Umbauarbeiten am Jugendhaus sind im vollen Gange

Das neue Fönix: „Gemütlich und schick“

Die Mitarbeiter der Firmen Niemann Trockenbau (links) und Bremer Haustechnik (rechts) verpassen dem Jugendhaus Fönix einen neuen Look. - Fotos: Kreykenbohm

Bassum - Von Julia Kreykenbohm. Im Jugendhaus Fönix herrscht grad ordentlich Rabatz in der Bude. Doch das liegt keinesfalls an den Jugendlichen, sondern an den Mitarbeitern der Firmen Bremer Haustechnik und Niemann Trockenbau aus Bassum. Denn die sind eifrig dabei, dem Jugendhaus ein völlig neues Innenleben zu geben. Im vergangenen Jahr gab es bereits ein neues Dach und neue Fenster, damit keine Feuchtigkeit mehr einziehen kann. Seit Mai dieses Jahres geht es buchstäblich ans Eingemachte.

Den neuen Look fasst Streetworker Andreas Storn in drei Worten zusammen: „Gemütlich und schick.“ Um diesen Effekt zu erzielen, bedarf es mehrerer Änderungen. So sind zum Beispiel Akustikdecken eingebaut worden, um das unangenehme Hallen zu vermeiden. Sitzecken sollen an verschiedenen Stellen zum Niederlassen und Quatschen einladen.

Die Mitarbeiter des Fönix bekommen ein richtiges Büro mit einem großen Besprechungsraum, wo die Jugendlichen in aller Ruhe mit ihnen über Dinge reden können, die sie nur im Vertrauen erzählen möchten. Die Türen werden vergrößert, damit auch Gäste im Rollstuhl das Jugendhaus problemlos besuchen können. Der Eingangsbereich, der vorher eher einen düsteren Charakter hatte, ist durch ein großzügiges Fenster in der Decke bereits deutlich heller. Dort, wo vorher die Theke stand, wird ein Platz geschaffen, an dem Taschen aufbewahrt werden können.

Die alte Theke kommt in den großen Veranstaltungsraum. „Hier werden neue Lampen in die Wände integriert“, erläutert Storn. Zudem unterteilen Regale den Raum, um den „Hallencharakter“ zu verhindern und stattdessen für Gemütlichkeit zu sorgen.

Links durch die Tür, geht es in den einzigen Raum, in dem zurzeit noch Programm für die Jugendlichen angeboten werden kann. „Wir suchen gerade nach Ausweichmöglichkeiten“, erläutert Storn. „Mal schauen, ob das klappt. Wir wollen so wenig Schließungen wie möglich.“

Die jungen Besucher sitzen an mehreren Tischen vor Computern, die aus dem ehemaligen Computerraum herübergeschafft wurden, da dieser auch komplett neu gemacht wird. „Dieses Zimmer war früher ein Proberaum und dann Rumpelkammer“, so Storn. Dort entsteht der neue Werk- und Bastelraum, der aber auch als Sitzungszimmer genutzt werden kann – nicht nur von den Jugendlichen. „Wir sind ein offenes Haus“, so Storn. Der Bastelraum war ein Wunsch der jungen Besucher, den sie im Jugenddialog mit der Stadt geäußert hatten. Zudem wollten sie, dass das Jugendhaus von Außen auch als solches zu erkennen ist. „Das Schild dafür ist in Arbeit“, versichert Storn.

Seine Kollegin Hilke Bald freut sich über die vielen neuen Möglichkeiten, die das Fönix bald haben wird. „Die Kinder können verschiedene Bereiche nutzen. Es wird Räume geben, wo sie entspannen und reden können oder spielen und kreativ sein – und das alles in einer hübschen, geordneten und strukturierten Umgebung, die auch Wertschätzung ausdrückt.“ Auch gemeinsames Kochen – ebenfalls ein Wunsch der Jugendlichen – wird bald möglich sein, da die Küche neu strukturiert wird. „Wir bekommen Arbeitsflächen und einen zweiten Backofen.“

Mehr als 100 000 Euro lässt sich die Stadt Bassum den kompletten Umbau kosten. Sobald nun die Decken und Wände fertig sind, kommen Tischler und Maler, wobei Letztere auch der Fassade einen neuen Anstrich verpassen. „Uns ist es wichtig, dieses freie Angebot zu machen für all die Kinder, die nicht den Weg in die Vereine finden“, erläutert Bürgermeister Christian Porsch. „Wir hoffen, es wird gut angenommen.“ Ende des Jahres sollen dann die Arbeiten abgeschlossen sein.

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