Negativbilanz kein Grund zur Sorge

Erzeugergemeinschaft blickt auf 2016 zurück

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EfQ- Aufsichtsratsvorsitzender Marcus Bruns (l.) und Vorstandschef Carsten Hillmann-Köster (r.) bedankten sich bei Heinrich Peters (2.v.l.) und Wilfried Struß für deren langjährige ehrenamtliche Mitarbeit in den Aufsichtsrats-Gremien der EfQ.

Syke - Von Heiner Büntemeyer. Im Jahr 2016 bilanzierte die „Erzeugergemeinschaft für Qualitätstiere (EfQ)“ leichte Einbußen.

Wie Vorstandsmitglied Bernd Holthus bei der Generalversammlung am Mittwoch im Gasthaus Lüdeke berichtete, verzeichnete die Genossenschaft einen Rückgang an Tieren um 2,4 Prozent auf 2 .109. 311 Stück, wobei es sich zu 99,8 Prozent um Schlachtschweine und Ferkel handelte. Trotz der geringeren Tierzahl stiegen aufgrund der gestiegenen Marktpreise die Umsatzerlöse um 6,7 Prozent. Angesichts des Übergewichtes an Schweinen warnte Holthus vor möglichen Preisschwankungen bei diesem Hauptumsatzträger.

EfQ „ein gesundes Unternehmen“

Trotz gestiegener Umsatzerlöse verzeichnet die EfQ erstmals wieder nach vielen Jahren ein negatives Bilanzergebnis von 375 000 Euro. Gründe seien eine ausgefallene Forderung gegen einen in Insolvenz geratenen Schlachthof sowie eine zu geringe Rohgewinnmarge. Außerdem wurde Geld in den Fuhrpark investiert.

Auch die Aussichten für dieses Jahr bezeichnet Holthus als pessimistisch. „Basierend auf den Zahlen bis zur Jahresmitte 2017 werden wir voraussichtlich weitere Umsatzrückgänge hinnehmen müssen“, lautete die Prognose. Dennoch bleibe die EfQ ein gesundes Unternehmen, denn das Eigenkapital mache noch immer knapp 30 Prozent der Bilanzsumme aus.

Die Entscheidung zu einem Wechsel in der Geschäftsführung hatten Vorstand und Aufsichtsrat getroffen und mit Patrick Schulz am 1. Juli einen neuen Geschäftsführer verpflichtet, der sich den Mitgliedern bei der Versammlung vorstellte. Wie Schulz berichtete, bereitet den Tierhaltern auch der seit 2011 zu beobachtende rückläufige Trend im Verzehr von Schweinefleisch Sorgen. Dagegen liegt Rindfleisch voll im Trend und verzeichnet kräftige Zuwachsraten.

Vorstandsvorsitzender Carsten Hillmann-Köster bedankte sich bei den Mitarbeitern für die viele Mehrarbeit. Sein Dank galt auch den langjährigen Mitgliedern Heinrich Peters, der auf eine Wiederwahl zum Vorstand verzichtete, sowie Wilfried Struß, der bei der Aufsichtsratswahl nicht wieder kandidierte. Zu seinem Nachfolger wurde Andreas Schütze aus Henstedt gewählt. Vorstandsvorsitzender Carsten Hillmann-Köster sowie Aufsichtsratsmitglied Wilken Hartje wurden einstimmig wiedergewählt. Der frei gewordene Posten im Vorstand bleibt unbesetzt.

Im Anschluss an den offiziellen Teil hielt der Leiter der Fachgruppe „Betrieb/Tier“ bei der Außenstelle Sulingen der LWK Niedersachsen, Nils-Joachim Meinheit einen Vortrag zum Thema „Strukturelle Entwicklung in der hiesigen Landwirtschaft“.

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