Bassumer Medaille

Annegret Wöhler-Pajenkamp begeistert gern Menschen für die Schönheit der Umwelt

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Annegret Wöhler-Pajenkamp möchte ihre Freude an der Natur anderen Menschen vermitteln. 

Bassum - Von Julia Kreykenbohm. Man muss nicht immer weit reisen oder Dokumentationen über die Landschaft exotischer Länder schauen, um schöne oder besondere Dinge in der Natur zu sehen. „Es gibt auch beeindruckende Sachen hier vor Ort“, sagt Annegret Wöhler-Pajenkamp. Und das den Teilnehmern ihrer Gästeführungen oder Exkursionen vom Naturschutzbund bewusst zu machen, zu zeigen und zu erklären, liegt der 65-Jährigen am Herzen.

Schön sei es, wenn im Nachhinein Menschen bei ihr anrufen, die sagen: „Ich habe diese oder jene Pflanze gesehen und darauf hast du mich aufmerksam gemacht“ oder „Ich gehe jetzt mit offenen Augen durch die Landschaft“. „Ich möchte meine Freude an der Natur weitergeben und freue mich, wenn Menschen etwas für sich nach Hausen nehmen und achtsamer werden“, sagt Wöhler-Pajenkamp. Solche Führungen bietet sie nun schon über zehn Jahre an und wurde unter anderem dafür mit der Bassumer Medaille ausgezeichnet (wir berichteten).

Ihr erstes Ehrenamt hat sie mit etwa 20 Jahren übernommen. Als Studentin organisierte sie über „Student für Europa – Student für Berlin“ Ferienfreizeiten für Kinder aus der Hauptstadt. „Das war die Zeit des kalten Krieges und wir wollten den Kindern drei unbeschwerte Wochen in West-Deutschland schenken“, berichtet Wöhler-Pajenkamp mit einem Lächeln. Zusammen mit anderen schaute sie sich Häuser und Umgebung für die Kinder an. „Es hat mir sehr gefallen, dass wir eigenverantwortlich arbeiten konnten.“

Die Freude am Umgang mit Kindern brachte sie auch nach ihrem Umzug nach Bassum in den 80er-Jahren in verschiedene Ehrenämter. Als sie selbst Mutter wurde, engagierte sie sich unter anderem in der Arbeitsgemeinschaft freie Stillgruppen, machte eine Ausbildung zur Stillberaterin und leitete zeitweise Stillgruppen im Mütterkinderzentrum. In der Kindertheatergruppe „Die Schillerlocken“ war sie die zweite Vorsitzende.

Neben der Arbeit mit den Kleinen schlug ihr Herz aber auch schon immer für die Umwelt und die Natur. „Ich hatte das Gefühl, ich müsste etwas tun, was über die Pflege des eigenen Gartens hinausgeht.“ Doch Kontakt zum Nabu bekam sie erst über ihre Sprösslinge. „Es gab Kindergruppen hier vor Ort und meine Kinder wollten dorthin. Ich fand das Programm interessant und habe mir näher angeschaut, was der Nabu alles macht.“ Dann begann sie, selber aktiv zu werden und Vertretungen zu übernehmen.

Inzwischen ist der Nabu neben dem Stiftspark und den Gästeführungen zu ihrem Hauptprojekt geworden. Sie steht unter anderem bei verschiedenen Veranstaltungen am Info-Tisch, kümmert sich um die Streuobstwiese in Eschenhausen, die Apfelernte und um die Biotope. „Ich bringe mich dort ein, wo es mir möglich ist.“

Am schönsten sei es, wenn sie viele Menschen dazu motivieren könne, bei den Pflegeprojekten mitzuhelfen, um gemeinsam der Umwelt etwas Gutes zu tun. Denn die Arbeit im Team mache immer am meisten Spaß. „Ich bin keine Einzelkämpferin“, sagt Wöhler-Pajenkamp. Aus diesem Grund schätzt sie ihre Nabu-Gruppe und die Zusammenarbeit mit ihr. „Sie ist sehr aktiv und ich lerne dort viel.“

Das Ehrenamt hat ihr Leben bereichert. „Ich habe fachlich viel gelernt und viele Menschen getroffen. Ich denke auch, dass ich durch die Tätigkeit mehr Selbstbewusstsein gewonnen habe. Außerdem macht es mir Freude, anderen etwas zu erklären – da kommt dann die Lehrerin in mir durch“, sagt die Bramstedterin und schmunzelt.

Da sie in ihrem Beruf nicht gearbeitet hat, habe sie immer das Bedürfnis gehabt, etwas zu geben. „Viele Menschen sind ja durch ihren Beruf zu sehr eingespannt, um ehrenamtlich tätig zu werden. Ich habe mir gesagt: ,Bring dich ein, du hast die Zeit.’“ Inzwischen ist das Ehrenamt ein wichtiger Bestandteil ihres Leben geworden.

Über die Bassumer Medaille hat sie sich sehr gefreut. „Es ist ein Stück Anerkennung, die aus der Öffentlichkeit kommt.“

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