Aus Werner Bremer Haustechnik wird KB Servicepoint Bassum

Nach 49 Jahren ist Schluss

Eine Ära geht zuende, eine neue beginnt: Werner Bremer (Mitte) und seine Tochter Silke geben ihr Unternehmen in die Hände von Alois Koop-Brinkmann.
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Eine Ära geht zuende, eine neue beginnt: Werner Bremer (Mitte) und seine Tochter Silke geben ihr Unternehmen in die Hände von Alois Koop-Brinkmann.

Bassum – Noch flitzen sie durch Bassum und Umgebung: die weinroten Kastenwagen, geziert von dem weißen Häuschen mit der Heizung darin und der Aufschrift „Werner Bremer Haustechnik“. Ein vertrauter Anblick. Doch bald ist er Geschichte. Denn Werner Bremer hat sein Lebenswerk in die Hände der neugegründeten KB Servicepoint Bassum GmbH gelegt. Ab dem 1. Oktober ist die Schlüsselübergabe.

„Die Entscheidung ist sehr schwergefallen“, gibt Silke Bremer zu. Sie ist in dem Betrieb quasi aufgewachsen und 2004 nach ihrem Studium mit eingestiegen. Doch Fakt ist: Es ist inzwischen sehr viel Arbeit geworden. Eigentlich zuviel. Vor allem, was den Papierkram angeht. Und Werner Bremer möchte nun, nach 49 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand gehen. „Mein Vater wird 76 Jahre alt und arbeitet von 6 bis 18 Uhr“, verdeutlicht Silke Bremer die Situation. Aus diesem Grund habe man sich auf die Suche nach einem starken Partner gemacht, der bereit war, Bremers eine wichtige Bedingung zu erfüllen: Die Mitarbeiter zu übernehmen.

1971 hat Werner Bremer den Betrieb Bohnensiek übernommen und ihn zu seinem Geschäft gemacht. „Das war zu einer Zeit, als es eigentlich noch gar keine richtige Haustechnik gab“, sagt Silke Bremer. „Damals gab es auch noch Ölheizungen, oder es wurde mit Kohle oder Holz geheizt.“ Dann kamen die ersten Gasheizungen, die auch gewartet werden wollten. Die Technik entwickelte sich stetig weiter, ebenso wie die Wünsche der Kunden, die nun Wert darauf legten, dass ihre Bäder nicht nur funktional, sondern auch ansprechend gestaltet werden

Viele Kunden sind Stammkunden. „Die kommen seit Jahrzehnten zu uns“, weiß Silke Bremer. „Mit ihnen haben wir ein sehr vertrauensvolles Verhältnis und das ist toll. Sie kennen auch unsere Monteure und sagen oft: ,Der soll wieder kommen, der kennt sich ja schon aus bei uns.’“ Auch Bremer kennt manche Mitarbeiter buchstäblich schon ihr ganzes Leben lang. „Einer hat kurz nach meiner Geburt hier angefangen. Da entwickelt man natürlich eine enge Bindung.“

Aus diesem Grund war es ihr und ihrem Vater ein Bedürfnis, dass ihr Team weiterbeschäftigt wird und so das persönliche Verhältnis zu den Kunden erhalten bleibt. Und Alois Koop-Brinkmann, Geschäftsführer von KB Servicepoint GmbH, erfüllt ihnen diesen Wunsch: „Wir übernehmen alle Mitarbeiter des Unternehmens. Die Bassumer werden also auch in Zukunft von den vertrauten Gesichtern beraten und bedient.“ Und nicht nur das: „Wir übernehmen auch die Gewährleistungen auf bereits gekaufte Ware.“

Mit der Übernahme wird Bassum neben Hamburg, Bremen und Ebstorf (Uelzen) einer der Servicepoints der Koop-Brinkmann GmbH mit Sitz in Drebber.

Doch es wird auch ein paar Veränderungen geben. „Wir möchten die Räume etwas anders gestalten“, verrät Koop-Brinkmann. „Alles soll heller und freundlicher werden. Wir wollen vorne die Büroräume haben, im hinteren Bereich den Verkaufsraum mit Verkaufsinseln. Für die Kunden soll es eine Kaffeebar und Sitzgelegenheiten geben, denn so, wie man Besucher empfängt, wird man auch von ihnen wahrgenommen.“

Auch der Service wird sich verändern, denn „wir haben einen Notdienst, sind also Tag und Nacht erreichbar“, versichert der Geschäftsführer. „Außerdem können wir bei Bedarf auf die Mitarbeiter der Koop-Brinkmann GmbH zurückgreifen. Mit ihnen decken wir den kompletten Bereich Haustechnik ab. Wir haben zum Beispiel eigene Fliesenleger, Maurer oder Maler. Wir müssen also für eine Haussanierung nicht andere Firmen ins Boot holen.“

Da das Unternehmen schon häufig im Raum Bassum/Twistringen unterwegs gewesen ist, kennen die Mitarbeiter die Stadt schon sehr gut. „Wir freuen uns auf ein gutes Miteinander mit den Kunden vor Ort“, sagt Alois Koop-Brinkmann, der sogar eine entfernte familiäre Verbindung zu dem Bassumer Unternehmen hat: „Mein Schwiegervater hat damals bei Bremer Haustechnik seine Lehre gemacht.“

Von Julia Kreykenbohm

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