Mehr Platz für Rossmann

Lührs-Anfrage: Alten Amtshof erweitern

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Ein Anbau könnte eine Möglichkeit sein.

Bassum - Von Frauke Albrecht. Viele Investoren in Bassum haben in der Vergangenheit dem Drogeriemarkt Rossmann ein Angebot unterbreitet – nicht nur Horst-Dieter Jobst, der das Unternehmen gerne am Lindenmarkt sehen möchte. Das Tauziehen zwischen Lindenmarkt und Sulinger Straße geht weiter. Helmut Lührs von der Vermögensverwaltungsgesellschaft Niederelbe aus Stade hat bei der Stadt angefragt, ob es möglich sei, das jetzige Gebäude Alter Amtshof in Teilbereichen zu erweitern – und zwar in Richtung Parkplatz. Dadurch würde Rossmann die Möglichkeit erhalten, seine Verkaufsfläche zu vergrößern.

Bürgermeister: „Hätte nichts dagegen“

Bürgermeister Christian Porsch bestätigte gestern auf Anfrage unserer Zeitung, dass es eine solche Anfrage gibt. „Es liegt zwar noch kein Antrag vor, aber eine Anfrage, die wir überprüfen“, so Porsch. „Ich hätte nichts dagegen. Das ist aber eine Entscheidung der Politik“, betont der Bürgermeister.

Auch Hermuth Straßburg, Fraktionsvorsitzender des Bürgerblocks, kann den Erweiterungsplänen am jetzigen Standort eine Menge abgewinnen. „Damit wären doch sehr viele Kühe vom Eis“, sagt Straßburg.

„Wir haben schon lange in der Fraktion gesagt, dass man Rossmann doch die fehlenden Quadratmeter anbieten soll. Ich glaube sogar, die Idee ist vom Bürgermeister dorthin getragen worden. Eine super Lösung.“

Der Bürgerblock würde dem Vorhaben nicht im Wege stehen. Lührs müsste einen Teil der Parkplätze erwerben. Die Fläche gehört der Stadt Bassum. Straßburg: „Das dürfte kein Problem sein, denn wir haben großzügig Stellplätze geplant.“

Das sieht Hans-Hagen Böhringer, Chef der CDU-Fraktion, ähnlich. „Wir besprechen das Thema erst am Montag in der Fraktion. Ich persönlich stehe der Idee erst einmal grundsätzlich offen gegenüber.“

Ebenso fällt die Stellungnahme der Grünen aus. „Grundsätzlich ist das eine Option. Parkplätze sind schließlich ausreichend vorhanden“, nimmt Eike Sellmer Stellung.

Die SPD-Fraktion hingegen möchte nicht vorschnell städtischen Grund hergeben. „Bevor wieder Stadteigentum verkauft wird, würden wir eine andere Lösung lieber sehen“, sagt Dr. Christoph Lanzendörfer. Zumal er eine Gleichbehandlung fordert. Es könne nicht sein, dass ein Investor über Jahre hingehalten werde, bei einem anderen „gleich die Hacken zusammengeschlagen werden“. Auch dieser Plan müsse einer Verträglichkeitsprüfung unterzogen werden.

Die SPD fordere seit zehn Jahren die Einkaufsachse Sulinger Straße – Bahnhofstraße. Dieser Bereich sollte zum zentralen Versorgungsbereich deklariert werden. Dann könnte Rossmann dort auch ohne Probleme bauen.

Eine weitere Alternative hätte Lanzendörfer für Rossmann parat, wenn das Unternehmen denn an der Sulinger Straße bleiben möchte: Deichmann und Rossmann könnten die Flächen tauschen. Neben dem Schuhgeschäft steht derzeit ein Laden leer. Die Fläche könne, nach einem Mauerdurchbruch, zusätzlich angemietet werden.

Die Anfrage von Helmut Lührs sei erst kürzlich eingegangen, heißt es aus dem Rathaus. Sie habe nichts damit zu tun, dass das Einzelhandelskonzept der Cima GmbH bisher noch nicht öffentlich gemacht worden sei.

Wie berichtet, gibt es verschiedene Auffassungen darüber, welcher Bereich künftig als zentraler Versorgungsbereich angesehen werden soll. „Das ist der Bereich, wo wir künftig Einzelhandel zulassen wollen“, formuliert es Hermuth Straßburg. Entgegen der Ansicht der SPD möchte der Bürgerblock den Bereich „enger fassen“. Straßburg: „Man muss nicht immer alles ausbluten lassen.“

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