Gerd Stötzel liest, Martin Freye kocht

Krimi-Abend in Osterbunde: Mord garniert mit Canapés

+
Gespannt hängen die Zuhörer an den Lippen Gerd Stötzels.

Bassum - Von Angelika Kratz. Gerd Stötzel reist, fotografiert, liest und kocht gerne. Von diesen Hobbys profitierten gut 50 Gäste im Gasthof Freye in Osterbinde. Allerdings stand der ehemalige Bürgermeister und Landrat nicht neben Martin Freye in der Restaurantküche, ihm oblag nur der lesende Part eines kulinarischen, sehr entspannten Abends mit Kriminal-Lektüre und etlichen Leichen.

Gerd Stötzel stellte Auszüge der erfolgreichen Krimiserie von Martin Walker und seinem Dorfpolizisten Bruno Courrèges vor und ließ seine Zuhörer in die Lebens- und Denkweise einer offensichtlich tiefenentspannten Bevölkerung weit ab vom normalen Meerestourismus eintauchen.

Die Gegend hatte Gerd Stötzel mit Ehefrau und den beiden Hunden im Wohnmobil erkundet. Zur eigenen Überraschung traf er alles wie in den Büchern beschrieben an. Kein Wunder, denn der Erfinder von „Bruno“, der schottische Historiker, politische Journalist und Schriftsteller Martin Walker lebt selbst im Périgord.

Die idyllische Gegend steckt dennoch voller krimineller Energie. Zumindest ist es den Büchern des Eigenbrödlers, Gourmets und beliebtesten Junggesellen „Bruno“ zu entnehmen.

Im Hintergrund wurden private Fotos aus dem Périgord von Gerd Stötzel eingeblendet – mal zwischen Kühen, Landschaft, urigen Menschen oder Hunden. „Tolle Aufnahmen“, war zu hören.

Martin Walkers Bruno, Chef de Police

Stötzel las zu Beginn aus dem ersten Buch „Chef de Police“. Und als gefühlt die Zeit für den ersten Aperitif näherrückte, servierte Freye bereits die Canapés mit Wildschweinschinken und Rotkohlsprossen. Auch die Kalbsleberwurst und Gänseleberpastete aus dem Périgord schmeckte zum Bier oder Wein mit Camembert und Feigensenf und passte zum ersten Abstecher nach Frankreich.

Weiter ging es im Anschluss durch die Krimireihe. Die Zuhörer erfuhren, wer alles am Küchentisch des Chef de Police Platz nehmen darf. Dort versammelt sich stets die Denkerschicht oder die neue Liebhaberin von Bruno.

Die real duftende Kürbissuppe von Martin Freye wäre sicherlich für eine Geschichte einen Mord wert gewesen.

Die Idee, Essen und Lesen mit wunderschönen handgemachten Bildern zu verbinden, ist toll und sollte vom Kulturforum unbedingt weiter verfolgt werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Clemens Fritz im Interview: „Ich möchte von Frank lernen“

Clemens Fritz im Interview: „Ich möchte von Frank lernen“

Kerry: USA können Klimaziele einhalten - auch ohne Trump

Kerry: USA können Klimaziele einhalten - auch ohne Trump

Explosion in Österreich behindert Südeuropas Gasversorgung

Explosion in Österreich behindert Südeuropas Gasversorgung

Das sind die Luxusautos der Fußball-Stars

Das sind die Luxusautos der Fußball-Stars

Meistgelesene Artikel

Dörte Knake röstet Kaffeespezialitäten aus 14 Ländern

Dörte Knake röstet Kaffeespezialitäten aus 14 Ländern

Reise durch die Hüder Ortsgeschichte

Reise durch die Hüder Ortsgeschichte

Arbeiten am letzten Teilstück beginnen

Arbeiten am letzten Teilstück beginnen

Einbruchserie: Weitere Sicherung der Grundschule Kirchdorf notwendig

Einbruchserie: Weitere Sicherung der Grundschule Kirchdorf notwendig

Kommentare