Anwohner sagen: Situation auf der K126 brenzlig / Straße soll in Verkehrsschau berücksichtigt werden

Mehrmals knapp an Unfällen vorbeigeschrammt

Blick nach links, wenn der Fahrer am Radweg steht (kleines
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Blick nach links, wenn der Fahrer am Radweg steht (kleines

Bassum – Da staunte Carsten Leopold nicht schlecht: Nachdem der Artikel über seinen Antrag, die Geschwindigkeiten auf der K126 zwischen Dimhausen und Bassum herabzusetzen, erschienen war, stand Heinrich Tiemann von GBS Nordwest (ehemals Bio Geflügelhof Tiemann) bei ihm vor der Tür. Seine Mitarbeiter hätten den Text über die schwierigen Verkehrsbedingungen gelesen – und ihm berichtet, wie knapp sie schon mehrmals an Unfällen vorbeigeschrammt seien.

„Das war uns bis dahin gar nicht so bewusst“, sagt Geschäftsführer Andreas Tiemann, und sein Bruder Markus nickt. Die beiden sind in Groß Henstedt und mit der Situation auf der Straße aufgewachsen. „Es ist Normalzustand, dass es brenzlig wird“, sagt Markus Tiemann. Doch für die Mitarbeiter, die nicht nur mit gewöhnlichen Autos, sondern auch mit Traktoren und Lastwagen unterwegs sind, ist es jedes Mal ein Nervenspiel, wenn sie von der Gemeindestraße auf die Kreisstraße einbiegen. Und das geschieht bis zu 50-mal am Tag.

Fährt man an den Rad- und Fußweg heran und blickt nach rechts, blockiert ein Haus die Sicht. Auf der linken Seite befindet sich die scharfe Kurve, wo ebenfalls ein Haus verhindert, dass man Autofahrer kommen sieht. Um besser sehen zu können, muss der Fahrer mitten auf dem Radweg stehen – was allerdings auch nur wenig Abhilfe schafft. „Da geht der Blick nur hektisch von links nach rechts und von rechts nach links – und plötzlich rauscht ein Fahrradfahrer vorbei, den man gar nicht im Blick hatte“, schildert Andreas Tiemann. Und die Mitarbeiter erschrecken sich jedes Mal. „Immerhin ist ein Hinterreifen vom Trecker größer als ein Mensch. Man will sich nicht vorstellen, wenn da mal einer drunter gerät.“

Markus Tiemann ergänzt: „Es würde wirklich helfen, wenn die Leute dort langsamer fahren müssten, also 50 statt 70 Stundenkilometer.“

Um zumindest etwas Abhilfe zu schaffen, wäre die Familie bereit, auf eigene Kosten einen sogenannten Spiegel zu bezahlen. Doch aufstellen muss den der Landkreis Diepholz.

Und mit dem hat Leopold bereits gesprochen. Über den Spiegel – für den er einen gesonderten Antrag schreibt – und die Situation insgesamt. Die Reaktion hat ihn sehr positiv gestimmt. „Ich hatte ein sehr gutes Gespräch mit dem Leiter des Fachdienstes Straßenverkehr. Er war sehr offen und sagte, dass ihm die Situation bekannt sei. Ich habe die mündliche Zusage, dass die K126 bei der nächsten Verkehrsschau im Herbst berücksichtigt werden soll.“ Der CDU-Politiker hofft, bei dem Termin auch dabei sein zu können.

Er wünscht sich, dass aus der 70er-Zone hinter dem Ortsschild Dimhausen Richtung Bassum, eine 50er-Zone wird. Und statt der 100 Stundenkilometer, die am Gasthof Stöver gelten, wünscht er sich 70 (wir berichteten). „Das wollten wir schon vor 20 Jahren, aber passiert ist nichts“, erinnert sich der ehemalige Ortsvorsteher Claus-Carsten Bruns, dem die Situation vor dem Gasthof ebenfalls Sorgen macht. Im Frühling sei es besonders schlimm. „Es wird ja auch kaum kontrolliert und als Anwohner fragt man sich: Muss erst etwas passieren, bevor man etwas tut?“

Von Julia Kreykenbohm

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