Thomas Dinter freut sich über die Bassumer Ehrenamtsmedaille

Naturtalent mit reichlich Erfahrungsschatz

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Unbestritten: Das Sportgelände des TSV Bassum ist die zweite Heimat von Thomas Dinter.

Bassum - Von Ulf Kaack. Acht Bürger der Stadt wurden kürzlich mit der Bassum-Medaille für hervorragendes ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Einer von ihnen ist Thomas Dinter, der sich in der Fußballsparte des TSV Bassum in der Jugendarbeit verdient gemacht hat. Wir haben ihn besucht.

„Fußball ist unser Leben“, intonierte einst die deutsche Nationalmannschaft zwar harmonisch, aber mit wenig virtuoser Sangeskunst. Eine Aussage, die auf Thomas Dinter voll zutrifft. Seit nahezu fünf Jahrzehnten bestimmt das runde Leder einen großen Teil seines Lebens.

Ursprünglich stammt der 54-Jährige aus Dünsen. Im Alter von fünf Jahren entdeckte er den Fußballsport für sich, spielte in verschiedenen Jugendmannschaften seines Heimatorts. Als er 17 war, wurde der TSV Bassum auf den talentierten Kicker aufmerksam. Dort spielte er mit der A-Jugend in der höchsten Spielklasse Niedersachsens. 1992 übernahm er mit einem damaligen Freund die Betreuung der Varreler F-Jugend, die er fünf Jahre begleitete.

„1997 suchte der TSV Bassum händeringend einen Jugendtrainer“, erinnert sich Thomas Dinter. „Ich sprang in die Bresche und übernahm die D-Jugend als Trainer und Betreuer. Seitdem bin ich mit voller Begeisterung dabei.“

Es sind nicht nur Sport und Wettkampf, die dem seit 25 Jahren in Bassum lebenden kaufmännischen Angestellten Freude an seinem Ehrenamt bereiten. „Die Zusammenarbeit mit den Jugendlichen ist einfach klasse. Die Möglichkeit, Wissen und Werte zu vermitteln, sie auf dem Weg zum Erwachsenendasein zu begleiten“, erklärt Thomas Dinter, der selber keine Kinder hat, seine Motivation.

Vor allem Dinge wie Fairness, der respektvolle Umgang mit den Mannschaftskameraden und den sportlichen Gegnern sowie Teamfähigkeit sind es, die Thomas Dinter seinen Schützlingen vermittelt. Auch der Umgang mit einer Niederlage auf dem Platz, einer Auswechslung oder einer Nichtnominierung für ein Spiel gehören dazu. Er ist kein Pädagoge oder Psychologe, hat auch keinen Trainerschein. Muss er auch nicht, er ist ein Naturtalent mit einem reichhaltigen Erfahrungsschatz.

Zwölf Mal hat er sich erfolgreich mit seiner Mannschaft am Fair-Play-Wettbewerb des Niedersächsischen Fußballverbands beteiligt. Jedes Mal waren er und seine Mannschaft unter den drei Bestplatzierten. Darauf ist Thomas Dinter stolz.

Mehrfach war er mit seinem Team beim weltweit größten Jugend-Fußballturnier im schwedischen Göteborg. 50 000 junge Menschen nehmen jährlich daran teil.

Der 54-Jährige wohnt am Petermoor, zum Sportgelände sind es zwei Minuten zu Fuß. Bis zu sechs Mal pro Woche ist er auf dem Platz – zum Training, bei Spielen oder wenn was zu klären ist. Im TSV Bassum fungiert er außerdem als Jugendleiter, Materialwart und stellvertretender Leiter der Fußballsparte. Das prägt sein Leben und das seiner Lebensgefährtin Imke Neddersen – die absolut hinter seinem Engagement steht – nachhaltig.

Über die Würdigung seiner ehrenamtlichen Aktivitäten durch die Verleihung der Bassum-Medaille habe er sich riesig gefreut. „Allerdings sehe ich mich vor allem als Stellvertreter für das gesamte Team. Denn die Leistung, für die ich ausgezeichnet wurde, gebührt mir bei weitem nicht allein“, so Dinter und nennt die beiden Mittrainer Uli Schäfer und Bernd Helms sowie Vereinskollegen, Eltern, Kinder, aber auch die TSV-Spartenleitung und den Jugendförderverein.

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