Benefizkonzert für Jugenddorf in Rumänien

Melancholisches auf der Trompete

Gábor Hegyi - Foto: Voss

Bassum - Von Dagmar Voss. Barockmusik mit wunderbaren Interpretationen von Truhenorgel und Barocktrompete erlebten die Besucher des Benefizkonzerts am Samstagabend. Für diese Art der Musik bildete die Stiftskirche den passenden Rahmen, für Kompositionen von Händel, Croner, Torelli und Telemann. Dazu gesellte sich zwischen den musikalischen Genüssen der Vortrag über ein rumänisches Hilfsprojekt mit dem Namen LIA, dem die eingenommenen Spenden zufließen sollten – vorgelesen von Walter Bellingrodt.

Organisiert hatten dieses besondere Ereignis die beiden hiesigen Kirchenmusiker, die in Cluj-Napoca geborene ungarische Siebenbürgerin Réka-Zsuzsánna Fülöp und ihr Mann Ralf Wosch. Also kam es nicht ungefähr, dass ein Teil des Abends mit dem LIA-Hilfsprojekt in Rumänien zu tun hatte.

Zum Auftakt mit der Sonate D-Dur von Georg Friedrich Händel (1685-1759) griff Organist Wosch in die Tasten der Truhenorgel, und der weltweit gefragte Barocktrompeter Gábor Hegyi ließ dazu sein ungewöhnliches Instrument erklingen. Zu einem weiteren Händel-Stück gesellte sich Réka-Zsuzsánna Fülöp mit ihrer eindrucksvollen Altstimme.

Nach den ersten Information zum Kinder- und Jugendhilfedorf „Lokod“ kamen vier Stücke des hier eher unbekannten siebenbürgischen Theologen und Organisten Daniel Corner (1656-1740). Highlights des Konzerts waren sicherlich einige Sonaten von Giuseppe Torelli (1658-1709) und Georg Philipp Telemann (1681-1767). Vorwiegend melancholisch wehmütig schwebten die sieben ungarischen Volkslieder durch das Kirchenschiff, ebenfalls gesungen von Fülöp.

Zielgruppen für die LIA-Projekte sind behinderte und sozial schwache Kinder und Jugendliche. Aus Deutschland wird die Unterstützung für die LIA- und die Wolter-Stiftung durch den gemeinnützigen Verein LIA mit Sitz in Grevenbroich koordiniert.

Zu den Informationen der LIA- und der Wolter-Stiftung, die verschiedene Projekte im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe betreiben, sollten eigentlich passende Bilder per Beamer auf Leinwand eingespielt werden. Das war sicherlich gut gemeint, aber leider nicht gut gemacht. Ab und zu erschien ein Bild, dazwischen gab es Konfusion. Erst im letzten Viertel des Abends ließen sich ein paar zugehörige Fotos erkennen, ansonsten störte dieses bunte Chaos eher.

Der Erlös der Spenden des Abends soll an das ungarisch-sprachige Dorf „Lokod“ in Rumänien gehen. Ein Ehepaar aus Grevenbroich betreut seit vielen Jahren dort Jugenddörfer. „Lokod“ ist einer von mittlerweile fünf Standorten. Informationen dazu unter

www.lia-wolter.eu

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