Kommunalwahl 2021

Kandidaten für Neubruchhausen gesucht

Neubruchhausen wird zurzeit durch Hendrik Bülter im Rat vertreten. Der scheidet im Herbst aus. Nun wird ein neuer Kandidat gesucht...
+
Neubruchhausen wird zurzeit durch Hendrik Bülter im Rat vertreten. Der scheidet im Herbst aus. Nun wird ein neuer Kandidat gesucht.

Wenn der Ortsvorsteher Hendrik Bülter bei der Kommunalwahl im Herbst nicht wieder kandidiert, sitzt kein Neubruchhauser mehr im Stadtrat Bassum. Das soll nicht passieren, sagen Raimund Schrader, Kai Uwe Bohn und Maik Dannemann. Sie haben sich deswegen etwas überlegt.

  • Auch im nächsten Stadtrat Bassum soll ein Neubruchhauser vertreten sein.
  • Raimund Schrader, Kai Uwe Bohn und Maik Dannemann suchen nach Kandidaten.
  • Die drei wollen Interessierte nach Kräften unterstützen.

Neubruchhausen – Wer im Bassumer Stadtrat sitzt, kann mitentscheiden und mitgestalten. In so ziemlichen allen Lebensbereichen, die die Menschen vor Ort betreffen. Und genau deswegen finden Raimund Schrader, Kai Uwe Bohn und Maik Dannemann es wichtig, dass mindestens auch ein Neubruchhauser in diesem Gremium einen Platz einnimmt. Ihr Heimatort soll eine Stimme haben.

Aus diesem Grund rühren sie gerade auf sämtlichen Kanälen im Internet die Werbetrommel und sprechen Mitbürger an, ob sie sich nicht vorstellen können, zu kandidieren.

„Unser Ortsvorsteher Hendrik Bülter hat bereits erklärt, bei der Kommunalwahl im Herbst nicht wieder antreten zu wollen. Mit ihm verlieren wir den einzigen Neubruchhauser im Rat“, erläutert Bohn. Das ist ein Verlust, weiß Maik Dannemann, der selbst 15 Jahre im Rat saß und erlebt hat, wie man als Kommunalpolitiker die Möglichkeit hat, etwas zu bewegen und Dinge zu beeinflussen. „Man sieht, wie vor Ort etwas passiert, beispielsweise bei der Entwicklung eines Baugebiets, aber auch bei Entscheidungen über Krippen und Schulen. Das ist dann schon ein tolles Gefühl.“

Resonanz ist noch verhalten

Bisher sei die Resonanz auf den Aufruf noch etwas verhalten. „Wir haben eventuell zwei Kandidaten, die es sich vorstellen können, aber sie überlegen noch“, sagt Bohn. Er, Schrader und Dannemann möchten selbst zwar nicht kandidieren – aber einfach nur jemanden auffordern nach dem Motto „Mach du mal!“, wollen sie auch nicht. „Wir lassen denjenigen, der sich meldet, nicht allein“, versichert Dannemann.

Der Kandidat oder – das wäre ihnen fast noch lieber – die Kandidatin, bekommt, sofern er oder sie das möchte, mit dem Trio ein richtig kleines Wahlkampfteam an die Seite. „Wir sind stolz, hier zu wohnen und wollen unseren Ort nach vorne bringen. Darum möchten wir den Interessenten unterstützen, ganz egal welcher Partei er sich verbunden fühlt.“

So könnte der Kandidat von Dannemanns langjähriger Erfahrung in der Kommunalpolitik profitieren, und Bohn und Schrader wollen dabei helfen, sich ein Netzwerk aufzubauen und Kontakte im Ort zu knüpfen. „Man muss auch keiner Partei angehören, um in den Rat zu kommen“, weiß Dannemann. „Wenn die Partei das erlaubt, kann man sich über ihre Liste wählen lassen. Hendrik Bülter war zunächst auch kein CDU-Mitglied, sondern ist über deren Liste in den Rat gekommen.“ Auf eine Wählerliste für Neubruchhausen haben sie bewusst verzichtet, denn dafür gebe es ja schon den Bürger-Block.

Kandidat soll an die ganze Kommune denken

Und was sollte ein Neubruchhauser Kandidat mitbringen? „Er muss natürlich Interesse an der Kommunalpolitik haben, offen, interessiert, kommunikativ und geduldig sein“, zählt Dannemann auf. „Und auch, wenn er für Neubruchhausen in den Rat geht, sollte er nicht nur an den Ort denken, sondern an die ganze Kommune. Denn was gut für Bassum ist, ist auch gut für Neubruchhausen.“ Natürlich koste dieses Ehrenamt Zeit. Aber dafür bringe es auch Spaß, und man bekomme eine Aufwandsentschädigung.

„Wir finden es auch wichtig, ein Ratsmitglied aus Neubruchhausen zu haben, um einen regen Informationsaustausch zwischen Politik und Ort zu gewährleisten. Anders als der Ortsvorsteher, der als Bindeglied zwischen Ort und Verwaltung fungiert und von der Fraktion bestimmt wird, die die meisten Stimmen im Ort geholt hat“, erläutert Bohn und lädt gemeinsam mit Schrader und Dannemann alle Interessierten ein, sich einfach mal zu melden. Selbst, wenn sie noch nicht ganz sicher sind, ob sie kandidieren wollen. „Dann kann man sich treffen und einfach mal schnacken. Nichts von diesen Gesprächen wird nach außen dringen.“ Es muss sich also niemand Sorgen machen, dass am nächsten Tag ganz Neubruchhausen weiß, wer sich eine Kandidatur vorstellen könnte.

Wichtig ist, dass sich bald jemand meldet, denn auch wenn die Wahl erst im September ist, müssen sich Interessierte bis zum 22. Mai gemeldet haben. „Politik lebt vom Mitmachen. Wir brauchen Leute, die sich engagieren“, betont Bohn.

... und Raimund Schrader (von links), Kai Uwe Bohn und Maik Dannemann wollen helfen. Dieses Bild entstand im Sommer vor dem Lockdown. Archiv

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Perfekt für den Frühling: Weinpaket „Grün, Grüner, Veltliner“

Perfekt für den Frühling: Weinpaket „Grün, Grüner, Veltliner“

Trotz großem Kampf gegen Man City: Aus für den BVB

Trotz großem Kampf gegen Man City: Aus für den BVB

Smartes Housekeeping: Haushaltshilfe einfach online buchen

Smartes Housekeeping: Haushaltshilfe einfach online buchen

Bindung zu Ihrem Hund stärken – Jetzt kostenlos an einem Online-Kurs teilnehmen

Bindung zu Ihrem Hund stärken – Jetzt kostenlos an einem Online-Kurs teilnehmen

Meistgelesene Artikel

Keine kostenlosen Tests im Twistringer Zentrum

Keine kostenlosen Tests im Twistringer Zentrum

Keine kostenlosen Tests im Twistringer Zentrum
Mitarbeiter des Syker Finanzamtes gesteht: Millionen verzockt

Mitarbeiter des Syker Finanzamtes gesteht: Millionen verzockt

Mitarbeiter des Syker Finanzamtes gesteht: Millionen verzockt
Landkreis Diepholz zieht keine Notbremse

Landkreis Diepholz zieht keine Notbremse

Landkreis Diepholz zieht keine Notbremse
Spatenstich für 40 Meter-Hochregallager im Mai geplant

Spatenstich für 40 Meter-Hochregallager im Mai geplant

Spatenstich für 40 Meter-Hochregallager im Mai geplant

Kommentare