Diepholzer Moorschnucken im Tierpark Petermoor

„Mäh“ und „Möh“ sind da

Gestatten? Wir sind die Neuen: Die Diepholzer Moorschnucken.
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Gestatten? Wir sind die Neuen: Die Diepholzer Moorschnucken.

Der Tierpark Petermoor hat Zuwachs bekommen. Zwei Diepholzer Moorschnucken gehören jetzt zum Bereich der alten Haustierrassen. Aber noch mehr Tiere sollen folgen.

Bassum – Der Tierpark Petermoor hat Verstärkung bekommen. Die beiden Damen sind ein und zwei Jahre alt, unglaublich kuschelig, recht neugierig – und nicht zu überhören: „Mäh! Mäh! Mäh!“ Das Lächeln von Tierpfleger Maik Otto wirkt fast schon etwas gequält. „Das geht den ganzen Morgen so. Aber das gibt sich noch.“

Immerhin müssen die beiden Diepholzer Moorschnucken sich noch ein wenig einleben. Denn sie sind erst seit einer Woche Mitglieder der Tierparkfamilie. Zuvor haben sie auf einem Schnuckenhof in Varrel gelebt. Nun ergänzen sie den Bereich der alten Haustierrassen, zu dem bereits bergischen Schlotterkämme, Vorwerk-Hühner, Thüringer Badhühner, Hasen, Pommern-Enten und Diepholzer Gänse zählen.

Und ihre neue Residenz scheint ihnen zu gefallen. Ihre direkten Nachbarn sind die Ziegen, mit denen sie sich die Wiese teilen, von denen sie aber noch durch einen Zaun getrennt werden. Nach einer gewissen Zeit soll der wieder weg – sofern die beiden Parteien miteinander auskommen. „Da muss man ein bisschen schauen“, erklärt Tierpflegerin Carolin Meineke. „Denn Ziegen und Schafe haben sehr entgegengesetzte Temperamente. Ziegen preschen vor, Schafe laufen hinterher.“

Moorschnucken sind sehr robust

Aus diesem Grund wurde beim Ziegenstall noch ein dritter Eingang für die Schnucken eingebaut – nur falls die selbstbewussten Zicklein nicht daran denken, die flauschigen Nachbarn durch ihre Türen spazieren zu lassen. Auch ein Vordach wurde für die Moorschnucken errichtet, obwohl sie „sehr robust“ seien.

Von ihrer dichten, weißen Pracht müssen sich die Schnucken im Mai trennen. Dann verpasst ihnen Otto einen flotten Schnitt für den Sommer. „Was viele nicht wissen: Moorschnucken haben keine Wolle, sondern Haare“, erklärt der Tierpfleger. Und die kann schon mal bis zu zwei Kilogramm wiegen. „Was die Lebenszeit angeht, so werden sie aber in etwa so alt wie Schafe.“ Zum Einsatz kommen Moorschnucken – wie der Name schon sagt – bei der Moorpflege, immer dort, wo die schweren Maschinen nicht hinkommen.

Besucher freuen sich über die Tiere

„Eigentlich sind sie eher scheu, aber diese beiden hier sind ganz entspannt und neugierig“, meint Otto und betrachtet die zwei Damen, die auch bei den Besuchern gut ankommen. Vor allem bei den Kleinsten – auch wenn es bei denen meistens heißt: „Oh, guck mal, ein Schaf!“ Haben sie denn auch Namen? „Zurzeit noch Mäh und Möh“, scherzt Otto.

Er und Meineke freuen sich, dass neben den Schnucken jetzt nach und nach weitere Tiere im Park Einzug halten werden. „Wir haben schon ein Paar Gelbbrust-Aras. Aber auch Kängurus sind bestellt, ebenso wie ein Kronenkranich aus Holland.“ Und wer genau hinschaut, kann noch einen neuen Bewohner entdecken. Auf den ersten Blick wirkt er sehr bedrohlich, ist groß, hat ein riesiges Maul und viele spitze Zähne. Doch Sammy tut keiner Fliege etwas. Denn das Krokodil, das es sich an einem Teich in einem Gehege bequem gemacht hat, ist nicht echt.

Nun hoffen die beiden Tierpfleger mit bangem Blick auf die Inzidenzwerte, dass der Park auch weiterhin geöffnet bleiben kann.

Keine Angst: Sammy sieht bedrohlich aus, ist aber ganz friedlich.

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