Musikalischer Genuss – allen Widrigkeiten zum Trotz

Sommerfest der Sängerkreisgruppe Klosterbach-Delme

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Beim Sommerfest in der Stiftskirche wussten die Mitgliedschöre der Sängerkreisgruppe Klosterbach auch in reduzierter Besetzung zu gefallen: Sie alle wurden mit freundlichem Applaus für ihre Darbietungen bedacht.

Bassum - Von Angelika Kratz. „Singen, klingen, Freude bringen“ stimmte der Männergesangsverein Liedertafel Bassum von 1846 unter der Leitung von Christiane Brandt genau das richtige Kontrastprogramm eines verregneten Sonntages an. Eingeladen hatte die Sängerkreisgruppe Klosterbach-Delme im Kreischorverband Diepholz zu einem musikalischen Sommerfest.

Das fiel im Außenbereich zwar buchstäblich ins Wasser, in der wunderschönen Stiftskirche strahlte indes die Sonne. Und die Laune auf den gut gefüllten Kirchenbänken hätte nicht besser sein können. Regen bringt bekanntlich Segen.

Das 67. Chorverbandsfest trotzte neben der Wetterlage auch den Widrigkeiten interner Absagen. Fred Büchau, 1. Vorsitzender der Kreisgruppe Klosterbach-Delme, versprach dem Publikum hinsichtlich der kommenden zwei Stunden bester Unterhaltung nicht zu viel.

Steffen Akkermann hält nicht nur beim Gemischten Chor Harpstedt von 1905 die musikalischen Fäden als Arrangeur und Dirigent in der Hand, er führte auch in diesem Jahr wieder mit netten kleinen Geschichten rund um die auftretenden Chöre durch das Programm.

Freude am Gesang – ohne Leistungsdruck

Seine in schickem Dunkelrot-Schwarz-Weiß gekleideten Akteure boten Ohrwürmer von einst und Handgemachtes – ganz unter dem gereimten Motto von Akkermann: „Viel war der Sommer ja nicht wert / zu kühl und auch zu nass / Dennoch heut‘ ein Sommerkonzert / denn musisch lebt sich‘s unbeschwert / Musik macht immer Spaß.“

„Wir machen Musik, da geht euch der Hut hoch“, kann auch der Männergesangverein Liedertafel Harpstedt behaupten. Klein, aber oho war die vierköpfige Besetzung der gestandenen und in schicken schwarzen Zwirn gekleideten Herren unter der Leitung von Bernd Gerke. Jeder Ton saß im Quartett und auch bei ihm erfüllt, trotz allem Schwund in den eigenen Reihen, die Musik die Welt und eroberte die Herzen in der Stiftskirche.

„Schenk mir doch ein kleines bisschen Liebe“, wünschte sich der Gemischte Chor Bassum von 1881, bevor er nach dem Ausflug zum Meer „Veni sul mar“ einen flotten „Entertainer-Rag“ anstimmte. Die schicken neuen Outfits mit roten Blumen an den schwarzen Jacketts der Damen und neuen Krawatten und Westen der Herren waren echte Hingucker. Chorleiterin Daniela Predescu konnte auch optisch stolz auf ihren Chor sein.

Freizeitsänger schenken sich Balsam für die eigene Seele

Zum Abschluss durften noch einmal die Herren vom Männergesangverein Liedertafel Bassum von 1846 in ihren schicken, bunten Sommerhemden auf die Bühne im Altarraum. Das „Ännchen von Tharau“ oder die „Caprifischer“ waren genau passend für das Publikum. Und so sang bestens eingestimmt die ganze Kirche zum Abschluss mit allen vier Chören „Der Mond ist aufgegangen“.

Bassums Bürgermeister Christian Porsch war das erste Mal als Amtsträger dabei und strahlte nach dem Konzert. So mancher Profi in den Kirchenbänken hat hinsichtlich seiner Ansicht nach falscher Aufstellung oder nicht richtig besetzter Stimmlagen etwas aufgeseufzt, aber das Schöne bei solchen Treffen ist die Freude am Gesang ohne Leistungsdruck.

„Ihr wart gut“ wurden somit nicht nur den vier „Engeln aus dem Flecken“, vom Männergesangverein Liedertafel Harpstedt anerkennend auf die Schultern geklopft. „Zu singen hier ist wie ein Traum, ein jeder ist bei bester Laun‘“, dichtete Steffen Akkermann und traf damit genau das Anliegen aller Freizeitsänger mit ihrem Spaß am gemeinschaftlichen Singen und dem damit verbundenen Balsam für die eigene Seele.

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