Mareike Landwehr wird 2016 Ortsbrandmeisterin in Ringmar

Eine ruhige Vertreterin mit einem Faible für Technik

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Mareike Landwehr freut sich auf die Aufgabe.

Ringmar - Von Frauke Albrecht. Mareike Landwehr aus Ringmar ist ehrgeizig. Wenn sie etwas beginnt, möchte sie es richtig machen. Genau aus diesem Grund ist sie bald Ortsbrandmeisterin in Ringmar. Wobei, der Posten war keineswegs ihr Ziel.

Aber nachdem die junge Frau 1994 in die Ortsfeuerwehr eingetreten war, stand für sie fest, dass sie auch an Lehrgängen teilnimmt. Und diese Qualifikation war es, die ihre Mitglieder dazu bewogen haben, die 38-Jährige als Nachfolgerin von Thomas Wessels zu wählen (wir berichteten). Noch ist es nicht soweit. „Erstmal muss noch der Stadtrat zustimmen“, sagt Mareike Landwehr bescheiden. Stichtag wäre der 1. August 2016.

Landwehr ist dann die erste Ortsbrandmeisterin in Bassum. Sie freut sich auf die Aufgabe. „Es ist eine Herausforderung.“

Thomas Wessels hatte bereits im vergangenen Jahr angekündigt, 2016 nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Logisch, dass der Blick der Verantwortlichen zuerst auf die Stellvertreterin fiel. Diesen Posten hat Mareike Landwehr bereits seit 2003 inne. Sie kennt also die Materie, erfüllt alle Voraussetzung und hat die erforderlichen Lehrgänge.

Ihre Antwort damals: „Wenn ich einen vernünftigen Stellvertreter bekomme, mache ich das.“ Den soll sie kriegen. An ihrer Seite steht ab August Rene Laurinat. „Das wird laufen“, ist die 38-Jährige überzeugt. Und sie kann sich der Unterstützung der übrigen Mitglieder sicher sein.

Wird sie es als Frau schwerer haben? „Glaube ich nicht“, sagt Landwehr. Sie sei stolz, die erste Ortsbrandmeisterin in Bassum zu sein. „Aber ob Mann oder Frau, das ist bei uns nicht wichtig. Was zählt sind der Zusammenhalt und die Gemeinschaft.“

Genau aus diesem Grund sei sie damals als 17-Jährige in die Feuerwehr eingetreten. „Das ist nun mal so auf dem Dorf.“ Der Papa und ihre beiden Brüder waren ebenfalls aktiv.

Die junge Frau nahm an zahlreichen Lehrgängen teil, besuchte unter anderem den Funklehrgang, den Truppführerlehrgang und den Maschinistenlehrgang. Dieser machte ihr am meisten Spaß. „Ich habe technisches Verständnis“, sagt sie. „Meine Familie ist immer überrascht und sagt: ,Das musst du von Opa haben‘“, schmunzelt Landwehr. Sie wäre auch gern Automechanikerin geworden, doch die Wahl fiel auf die Altenpflege. Nun lebt sie ihre Vorliebe für Technik in der Freizeit aus.

2003 wurde sie stellvertretende Ortsbrandmeisterin. Der damalige Vize wollte nicht mehr. „Ich war fast die Einzige, die alle erforderlichen Lehrgänge für den Posten mitbrachte“, erinnert sie sich.

Über sich selbst sagt Landwehr: „Ich bin eher ein ruhiger Vertreter.“ Entscheidungen würden wohl überlegt. „Sind diese allerdings erst einmal getroffen, scheue ich mich nicht, sie durchzusetzen.“

Derzeit sind in der Feuerwehr Ringmar 26 Mitglieder aktiv, davon vier Frauen. Vorrangiges Ziel wird sein, die Gruppenstärke zu halten, im besten Falle auszubauen. „Es wird nicht einfache, neue Mitglieder zu gewinnen“, weiß Landwehr. Vor allem die Ausbildung sei komplexer und somit zeitintensiver geworden. „Viele scheuen den Aufwand. Und so mancher hat gar nicht mehr so viel Freizeit, muss auch samstags arbeiten.“ Keine leichte Aufgabe also, ihre Nachbarn, die noch nicht Mitglied sind, von den Vorzügen der Feuerwehr zu überzeugen.

Neben dem Brandschutz sind für Mareike Landwehr ganz klar die Gemeinschaft und Zusammengehörigkeit ein großes Plus. „Es macht einfach Spaß. Bei uns kennt jeder jeden.“ Und der sportliche Aspekt komme auch nicht zu kurz. Die Wettkampfgruppe mische meistens auf den vorderen Plätzen mit. Und wenn sie nicht bei der Feuerwehr ist, spielt Mareike Landwehr Handball. Sie steht bei der HSG Phönix im Tor. Die Gruppe spielt in der Landesliga.

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