Stadtbildprägendes Großprojekt

Neuer Verbrauchermarkt und 46 Wohnungen: Startklar für mehr Leben in der Bassumer Innenstadt

Daumen hoch für sonnige Zeiten in der Bassumer Innenstadt: Auf dem großzügigen Gelände nahe der alten Volksschule (links, heute ein Ärztehaus) und dem historischen Hotel Stadt Bremen (heute Restaurant Rhodos) kann das Bauprojekt mit Combi-Verbrauchermarkt und 46 Wohnungen verwirklicht werden. Darüber freuen sich (v.l.) Bürgermeister Christian Porsch, Investor Michael Maas, Architekt Jens Meyer und Projektberater Carsten Rubbert.
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Daumen hoch für sonnige Zeiten in der Bassumer Innenstadt: Auf dem großzügigen Gelände nahe der alten Volksschule (links, heute ein Ärztehaus) und dem historischen Hotel Stadt Bremen (heute Restaurant Rhodos) kann das Bauprojekt mit Combi-Verbrauchermarkt und 46 Wohnungen verwirklicht werden. Darüber freuen sich (v.l.) Bürgermeister Christian Porsch, Investor Michael Maas, Architekt Jens Meyer und Projektberater Carsten Rubbert.

Darauf haben die Bassumer lange warten müssen: An der Sulinger Straße soll ein Verbrauchermarkt eröffnen. Möglich macht das Investor Michael Maas. Zusätzlich sollen 46 Wohnungen gebaut werden.

Bassum – Läuft alles nach Plan, dann herrscht im Herbst 2023 wieder deutlich mehr Leben in der Bassumer Innenstadt. Dann soll der lichtdurchflutete Gebäudekomplex mit dem neuen Combi-Verbrauchermarkt und 46 Wohnungen fertiggestellt sein. Investor Michael Maas lässt ihn auf dem Areal an der Sulinger Straße/Querstraße errichten.

Eine unverzichtbare Voraussetzung dafür hat der Stadtrat am Mittwoch in einer Sondersitzung geschaffen: Der Beschluss für die notwendige Bebauungsplan-Änderung war einstimmig. Deshalb kann Michael Maas noch in diesem Jahr den Bauantrag stellen – und der Bau des Großprojektes Mitte des nächsten Jahres beginnen. Den Ratsmitgliedern und auch der Stadtverwaltung ist er zutiefst dankbar für diese Weichenstellung – und sich mit Bürgermeister Christian Porsch einig: „Das hat wirklich super geklappt!“

Mehr Leben und mehr Lebensqualität

Will heißen: In einem partnerschaftlichen Kreativprozess wollen alle Beteiligten ein gemeinsames Ziel verwirklichen: Mehr Leben – und mehr Lebensqualität – im Herzen der Bassumer Innenstadt. Jens Meyer, Architekt und Geschäftsführer der DB-Bau in Löningen, hat diesem Ziel bereits Gestalt gegeben. Seinen Plänen zufolge werden auf dem fast 7 000 Quadratmeter großen Gelände an der Sulinger Straße/Querstraße rund 2 500 Quadratmeter bebaut. In dem dreigeschossigen Gebäudekomplex entsteht im Erdgeschoss der Verbrauchermarkt mit dem klassischen Combi-Sortiment, darüber liegen 46 Wohnungen. Charakteristisch für den Neubau: viel Licht, viel Glas. „Die Wohnungen entstehen in U-Form“, erläutert Jens Meyer, „so kann ein Innenhof für die Gemeinschaft entstehen“.

Die Wohnungen haben unterschiedliche Größen und sind so zugeschnitten, dass sie sowohl für Singles als auch Senioren sowie Familien mit Kindern geeignet sind. Denn sie sind zwischen 42 und 85 Quadratmeter groß, eine umfasst 120 Quadratmeter. „Jede hat einen Balkon oder eine Terrasse“, erläutert der Architekt. Eine Dachbegrünung sowie nachhaltige und klimaschonende Energieversorgung sind ebenso Teil des Konzepts. Zu den Wohnungen gehören insgesamt 60 Stellplätze, die in einer Tiefgarage entstehen.

Harmonisch soll sich der Gebäudekomplex in die städtebauliche Struktur der Bassumer Innenstadt einfügen – in guter Nachbarschaft sowohl zur historischen Bebauung (wie der alten Volksschule oder dem ehemaligen Hotel Stadt Bremen) als auch zur zeitgenössischen Architektur des Modehauses Maas. Es ist ein neues, pulsierendes Zentrum für Wohnen, Leben und Handel, das die Innenstadt bereichern soll.

125 neue Parkplätze sind geplant

Und dass auch ausreichend Platz für motorisierte Kunden bieten will: 125 neue Parkplätze sind geplant. Ein Großteil dieser Stellplätze entsteht im direkten Anschluss an den schon bestehenden Großparkplatz (Querstraße). Das kleine Flachdach-Gebäude, in dem sich heute noch eine Spielothek befindet, wird abgerissen.

Auch an der Sulinger Straße sind einige Parkplätze geplant. Aus gutem Grund: „Es gibt zwei Eingänge, einen von der Querstraße und einen von der Sulinger Straße“, erläutert Michael Maas.

Wie hoch sind die Baukosten? „Das können wir jetzt noch nicht sagen“, antwortet der Investor, denn das hänge natürlich von den Preisentwicklungen in der Baubranche ab. Hintergrund: Die Preise für Baumaterial waren in nur einem Jahr – insbesondere beim Bauholz – förmlich explodiert. Ob und wann sich die Lage entspannt, bleibt abzuwarten.

Der Investor und sein Architekt sind jedenfalls froh, dass die bauplanungsrechtlichen Voraussetzungen für das Großprojekt so schnell und problemlos geschaffen werden konnten. Jens Meyer weiß aus Erfahrung: „Das kommt nicht so häufig vor.“

Für die Sulinger Straße, Haupteinkaufsmeile in der Bassumer Innenstadt, ist es das größte Bauprojekt seit mindestens einem Jahrzehnt – sprich seit dem Bau des Alten Amtshofes mit seinen Wohn- und Geschäftsflächen. Gut möglich, dass sich für leer stehende Geschäfte dort künftig mehr Investoren interessieren – im Sog des neuen Wohn- und Einkaufszentrums von Michael Maas. Es gebe bereits Anfragen, signalisiert Bürgermeister Christian Porsch.

Finanziellen Rückenwind gibt es vom Land

Finanziellen Rückenwind vom Land gibt es auch: Aus dem neuen Sofortprogramm „Perspektive Innenstadt“ kann Bassum einen Betrag von insgesamt 345 000 Euro erwarten – nach und nach als Zuschuss für Projekte in der Innenstadt, wenn sie nachhaltig sind und den Klimaschutz erfüllen. Wo dieses Geld sinnvoll eingesetzt werden kann, darüber soll nun in der Wirtschaftsförderungs- und Stadtentwicklungsgesellschaft (Wiseg) und im Arbeitskreis Innenstadt beraten werden.

Zurück zum neuen Großprojekt. Wenn der Combi-Markt in Bassum seine Türen öffnet, dürfte das ältere Bassumer Bürger an längst vergangene, gute Zeiten erinnern: an das ES-Kaufhaus, Kafu, Jute, Woolworth und mehr: Alle boten im Lauf der Jahrzehnte an der Sulinger Straße ihre Sortimente an.

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