Neuer Ortsvorsteher

Wilhelm Wortmann möchte in Eschenhausen Spuren hinterlassen

Wilhelm Wortmann vor der Mühle in Eschenhausen
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Wilhelm Wortmann hat seine Wurzeln in Eschenhausen und ist nun auch Ortsvorsteher seiner Heimat.

Eschenhausen – Es gibt insgesamt 54 Häuser in Eschenhausen, inklusive Feuerwehrgerätehaus. Und Wilhelm Wortmann kennt jeden der gut 200 Einwohner der Bassumer Mitgliedsgemeinde persönlich. Er ist dort geboren und aufgewachsen. „Ich bin Eschenhausen stets treu geblieben“, sagt der 55-Jährige, der nun Ortsvorsteher in und für seine Heimat ist.

„Sicherlich hätte es auch jemand anderes machen können“, gibt Wortmann sich bescheiden und stellt klar, dass er sich nicht vorgedrängt habe, um das Ehrenamt zu übernehmen. Doch als sich abzeichnete, dass seine Vorgängerin Annegret Meineke nicht zur Wiederwahl antreten würde, habe sich die Entwicklung abgezeichnet. „Vielleicht kann ich etwas erreichen“, dachte er sich.

Wortmann sieht sich als Ortsvorsteher in der Rolle des Vermittlers zwischen Bürgern und Politik und hält stets Augen sowie Ohren offen. Seinen persönlichen Vorteil in der Position, die er seit Anfang November innehat, sieht der Familienvater in der Tatsache, dass er in Eschenhausen gut vernetzt ist, unter anderem als Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr und im Verein Unser Dorf Eschenhausen. „Ich werde mich nicht verstecken“, verspricht Wortmann, dass er sich auf diese Art über die Anliegen der Einwohner informieren möchte. „Wenn ich mitbekomme, wo es Probleme gibt, kann ich darauf reagieren und etwas in Gang bringen.“

Da er in seiner Freizeit gern bastelt und Dinge repariert, könne er gut mit anpacken, freut sich Wortmann auf abwechslungsreiche Projekte. Schließlich sollen die Menschen gern in Eschenhausen leben.

Verein Unser Dorf Eschenhausen ist eine wichtige Institution

Dafür habe Annegret Meineke gute Vorarbeit geleistet. „Sie hat viel angeschoben und zuletzt die Lückenbebauung durchgesetzt“, freut sich Wortmann. Diese hatte für Freude gesorgt, da neue Häuser gebaut werden können (siehe Infokasten).

Für Wortmann ist der im März 2019 gegründete Verein Unser Dorf Eschenhausen eine wichtige Institution. „Die Vereinsarbeit entlastet einen Ortsvorsteher“, meint der neue Amtsträger. Zuletzt seien diverse Bänke installiert worden, die von den Radfahrern gern genutzt werden und zum Verweilen einladen. Der idyllische Ort an der Beeke wurde im Jahr 1260 erstmals urkundlich erwähnt und ist seit 1859 eine selbstständige Gemeinde. Laut Wortmann ist ein Besuch in Eschenhausen zu jeder Zeit lohnenswert. „Hier ist immer etwas los“, weiß er und berichtet von dem Osterfeuer, dem Maibaum-Aufstellen, dem Weihnachtsglühen und anderen Zusammenkünften. „Wir hoffen, dass wir all das bald wieder veranstalten können und die Gemeinschaft wieder zum Leben erwacht“, wünscht er sich mit Blick auf coronabedingte Absagen in den vergangenen zwei Jahren. „Ich hoffe, dass wir im nächsten Jahr endlich wieder unser Sommerfest feiern können.“

Wortmann möchte die landwirtschaftlichen Höfe instand halten

Abseits der Veranstaltungen punkte seine Heimat mit viel Grün, so Wortmann, der sich gern an seine Kindheit in Eschenhausen erinnert. „Es war ein freies Leben auf dem Land. Ich habe Höhlen im Wald gebaut und am Bach gespielt.“ Selbst in der Landwirtschaft aufgewachsen, ist es ihm auch heute noch wichtig, die Höfe instand zu halten. „Die Landwirtschaft ist weniger geworden. Deshalb müssen wir aufpassen, dass die Anwesen nicht verfallen.“

Vorbereitet hat sich Wortmann auf sein Ehrenamt nicht. „Das lasse ich auf mich zukommen. Man muss sehen, wo es brodelt und entsprechend reagieren“, beschreibt er seine Arbeitsweise. Schließlich habe jeder seine eigene Herangehensweise und eine andere Mentalität. Wortmann werde nicht in die Fußstapfen der langjährigen Ortsvorsteherin treten, sondern vielmehr eigene Wege einschlagen.

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