Grausige Entdeckung

Hund springt über den Zaun und beißt zwei Schafe tot

Eines der toten Kamerun-Schafe von Familie Bothe aus Neubruchhausen.
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Eines der toten Kamerun-Schafe von Familie Bothe aus Neubruchhausen.

Als Heinrich Bothe am Sonntagnachmittag seine Kamerun-Schafe auf der Weide in Neubruchhausen besuchen will, wundert er sich schon von Weitem. Schafe liegen nicht einfach rum, wenn, dann knien sie. „Da stimmt was nicht“, denkt er noch. Da hört er ein Geräusch aus dem Stall.

Neubruchhausen – Ein Hund war kurz zuvor über den Zaun gesprungen und hat zwei der sieben Schafe gerissen. Das zweite tote Schaf liegt im Stall. „Ein weiteres ist verletzt worden. Zum Glück nicht so schwer“, sagt Renate Bothe. „Wenn mein Mann nicht dazugekommen wäre, wer weiß, wie viele Tiere der Hund noch gerissen hätte.“

Die übrigen Tiere seien völlig verängstigt gewesen. „Unser Bock ist durch den Zaun gegangen. Den mussten wir zu allem Überfluss auch noch einfangen.“ Der Hund sei dann wieder über die Einzäunung gesprungen und weggelaufen.

Nachdem der erste Schock verdaut ist, machen sich Bothes auf die Suche nach dem Verursacher. Sie posten ein Bild der toten Schafe in der Facebookgruppe Neubruchhausen.de und bitten um Hinweise auf den unbekannten Hund. Außerdem alarmieren sie die Polizei und erstatten Anzeige.

Geschädigte machen den Hund ausfindig

Die Beamten schicken am Dienstagnachmittag eine Pressemeldung raus mit der Bitte um Hinweise. Da hat Renate Bothe den Hund allerdings schon selbst ausfindig gemacht. Der Hinweis kommt von Nachbarn. „Ich bin da hingefahren, habe gefragt, ob ich den Hund fotografieren darf und habe meinem Mann das Foto gezeigt“, erzählt sie. „Er hat das Tier sofort wiedererkannt.“ Bothe ist zuversichtlich, dass sie sich mit den Haltern einigen werden – wobei nur der monetäre Schaden in Höhe von 200 Euro im Raum stehe. Der ideelle wiege weitaus schwerer, könne aber kaum gutgemacht werden. Schließlich hängen Bothes an den Tieren – und auch der Schreck stecke ihnen noch in den Knochen.

So ganz mag die Angst noch nicht weichen. Bothes sorgen sich, dass der Hund wiederkommt. „Was, wenn er wieder über den Zaun springt?“ Vielleicht sei er gerade nun auf den Geschmack gekommen.

Ihr Appell an alle Hundehalter: Hunde gehören draußen an die Leine. Wer sie auf seinem Grundstück unbeaufsichtigt lässt, sollte über ein eingezäuntes Grundstück verfügen und dafür sorgen, dass das Tier dieses Hindernis nicht überwinden kann.

„Läuft ein Hund unbeaufsichtigt im Wald oder auf Feldern herum, stöbert ein Hund Wild nach, hetzt oder reißt er die Tiere, so liegt eine Ordnungswidrigkeit vor“, heißt es im Landesjagdgesetz. Die zuständige Behörde kann ein Bußgeld verhängen.

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