Für ein besseres Zusammenleben

Präventionsrat Bassum sucht dringend Verstärkung

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Die Mitglieder des Präventionsrates setzen sich für ein besseres Zusammenleben in Bassum ein.

Bassum - Von Julia Kreykenbohm. Präventionsrat. Sind das nicht diejenigen, die den Kindern und Jugendlichen ständig sagen, dass Alkohol und illegale Drogen schlecht sind? Andreas Storn lacht und schüttelt den Kopf. „Uns geht es nicht darum, etwas zu verteufeln, sondern für Themen zu sensibilisieren und ein Bewusstsein zu schaffen, damit man sich damit auseinandersetzen kann. Wir wollen frühzeitig etwas tun, nicht Schäden verwalten. Und Schulen können nun mal nicht alles auffangen.“

Doch das ist nicht alles. Der Präventionsrat Bassum überlegt sich Aktionen, mit denen das Zusammenleben in der Gemeinde verbessert werden kann, wie zum Beispiel „Vorsicht: wachsamer Nachbar“. Durch die Schilder mit dieser Aufschrift sollte jedem Einbrecher gezeigt werden: „Wir passen hier gut aufeinander auf.“

Seit 20 Jahren engagieren sich die Mitglieder des Rates für ihren Ort. Auch die Stadt steht hinter dem Gremium und stellt ihm ein Budget zur Verfügung. Das Problem: Es fehlen die Mitglieder. Angefangen habe man mal „mit 20 oder 40 Leuten“, erinnert sich Storm, der seit 2000 dabei ist. Heute sind es noch acht, wobei zu den Treffen manchmal nur drei Leute kommen. „Das ist schade, denn viele Menschen können viele Ideen einbringen und sehen natürlich auch mehr“, sagt Hilke Bald.

Jedes Jahr ein großes Thema

Zurzeit nimmt sich der Präventionsrat jedes Jahr ein großes Thema vor. 2017 lautete es „Sexuelle Grenzverletzung“, für das die Mitglieder die Ausstellung „Echt krass“ an die Oberschule Bassum holten. Dazu gab es Schulungen für Lehrer, damit diese ihre Schüler gut begleiten konnten. „Wir hatten eine super Resonanz auf die Ausstellung“, schwärmt Bald. Alle zwei Jahre gibt es eine Aktion zur Alkohol-Prävention an den Schulen.

Sehr viel mehr ist nicht drin, denn es fehlt die Manpower. „Wenn wir mehr Mitglieder hätten, könnte man die Arbeit auf mehrere Schultern verteilen und auch mehr Projekte anschieben, wie zum Beispiel eine Nacht des Sports“, überlegt Storn. Zurzeit sind er und seine Mitstreiter stark belastet. Da könne es vorkommen, dass er während des Präventionsprojektes zwei Tage an den Schulen ist. Gäbe es mehr Mitglieder, könnte jeder vielleicht zwei Stunden übernehmen.

Jeder über 16 Jahre ist willkommen

Er und Bald würden sich freuen, wenn sich ein paar Bassumer finden, die Lust haben, beim Präventionsrat mitzumachen. „Das können Vertreter von Organisationen, aber auch ganz normale Bürger sein, die Lust haben, sich ehrenamtlich einzubringen.“ Jeder sei willkommen, der über 16 Jahre alt und kreativ sei, Zeit und Interesse an einem besseren Miteinander habe. „Wir verteilen die Aufgaben nach Möglichkeiten und treffen uns einmal im Monat für etwa zwei Stunden“, so Bald.

Die Mitglieder sind völlig frei in ihrer Gestaltung. Nichts wird ihnen vorgeschrieben. „Aber wir finden immer etwas zu tun“, sagt Storn schmunzelnd. Als beispielsweise zum ersten Mal eine große Anzahl Flüchtlinge nach Bassum kam, organisierte der Präventionsrat spontan eine Veranstaltung unter dem Motto: „Was glaubst du?“. Dort konnten sich die Teilnehmer über verschiedene Relgionen austauschen.

„Die Leute können auch erstmal bei uns reinschnuppern“, sagt Storn. Niemand verpflichte sich zu bleiben. „Wobei es natürlich schön wäre, wenn wir dauerhaft Menschen für die Arbeit begeistern könnten.“

Wer Lust hat, beim Präventionsrat mitzumachen, kann sich beim Jugendhaus Fönix unter der Telefonnummer 04241/5210 ab 15.30 Uhr melden. Oder er schaut ganz einfach beim nächsten Treffen des Rates, am Donnerstag, 15. Februar, in der Gemeinschaftspraxis „Schattensprung“ an der Syker Straße 18 vorbei.

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