Bassumer DLRG hat zwölf neue Wasserretter ausgebildet / Saison auf Langeoog eröffnet

Mehr Wachstunden als je zuvor

Die DLRG-Ortsgruppe Bassum hat die Wachsaison auf der Insel Langeoog eröffnet. - Foto: DLRG

Bassum - Fünf ehrenamtliche Rettungsschwimmer der DLRG-Ortsgruppe Bassum haben jüngst die Wachsaison auf der Insel Langeoog eröffnet. Trotz der beinahe schon sommerlichen Außentemperaturen zog es nur wenige Badegäste in die noch eiskalte Nordsee.

Das Hauptaugenmerk lag während des ersten Einsatzes auf einer etwa 150 Meter vom Strand entfernten Sandbank, die bei Ebbe immer wieder Fußgänger anlockte. Bei auflaufendem Wasser wurden zuerst die landseitigen Priele geflutet. Das führte dazu, dass Menschen, die sich bis dahin noch auf der Sandbank befanden, nicht mehr zurück an den Strand gelangen konnten. Um das zu verhindern, galt es, die Sandbank vor jeder Flut zu räumen. Zusätzliche Gefahr ging von einer großflächigen Schlickmasse aus, welche nicht zu durchqueren war, ohne einzusinken.

„Wir haben es selbst ausprobiert, man verlor regelrecht den Boden unter den Füßen. Da bestand Lebensgefahr“, erinnert sich Sven Stubbe, ein Mitglied der Bassumer Wachmannschaft. Das Erkennen und Einschätzen solcher Gefahren sei ein wichtiger Bestandteil des Dienstes an der Küste.

Damit auch in Zukunft qualifizierte Wasserretter die Sicherheit beim Badespaß gewährleisten, hatte die DLRG in diesem Jahr wieder die „Fachausbildung Wasserrettungsdienst“ angeboten. Die zwölf Teilnehmer, auch aus Syke und Weyhe, erfuhren zunächst im Rahmen eines Theorieblocks alles Wissenswerte rund um den Dienst an der Küste. „Welche Arten von Strömungen gibt es?“, „Wie verhält man sich auf der Station?“, „Welche Rettungsmittel stehen zur Verfügung?“, „Wie steht es um den Versicherungsschutz?“

Im Wasserrettungsdienst muss man alles bedenken, damit die Sicherheit nicht nur für die Badegäste, sondern auch für die Rettungsschwimmer selbst gewährleistet ist.

Die Praxiseinheit der Fachausbildung fand ein Wochenende lang ebenfalls auf der Nordseeinsel Langeoog statt. Mit einer Funk-Schnitzeljagd sollten die Teilnehmer zunächst die Insel kennenlernen und den Umgang mit Funkgeräten üben, welche auch im Wasserrettungsdienst zum festen Einsatzequipment gehören.

Nach verschiedenen Aufwärmübungen ging es dann in die acht Grad kalte Nordsee, um die Rettungsgeräte praxisnah auszutesten. „Die Teilnehmer sollten ein Gefühl für die Macht des Wassers entwickeln, aber auch ein Stück weit die Furcht verlieren.“, betont Frank Voßmerbäumer, Leiter des Lehrgangs.

Und Grund zur Furcht gab es an einem Tag wirklich: Der starke Seegang mit Wellen von bis zu drei Metern Höhe und der eiskalte Wind machten die Übung zu einem echten Nervenakt. Voßmerbäumer: „Das war mehr als grenzwertig.“ Nach zwei Stunden und einer weiteren Verschlechterung der Wetterlage musste die Übung aus Sicherheitsgründen abgebrochen werden.

Am letzten Tag auf Langeoog wurde das Wissen der Teilnehmer im Rahmen eines Abschlusstests geprüft. Alle bestanden. Was den Lehrgangsleiter besonders gefreut hat: „Danach kamen die ersten Anfragen für die Wachsaison 2017, ich solle sie doch bitte vormerken. Damit haben wir alles erreicht.“

Die neuen Wasserretter im Alter von 16 bis 49 sind Isabelle und Kristin Wetjen, Anne Frenken, Swana Hofmann, Astrid Heinrich, Stefan Sebode, Christian Nerlich, Tim Kück, Jan Wührmann, Marc Blüml, Maximilian Springer und Moritz Doose.

Die DLRG-Ortsgruppe Bassum leistet in diesem Jahr so viele Wachstunden wie nie zuvor. Bis Oktober sind weitere fünf Einsätze vorgesehen, davon zwei in Binz auf Rügen und drei auf Borkum. Am Ende der Saison werden es unter dem Strich rund 3 800 ehrenamtliche Dienststunden sein.

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