Golden City aus Bremen bringt 160 Gäste in der Volksbank Bassum zum Singen und Mitklatschen

Nach „Dödidödidödi dä“ kommt „Money Money“

Golden City sorgt für gute Laune. Foto: Ute Schiermeyer

Bassum - Von Ute Schiermeyer. „Ihr seid ja hierhergekommen, um zu singen. Es gibt keine Ausreden mehr, denn das folgende Lied habt ihr alle schon zigmal unter der Dusche gesungen,“ verkündete Frauke Wilhelm ihrem Publikum. Am Samstag in der Schalterhalle der Bassumer Volksbank hieß sie allerdings Ramona Ariola von der Gruppe Golden City, die die 160 Gäste mit Schlagern begeistern wollte. Und die machten prompt mit: „Wie war das noch gestern? Wo war ich noch gestern?“ Spätestens beim Refrain sangen auch die Zögerlichen lauthals: „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben“.

Aber auch die anderen Lieder der Golden City waren bekannte Hits aus den vergangenen Jahrzehnten. Die Bremer Band, die zum dritten Mal in Bassum gastierte, hatte einen „Best of Lokalrunde“ im Gepäck. Neben Schlagern von Jürgen Marcus, Udo Jürgens und Marianne Rosenberg gab es viel von Abba zu hören und zu singen. Aber auch Stücke aus den 1990er-Jahren waren dabei, etwa von Herbert Grönemeyer und auch Marius Müller-Westernhagen.

Die Jailhouse-Lokalrunde war mehr als ein Konzert. Es war eher eine Art Rudelsingen mit professioneller Begleitung. Begonnen hatte der Abend mit einem Einsingen des Publikums und dem Warmmachen mithilfe von geschmuggelten Schnaps aus Helgoland. Diesen verteilte der Sänger und Flötist der Band, Ramon Locker – bürgerlich Nomena Struß – gegen Spende unter den Gästen. Dann begann das Einsingen. Und nachdem man gengug „Dödidödidödi dä“ geübt hatte, begann auch schon „Money money“ von Abba. Der auf eine Leinwand projizierte Text erleichterte dabei das Mitsingen.

„Singen ist Gefühle üben für den Ernstfall“, animierte Frauke Wilhelm das Publikum und hatte damit im Laufe des Abends immer mehr Erfolg. Sangen erst nur die eingefleischten Golden-City-Fans mit – etwa eine Gruppe von vier jungen Frauen aus Dünsen, die die Band schon zum vierten Mal sah – so ließen sich nach und nach immer mehr Besucher von der lockeren Stimmung mitreißen. Einige wedelten mit glitzernden Puscheln im Takt. Beim Mitklatschen bedurfte es noch musikalische Früherziehung, wie Frauke Wilhelm es nannte.

Die rauchige Stimme von Ramon und das animierende Wesen der Ramona sind die Aushängeschilder der „Golden-City-Lokalrunde“, mit der die Band seit 2013 in Bremen auftritt. Passend zum Ort hatten sich die Musiker Egon Rammé (Akkordeon), Bassam Alatassi (Drums), Paulo Oliviera (Bass) und Bastian Kahrs (Keyboard) im Bassumer Jailhouse Sträflingshemden angezogen.

Im zweiten Teil des Abends schlug die Band auch etwas unbekanntere Töne an. Gruftig wurde es bei „Kummer“ von Trio und dem Stück „Seemann“ von Rammstein, mit dem die Band ihre Affinität zum Hafen unterstrich. Bei der Gelegenheit versprach Wilhelm, dass es auch in diesem Jahr wieder eine temporäre Hafenbar in Bremen geben werde. Sie schloss den gelungenen Abend mit dem Lied „In der Golden City brennt noch Licht“ ab.

Für das Format Jailhouse verwandelte sich das Erdgeschoss der Bassumer Volksbank bereits zum siebten Mal in eine Musikbühne. Die Konzertreihe ist sehr beliebt und war dieses Jahr sehr früh ausverkauft.

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