Wohnungen, Arztpraxis und Geschäften an der Sulinger Straße

Stadtvilla-Bau nach drei Jahren Wartezeit

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Die Arbeiten schreiten voran: In Kürze könnte der Rohbau stehen.

Bassum - Von Frauke Albrecht. In den vergangenen drei Jahren hat Dr. Faleh Zohbi schon so manches Mal daran gedacht, alles hinzuschmeißen und woanders zu bauen. Hat er nicht gemacht. Nun ist er froh darüber. „Aber wenn ich das vorher gewusst hätte...“ Zohbi winkt ab. 2014 hat der Hals-Nasen-Ohrenarzt das Haus an der Sulinger Straße in Bassum gekauft. Er ließ es abreißen, um dort ein Wohn- und Geschäftshaus zu bauen. Die Stadt Bassum beteiligte sich an den Abrisskosten. Seitdem ist er gefühlt von jedem Bassumer angesprochen worden, wann er denn nun endlich anfange.

„Es gab viel zu regeln“, gibt sich der Facharzt verhalten. Genehmigungen mussten eingeholt, Gutachten in Auftrag gegeben werden. Auch die Parkplatzfrage war zu klären. – Die Baugenehmigung ließ auf sich warten.

Nun hat Zohbi alles beisammen, die Bauarbeiten haben begonnen. Der Rohbau wird voraussichtlich Ende August, Anfang September fertig sein, wenn alles glatt läuft.

„Vielleicht können wir im Mai oder Juni nächsten Jahres einziehen.“ Der Facharzt kann es kaum abwarten, denn er zieht mit seiner Praxis um und erfüllt sich damit einen Traum.

Erstmals konnte er den Zuschnitt seiner eigenen Praxisräume selbst entscheiden – es wird modern, großzügig und hell. Zohbi zieht ganz nach oben. Dort stehen ihm rund 250 Quadratmeter zur Verfügung – großzügig geschnittene Behandlungszimmer und OP-Räume.

Vier Wohnungen mit Balkon

Eine Etage tiefer, quasi in der Mitte, sind Wohnungen mit Balkonen geplant. Insgesamt vier Stück mit Zuschnitten von 55 bis 90 Quadratmetern. Diese werden in Kürze auf dem freien Wohnungsmarkt zur Miete angeboten. Zohbi wird eine Hausverwaltung beauftragen. Im Erdgeschoss sollen Geschäfte einziehen – unter anderem das Eiscafe von nebenan und eine orthopädische Schuhpraxis aus Bremen. Schließlich bleibe im hinteren Bereich noch Platz für Büros. Auch diese sollen in Kürze vermarktet werden.

Optisch erinnert der Bau laut Zohbi an eine Stadtvilla. Das Gebäude schließt sich direkt an die vorhanden Bebauung (Apotheke) an. Parkplätze werden in genügender Anzahl im hinteren Bereich vorhanden sein.

Der HNO-Arzt ist seit 2002 in Bassum, sein erster Arbeitstag war der 15. Juli, erinnert er sich. Er kam von der Uniklinik Wuppertal und wollte Praxiserfahrung sammeln. Die in Bassum ansässige HNO-Ärztin hatte ihn gefragt, ob er sich eine Zusammenarbeit vorstellen könne. Nach knapp einem Jahr Zusammenarbeit übergab sie ihm die Praxis. Die Familie brauchte nicht lange, um heimisch zu werden. „Wir wohnen in Nordwohlde. Ein idealer Ort für unsere Kinder, um aufzuwachsen“, so der Facharzt. Er fühlt sich in Bassum sehr wohl – und freut sich über die Entscheidung, vor Ort gebaut zu haben. Ein langer Atem zahlt sich aus.

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