten kostenlos medizinische Produkte zur Verfügung.

Weitere THW-Kräfte aus den Ortsverbänden Bassum, Achim, Hoya, Sulingen und Verden starteten gestern in Garbsen mit dem Ziel Bereitstellungsraum Nürburgring. 114 Zelte bringen sie dorthin und erweitern das Camp auf dem Nürburgring. Von dort wird der Einsatz koordiniert.

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