Seniorendialog beschäftigt sich mit Mobilität

Mitfahrerbänke nach Stuhrer Vorbild

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Mitfahrerbänke schenken ein Stück Mobilität, beim Stuhrer Vorbild kann es passieren, dass der Reisende auch mal im Regen sitzen bleibt. Findet Bassum eine bessere Lösung?

Bassum - Von Julia Kreykenbohm. Wer selber nicht mobil ist, aber in den nächsten Ort – sagen wir Neubruchhausen – möchte, nimmt auf einer besonderen Bank an der Straße Platz und wartet. Jeder, der mit dem Auto vorbeikommt, weiß, dass derjenige, der dort sitzt, nach Neubruchhausen mitgenommen werden will. Und im Idealfall hält er an und lädt den Wartenden ein, mitzufahren. Das Prinzip entspricht dem Trampen – nur ohne Pappschild und ausgestreckten Daumen.

Stattdessen gibt es diese besondere Bank, die den Namen „Mitfahrerbank“ trägt. In Stuhr hat der Seniorenberiat dieses Angebot initiiert und auch in der Stadt Bassum könnte es eingeführt werden. Zumindest hat der Seniorendialog des Stadtentwicklungsprozesses die Empfehlung an die Lenkunsgruppe gegeben. „Aber wie kommt man zurück, wenn man in der einen Ortschaft seine Angelegenheiten geregelt hat?“, lautet eine Frage. 

Der Erste Stadtrat Norbert Lyko schlug vor, sich das Ganze erstmal in Stuhr anzuschauen und sich beraten zu lassen – sofern der Rat Bassum im Mai grünes Licht für die „Mitfahrerbänke“ gibt. Dann soll sich eine Arbeitsgruppe gründen, die das Projekt in Abstimmung mit den Bürgern in Angriff nimmt, denn so ein Angebot mache nur Sinn, wenn auch Bedarf bestehe und es genutzt werde.

Parallel dazu sollen auch auch noch bestehenden Haltestellen des Bürgerbusses überprüft werden, ob beispielsweise Bänke für wartende Fahrgäste vorhanden sind.

Treffpunkte für Begegnungen von Jung und Alt angeregt

Zudem haben die Mitglieder der Arbeitsgruppe angeregt, Treffpunkte zu schaffen, bei denen sich Jung und Alt begegnen können. Das Stichwort Mehrgenerationenhaus kam auf. Die Empfehlung an die Lenkungsgruppe lautet, dass die Stadt die Augen offen hält, wenn geeignete Objekte für ein solches Projekt freiwerden, um es dann zu gegebener Zeit umzusetzen.

Diskutiert wurde auch die Frage, ob die Stadt Bassum vergünstigte Eintrittspreise für Senioren bei ihren Veranstaltungen und für das Hallenbad einführen könnte, ähnlich wie es diese schon für Studenten und Kinder gibt. Auch dieser Vorschlag wird geprüft und gegebenenfalls dem Rat vorgelegt.

Ein Mitglied beklagte, dass es immer noch Plätze gebe, die nicht barrierefrei seien, wie beispielsweise zwischen den Sportplätzen in Neubbruchhausen. Obwohl die Verwaltung das Thema im Blick habe, bat Lyko, solche Orte zu listen und an die Stadt zu geben, damit diese sich schnellstmöglich darum kümmern könne.

Kein Interesse für Beirat

Die Arbeitsgruppe regte zudem an, stärker für die Schulung zum Dorfmanager zu werben. Dorfmanager sind Menschen, die lernen, Leute für Projekte in ihrem Ort zu gewinnen, diese zu organisieren und umzusetzen. Bisher gab es diese Schulung nur für Ortsvorsteher, doch wenn der Rat einverstanden ist, soll sie für alle interessierten Bürger zugänglich sein.

Auf die Frage von Bürgermeister Christian Porsch, ob ein Seniorenbeirat gewünscht werde, herrschte Stillschweigen in der Gruppe. Zurzeit geht Ursel Born vom Seniorenservicebüro zu den Treffen des Kreiseniorenbeirates, damit „Bassum dort eine Stimme hat“. Von dort nimmt sie Anregungen mit.

Geben ihr Senioren wiederum Anregungen, was sie sich für Bassum wünschen, trägt sie diese dann CDU-Ratsfrau Heimke Möhlenhoff vor. Und die Stadtpolitikerin bringt die Anregungen in den Bassumer Rat ein.

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