Heimatverein appelliert an alle Einwohner: Tut etwas für Insekten

Neubruchhausen blüht auf

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Vorsitzender Hans-Hermann Schrader (r.) begrüßt Katja Purnhagen und Jens Dittrich, die Pläne für eine Umsetzung der Aktion „Neubruchhausen blüht auf“ vorstellen.

Neubruchhausen - Von Heiner Büntemeyer. Schon der Rückblick auf die ersten fünf Monate, die der neue Vorstand des Heimatvereins Neubruchhausen im Amt ist, veranlasste den Vorsitzenden Hans-Hermann Schrader zu der Feststellung: „Es geht voran“. Der Blumengruß an den Ortseingängen, für den Hermann Kleinschmidt und die „Rentnergang“ gesorgt hatten sowie ein neues Layout mit dem Slogan „Gemeinsam für unser Dorf“ seien dafür nur erste Anzeichen.

Zu den Gästen bei der Jahreshauptversammlung in der Alten Oberförsterei zählten auch Jens Dittrich und Landschaftsplanerin Katja Purnhagen.

Aus gutem Grund, wie sich später zeigte. Doch zunächst stellte Schrader die Pläne des Heimatvereins für den Rest des Jahres vor.

Noch bis zur Messe AktiBa soll die Beschilderung der Wanderwege erneuert werden.

Konzert unter freiem Himmel

Am 12. Mai ist von 10 bis 13 Uhr eine Blumen-Aktion geplant. Dann bietet der Heimatverein allen Bürgern eingetopfte Sommerblumen an und bestückt die Blumenkästen an den Ortseingängen mit Sommerblumen.

Gespannt ist der Vorstand auf die Resonanz auf ein Konzert unter freiem Himmel, das am 31. August um 20 Uhr an der Alten Oberförsterei beginnt und zu dem eine CCR-Revival-Band engagiert wurde.

In der Alten Oberförsterei zeigt Wilhelm Schrader im Frühherbst im Rahmen eines Bunten Nachmittags neue alte Dias und Fotos von Neubruchhausen und Umgebung.

In enger Absprache mit den örtlichen Vereinen ist ein Weihnachtsmarkt geplant.

Ortsvorsteher Hendrik Bülter lobte die schon geleistete Arbeit und ist gespannt darauf, wie die vorgestellte Planung in der Bevölkerung ankommt. „Den neuen Slogan habt ihr schon jetzt genau getroffen“, erklärte er.

Wanderwege und Bepflanzungen

Schatzmeister Albert Heitmann legte den Kassenbericht vor, der auf der Einnahmeseite auch eine Spende einer Neubruchhauser Bürgerin in Höhe von 1 000 Euro aufweist. Die Gesamtbilanz sorgte für Optimismus hinsichtlich der Umsetzung weiterer Pläne unter dem Motto „Neubruchhausen blüht auf“.

Zunächst stellte Katja Purnhagen eine Planung für das Gelände um die Oberförsterei mit einem „Hortensienhügel“ und dem „Buschkett“ vor.

Sie beließ es nicht mit den Entwürfen, sondern zeigte auch die von ihr vorgesehenen Blumen und Sträucher im Bild. „Lebendigkeit unter alten Bäumen“ sei ihr ein Leitmotiv gewesen.

Aber es sei ihr auch darum gegangen, mit den Pflanzen einen Lebensraum zu schaffen, der Bienen und anderen Insekten sowie den Vögeln Nahrung bietet.

Der geplante „Hortensienhügel“ wird im Kreuzungsbereich zur Hache entstehen. Dort muss der Boden vorbereitet und leicht erhöht werden.

Die bisher schon eingesetzten Narzissen und andere Frühblüher möchte Purnhagen, wenn sie in den Pflanzkästen ausgeblüht sind, auf dem Rondell vor dem Eingang zur Oberförsterei einsetzen.

Weitere Pläne stellte Jens Dittrich vor, der in der Bassumer Agendagruppe mitarbeitet. Gemeinsam mit Gerda Lüdeke und Hans-Hermann Schrader hat er entlang der Neubruchhausen-Hallstedter Wanderwege zahlreiche kleinere Plätze entdeckt, die jeder für sich ein kleines Biotop bilden, wenn sie mit den richtigen Pflanzen, vor allem natürlich bienenfreundlichen Blühpflanzen, besetzt werden.

Auch den Bürgern empfahl er, in den Gärten und auf den Balkonen „etwas für die Insekten zu tun“. Er hatte dafür eine Liste mit geeigneten Blumen und Sträuchern sowie kleine Plastiktüten mit Blumensamen mitgebracht. Er regte an, an den betreffenden Wegstellen Schilder anzubringen, um Besucher zur Nachahmung zu inspirieren.

Das Geld dafür sei vorhanden, bestätigte der Schatzmeister. Trotzdem regten die Mitglieder an, sich für die geplanten Aktionen auch um Fördermittel zu bemühen.

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