Modernisierung an der Oberschule Bassum kommt gut voran / Abschluss: Sommer 2021

Neubau im Blumenmeer

Zurzeit ist die OBS ein zweigeteiltes Gebäude: Während die linke Hälfte schon fertig ist und genutzt wird, wird im rechten Gebäudebereich noch gearbeitet.  
Foto: Julia Kreykenbohm
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Zurzeit ist die OBS ein zweigeteiltes Gebäude: Während die linke Hälfte schon fertig ist und genutzt wird, wird im rechten Gebäudebereich noch gearbeitet. Foto: Julia Kreykenbohm
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Bassum – Nach knapp zwei Jahren gehört Mischa Flaspöhler schon fast ein bisschen mit zur Oberschule Bassum dazu. „Entschuldigung, können Sie mir sagen, wo das Sekretariat ist?“, fragt ein Schüler – und der Fachdienstleiter für Liegenschaften vom Landkreis Diepholz kann sofort weiterhelfen. Kein Wunder, schließlich betreut er von Anfang an die Bauarbeiten, die munter weiter voranschreiten.

„Seit Ostern ist der erste Bereich der Schule wieder in Betrieb – theoretisch, weil da ja noch keine Schüler hier waren“, fügt Flaspöhler schmunzelnd hinzu. Er steht vor dem Eingang der OBS, der schon stark verändert wirkt. Die großen Büsche in den Beeten sind verschwunden. Stattdessen strecken zarte Pflänzchen die Köpfe aus der Erde. „Wir wollen hier insektenfreundliche Blumen anpflanzen, damit es im Frühling und Sommer richtig schön blüht“, beschreibt Flaspöhler. Auch die Beete an der Bushaltestelle wurden erneuert.

Der Anblick des Gebäudes ist kurios: Die linke Seite über dem Eingang ist komplett saniert, die Fassade neu. Einige Schüler spähen neugierig aus den Fenstern – und können den Bauarbeitern zu-schauen, die am rechten Teil des Gebäudes, genau gegenüber von ihnen, beschäftigt sind. Der wurde bereits entkernt und bis auf die Tragstruktur zurückgebaut.

Nun wird die neue Fassade gebaut. Parallel dazu kommen die Elektriker und Klempner. „Hier entstehen fünf Unterrichtsräume und drei Differenzierungsräume. Die neue Fassade wird genauso aussehen, wie die des linken Teils.“

Flaspöhler geht weiter und steht kurz darauf vor einem weiteren Eingang der Schule – der künftig aber in die Volkshochschule führen soll. Im Eingangsbereich begrüßen den Besucher noch zwei große Bilder von Engelchen und Teufelchen, die auch bald weichen müssen. Im Erdgeschoss entstehen drei Unterrichtsräume, im Obergeschoss 22  Räume für die Verwaltung auf insgesamt 1600 Quadratmetern.

Noch kann Flaspöhler oben mit nur einem Schritt über eine Linie von der VHS in die Oberschule übertreten. Doch bald wird hier eine Wand gezogen. Dann wird der Fußboden verlegt, und die Maler rücken an.

Weiter geht der Rundgang in den bereits sanierten Teil des Gebäudes. Aula und Mensa sind fertig, ebenso die Räume für den naturwissenschaftlichen Unterricht und ein Textilraum. Die Treppe nach oben, hinein in das Obergeschoss – der Besucher bleibt verwirrt stehen. Liegt es an den neuen Fenstern? Alles wirkt so viel heller und größer als sonst. Flaspöhler erklärt, dass die Fenster im Grunde wie die alten sind. Es sei auch keine weitere Fläche hinzugekommen. Aber allein durch die neue Aufteilung, die hellgestrichenen Decken und die hellen Böden, wirke alles ganz anders. „Hier sind sechs Unterrichts- und fünf Differenzierungsräume entstanden“, heißt es.

Dass einer der beiden Rettungswege nun durch die Klassenräume, die alle miteinander verbunden sind, über ein Flachdach ins Freie führt, erlaubt, dass der Flur genutzt werden darf. Doch noch sind die Tische, an denen sich die Schüler in ihren Pausen eigentlich aufhalten sollten, mit Absperrband versehen. Corona, natürlich!

Die Flachdächer, von denen es einige gibt, sind begrünt. Das sieht nicht nur hübsch aus, es hat auch einen praktischen Nutzen. „Sie fungieren als Wärme- und Kältespeicher für die Räume darunter“, erklärt Flaspöhler.

Auch der neue Verwaltungstrakt ist nicht mit dem alten zu vergleichen, wo Rektorat, Lehrerzimmer und Sekretariat sich an einem „Schlauch“ entlangreihten. Hier ist nun richtig Platz, und die Lehrer haben nun sogar eine kleine Dachterrasse, um zwischen den Unterrichtsstunden einmal durchzuatmen.

9,4 Millionen Euro investiert der Landkreis in die Sanierung der OBS. 3,5 Millionen zahlt die VHS für ihren neuen Sitz in Bassum.

Flaspöhler schaut sich im Eingangsbereich um, der in den Sommerferien gestaltet wird. „Die OBS ist eine schöne Baustelle. Alles läuft gut, die Zusammenarbeit mit den Handwerkern und der Schule ist toll. Wenn es so weiter geht, können wir im Sommer 2021 abschließen.“

Von Julia Kreykenbohm

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