Ausschüsse verabschieden ersten Schritt des Bedarfsplans

Neues Feuerwehrhaus in Bramstedt „der richtige Weg“

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Aus dem Feuerwehrhaus soll eine Krippe werden.

Bassum - Von Julia Kreykenbohm. Zwei Ausschüsse in einer Sitzung. Die einen Mitglieder stimmen mit gelben Kärtchen ab, die anderen mit blauen, damit klar ist, wer zur Öffentlichen Sicherheit und Ordnung und wer zu Soziales und Familien gehört. Doch am Ende sind sie sich einig: Der erste Schritt des Feuerwehrbedarfsplans soll so umgesetzt werden, wie es die Verwaltung vorgeschlagen hat. Das heißt konkret: 2020 beziehungsweise 2021 bekommt die Feuerwehr Bramstedt ein neues Feuerwehrhaus nach dem Vorbild von Apelstedt.

Wo das stehen soll, ist noch nicht raus, aber die Verwaltung verhandelt gerade mit einem Grundstückseigentümer. Im Gespräch ist eine Summe von 130 000 Euro. In das alte Feuerwehrhaus zieht die neue Krippe ein. Damit stehen den Kindern 206 Quadratmeter zur Verfügung, plus 40 Quadratmeter, die durch einen Anbau gewonnen werden. In dem Bewegungsraum in dem Gebäude finden maximal 25 Kinder Platz. Noch in diesem Jahr wird das Feuerwehrhaus in Wedehorn erweitert, und 2021 ist Dimhausen dran (wir berichteten).

„Was wir hier in 45 Minuten vortragen, ist das Ergebnis vieler Gespräche“, erläuterte der Erste Stadtrat Norbert Lyko. Gespräche mit der Feuerwehrunfallkasse (FUK) und auch den Feuerwehrleuten. Bei diesen habe man teilweise „kämpfen müssen“, räumte Lyko ein, denn die Helfer haben sich den Anbau etwas größer gewünscht, als die Verwaltung es vorsieht. Diese muss nämlich auch auf die Finanzen der Stadt gucken, die durch den Bedarfsplan selbst in der abgespeckten Variante sehr belastet werden. 

Feuerwehrleute wollen viel Eigenleistung einbringen

Allein der Neubau in Bramstedt wird auf 700.000 Euro geschätzt. Dazu kommen die Herstellung der Außenflächen und der Erwerb des bis zu 6 .000 Quadratmeter großen Grundstücks. Aber man habe einen Kompromiss gefunden, freute sich Lyko. „Die Feuerwehrleute haben erklärt, viel in Eigenleistung für ihr neues Haus erbringen zu wollen. Die Kosten, die dadurch eingespart werden, sind wir bereit, in den Anbau zu stecken, sodass dieser größer wird. Wir sind gespannt, was daraus wird. Diese Einsparung muss sich natürlich auf dem Papier niederschlagen und nachprüfbar sein.“

Als den „richtigen Weg“, bezeichnete CDU-Mitglied Carsten Leopold den ersten Schritt des Feuerwehrbedarfsplans. „Was wir heute beschließen, muss für die nächsten 40 Jahre gelten. Ich bitte darum, auch weiterhin Hinweise der Feuerwehrleute bei der Umsetzung ernstzunehmen.“ Lob gab es auch vonseiten des Bürgerblocks, der den Plan als „sinnvoll“ und „gut durchdacht“ bezeichnete, sowie von den Grünen.

Engere Verzahnung zwischen den Wehren geplant

Helma Schöpe (SPD) erinnerte daran, dass das Feuerwehrhaus in Apelstedt auf einem großen Grundstück errichtet wurde, und wollte wissen, ob es nicht sinnvoll sei, die Wehr mit Wedehorn zusammenzulegen, anstatt noch mal soviel Geld zu investieren.

Stadtbrandmeister Theo Garrelts erklärte, dass dies aus zwei Gründen keine gute Idee wäre. Zum einen sei die Entfernung zu groß, und zum anderen seien die Feuerwehrleute aus Wedehorn gegen diese Zusammenlegung. Nichtsdestotrotz werde es eine engere Verzahnung zwischen den Wehren geben, wie zum Beispiel durch eine gemeinsame Jugendfeuerwehr.

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