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Nachfrage nach Bauland ist auch in Bassum ungebrochen hoch

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Von: Anika Seebacher

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Archäologische Untersuchungen im Baugebiet „Dorfstraße III“ in Bramstedt sind der Startschuss für die Arbeiten in dem Areal.
Archäologische Untersuchungen im Baugebiet „Dorfstraße III“ in Bramstedt sind der Startschuss für die Arbeiten in dem Areal. © Seebacher

Bassum – Wer ein Baugrundstück in Bassum kaufen möchte, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen als Interessenten für einen Bauplatz in den umliegenden Ortschaften. Vorausgesetzt, es ist überhaupt ein entsprechendes Gebiet ausgewiesen und noch etwas frei. Denn während die Nachfrage nach Bauland ungebrochen groß ist, zeigt sich das Angebot begrenzt.

„Wir weisen aktuell weitere Flächen aus und werden auch zukünftig kontinuierlich nach entsprechenden Flächen suchen müssen“, sagt Niklas Schumacher von der Stadtverwaltung auf Nachfrage.

Baugebiet Magere Brake

Seinen Aussagen zufolge stehen ab diesem Sommer in dem Baugebiet „Magere Brake“ 19 Grundstücke mit durchschnittlich 600 Quadratmeter Größe zur Verfügung. Das Areal am nördlichen Stadtrand, eingeschlossen vom Klenkenborsteler Weg und der Bremer Straße, soll die bereits vorhandene Siedlung erweitern. Um der starken Nachfrage nach Bauland nachzukommen, setzt die Verwaltung in diesem Bereich auf eine sogenannte Innenverdichtung.

Baugebiet am Jakobsberg in Neubruchhausen

Weiter geht es mit dem Baugebiet „Am Jakobsberg“ in Neubruchhausen. Der Bebauungsplan soll im Frühjahr beschlossen werden, der Baubeginn steht derzeit noch nicht fest. Auf dem von der Volksbank erschlossenen Gebiet entstehen auf rund 18 000 Quadratmetern bis zu 16 Bauplätze. In zwei bis drei Jahren sollen nach den aktuellen Plänen der Stadt in dem Ortsteil nochmals 20 Baugrundstücke zur Verfügung gestellt werden.

Lückenbebauung in Eschenhausen

Mit einer Lückenbebauung in Eschenhausen wird es Interessenten ermöglicht, sich in dem Ortsteil niederzulassen. „Wir haben hier keine eigenen Flächen“, erläutert Niklas Schumacher zu dem Sonderfall. Wenn die jeweiligen Eigentümer dem Verkauf zustimmen, könnte in Eschenhausen die bisherige Splittersiedlung verfestigt werden. Auch in Dimhausen könnten ab 2023 zehn Interessenten die Möglichkeit haben, sich den Traum vom Eigenheim zu erfüllen. Das ließ die Verwaltung im Rahmen einer Sitzung des Sozialausschusses durchblicken.

Dorfstraße III in Bramstedt

Zwar sind im Baugebiet „Dorfstraße III“ in Bramstedt bereits erste Erdhaufen aufgeschüttet, der Baubeginn ist aber erst für das Frühjahr 2023 vorgesehen. „Dort laufen jetzt die archäologischen Untersuchungen“, sagt Klaus-Dieter Sprenger, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungs- und Stadtentwicklungsgesellschaft (Wiseg). Diese hatte die knapp vier Hektar große Fläche bereits vor geraumer Zeit erworben. Geplant sind laut Sprenger 50 Bauplätze – aufgeteilt auf 22 Einfamilienhäuser, zehn Kompakthäuser, jeweils vier Reihen- und Doppelhäuser sowie zwei Mehrfamilienhäuser. Für die voll erschlossenen Grundstücke zum Preis zwischen 125 und 145 Euro je Quadratmeter sucht die Wiseg unterschiedliche Investoren und Interessenten, wobei die Einfamilienhäuser bereits reserviert sind. „Das sorgt für eine gemischte Optik und Abwechslung“, sagt Sprenger.

Das Besondere an dem Bramstedter Baugebiet: Für den Energiebedarf werden weder Gas und Kohle noch Öl genutzt. Stattdessen stehen Luftwärmepumpen und Photovoltaik im Vordergrund.

In etwa einem halben Jahr will die Wiseg die Kaufverträge festzurren. Bis dahin sei auch der Quadratmeterpreis genauer definiert. „Das hängt mit den Erschließungskosten zusammen“, sagt Sprenger.

Überhaupt gibt es bei den Baulandpreisen enorme Unterschiede, wie die Bodenrichtwerte des Immobilienmarkts zeigen. Während unerschlossenes Bauland im Bassumer Ortskern zu Preisen zwischen 80 und 140 Euro zu haben ist, liegen die Kosten in den Außenbereichen mit 40 bis 55 Euro je Quadratmeter deutlich darunter.

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