Arbeiten am Mühlenquartier in Bassum schreiten voran

Lücke wird geschlossen

Das Bild zeigt den Entwurf des Architekten vom neuen Gebäude im Mühlenquartier.
+
So soll das Mühlenquartier einmal aussehen. Die hinteren Gebäude sind bereits fertig.

Das Mühlenquartier in Bassum entwickelt sich. Im Frühjahr 2022 könnten die ersten Bewohner einziehen. Geplant war eigentlich, Ende 2021 fertig zu werden. Doch es gab ein paar kleine Hindernisse.

  • Der zweite Bauabschnitt des Mühlenquartiers schreitet voran.
  • Die Investoren wollen mit dem Projekt eine Lücke schließen.
  • In dem neuen Gebäude entstehen 41 Appartements.

Bassum – Entspannt sitzen die Senioren auf ihren Balkonen und genießen die Sonne. Oder sie unterhalten sich mit ihren Angehörigen auf einer der Terrassen und beobachten das Treiben auf dem Parkplatz vor dem großen Gebäudekomplex. Gut, zurzeit tun sie das nur auf den Entwürfen des Architekten. Aber in gut einem Jahr könnte dieses Bild schon Wirklichkeit werden.

Denn dann soll der zweite Bauabschnitt des Mühlenquartiers in Bassum abgeschlossen und bezugsfertig sein.

Imposant wirkt das riesige Gebäude, das Lars Schumann, Geschäftsführer der Companero Gruppe, auf seinem Laptop präsentiert. „Im Erdgeschoss ist ein Restaurantbereich, wo die Bewohner abends noch zusammensitzen können. Zudem sind der ambulante Pflegedienst, der von der Bremer Straße dorthin ziehen wird, sowie die Tagespflege dort untergebracht.“

Diese Tagespflege werde ein Novum im Landkreis Diepholz bilden, da sie 365 Tage im Jahr geöffnet ist. „Sowohl Bewohner als auch Externe können sie in der Woche und am Wochenende in Anspruch nehmen“, erläutert der Wohn- und Pflegeberater Max Niemann und Schumann fügt hinzu: „Dadurch werden auch Angehörige entlastet. Wir testen mal, wie das angenommen wird.“ Und da das Gebäude am Mühlenweg liegt – also mitten in der Stadt – hätten viele Nutzer auch kurze Wege.

Mietwohnungen für Generation 75plus

Im ersten Obergeschoss ist der Gemeinschaftsraum, den die Bewohner für Veranstaltungen oder auch private Feiern nutzen können. Im zweiten Obergeschoss finden die Senioren einer Dachterrasse, einen Friseur- und Therapieraum für externe Dienstleister und Therapeuten sowie die Möglichkeit, ein Wellness-Wannenbad zu nehmen. „Denn in den Appartements wird es nur Duschen geben“, so Schumann.

Diese Appartements sind übrigens in allen drei Etagen des Hauses zu finden. „Sie werden kleiner ausfallen als die Eigentumswohnungen aus dem ersten Bauabschnitt“, erklärt Schumann. Die sind bereits komplett fertigstellt und ragen in Form dreier Häuser im hinteren Bereich des insgesamt 8245 Quadratmeter großen Geländes in die Höhe. Alle 18 Wohnungen sind bereits verkauft, häufig an die Generation 50plus.

Die 41 Mietwohnungen, die nun folgen, richten sich an die Generation 75plus. Sie setzen sich aus drei Größenkategorien zusammen: 30 Mikro-Appartements mit 35 bis 37 Quadratmetern, sieben Zwei-Zimmer-Wohnungen mit 49 bis 75 Quadratmetern und vier weitere Grand-Suite-Apartments mit 75 bis 95 Quadratmetern, die auch für Ehepaare geeignet sind. Erste Reservierungen liegen bereits vor. Aber auch an mögliche weit entfernt lebende Angehörige ist gedacht. Kommen die zu Besuch, finden sie in einer der zwei Gästewohnungen Platz.

Bewohner sollen ins Wohnkonzept passen

Doch bevor jemand die Wohnung bezieht, will die Companero Gruppe das Wohnkonzept genauer erklären. „Wir wünschen uns hier eine gute Haus- und Wohngemeinschaft. Das wiederum bedeutet, dass die Mieter möglichst zueinander passen sollten“, führt Schumann aus.

Jeder Mieter kann im Rahmen seiner Wünsche und nach persönlichem Bedarf die Pflege- oder Servicedienstleistungen des Pflegedienstes in Anspruch nehmen, sich beispielsweise verpflegen oder bei der Wäsche helfen lassen. „So können die Mieter ein eigenständiges Leben führen und sich aus den Angeboten und Dienstleistungen die Unterstützung zusammenstellen, die sie haben möchten“, so Schumann. „Wir schließen damit die Lücke zwischen ambulanter Betreuung zuhause und Seniorenheim. Zu uns können Leute kommen, die leicht hilfsbedürftig, aber noch rüstig genug sind, um nicht in ein Heim zu ziehen.“

Wer beim Mühlenquartier vorbeifährt, blickt zurzeit in eine tiefe Grube, aus der mal der Keller des Gebäudes wird. Man sei zeitlich etwas in Verzug geraten, sagt Schumann. Dafür gibt es drei Gründe: Der Wintereinbruch, Corona – und der Brand in einem Betreuten Wohnen in Syke.

Denn nach diesem Unglück hat die Companero Gruppe noch einmal beim Brandschutz nachgelegt, beispielsweise eine vollflächige Brandmeldeanlage statt einem einfachen Rauchmelder eingebaut. „Wir haben auch an der Elektrik nachgearbeitet, um die Sicherheit zu erhöhen. So wäre es beispielsweise möglich, in der Küche den Herd komplett abzuschalten, wenn der ohnehin nicht genutzt werden soll.“

Geplant war, dass die künftigen Bewohner schon Weihnachten 2021 im neuen Gebäude feiern können. Stattdessen wird es nun ein Osterfest in 2022 werden.

Kontakt

Max Niemann 04241/8029820 wohnen@companero-gruppe.de

Der Keller des Gebäudes wird gerade fertigstellt.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Was bei einem Kaiserschnitt auf Frauen zukommt

Was bei einem Kaiserschnitt auf Frauen zukommt

Meistgelesene Artikel

B214-Sperrung nach Unfall: Zwei Fahrerinnen leicht verletzt

B214-Sperrung nach Unfall: Zwei Fahrerinnen leicht verletzt

B214-Sperrung nach Unfall: Zwei Fahrerinnen leicht verletzt
Abschied vom „Café in Sulingen“ nach 32 Jahren

Abschied vom „Café in Sulingen“ nach 32 Jahren

Abschied vom „Café in Sulingen“ nach 32 Jahren
Corona-Impfaktionen im Kreis Diepholz: Acht Termine für alle ab 18 Jahren

Corona-Impfaktionen im Kreis Diepholz: Acht Termine für alle ab 18 Jahren

Corona-Impfaktionen im Kreis Diepholz: Acht Termine für alle ab 18 Jahren
Blechlawine wie auf der Autobahn: Vollsperrung sorgt für Chaos

Blechlawine wie auf der Autobahn: Vollsperrung sorgt für Chaos

Blechlawine wie auf der Autobahn: Vollsperrung sorgt für Chaos

Kommentare