Lust am Buch kommt nicht von allein

Bücherei Bassum ruft eine Lesekrabbelgruppe für Kleinkinder ins Leben

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Tina Sänger möchte in Bassum eine Lesekrabbelgruppe gründen. Jaron hat sich die Bücher gestern schon mal angeschaut und hatte sichtlich Spaß. 

Bassum - Von Frauke Albrecht. Fast jeder fünfte Grundschüler liest schlecht. Das hat eine Studie zur Lesekompetenz ergeben. Die Fähigkeit zu lesen beginnt beim Vorlesen in der Kindheit. Doch die Lust am Buch kommt nicht von allein – sie muss geweckt werden.

Damit Eltern und Großeltern wissen, wie sie die Kleinen neugierig machen und worauf sie achten können, starten Büchereileiterin Susanne Tietje und ihre Mitarbeiterin Tina Sänger ab dem 10. Januar mit einem neuen Angebot: Sie gründen die Bassumer Bücherzwerge – eine Lesekrabbelgruppe für Kinder von einem bis drei Jahren mit Begleitperson. Jeden zweiten Mittwoch im Monat trifft sich die Gruppe von 10 bis 11 Uhr in der Bücherei, um mit Tina Sänger gemeinsam zu singen, Bücher zu „lesen“ und Fingerspiele zu lernen. Eine Anmeldung ist nicht erorderlich.

Die Idee ist aus dem Projekt Lese-Start entstanden, einem bundesweiten Leseförderprogramm, das Familien mit kleinen Kindern von Anfang an bis zu ihrem Eintritt in die Schule begleitet. Es wird vom Bundesministerium für Wissenschaft und Kultur finanziert und von der Stiftung Lesen durchgeführt. Kern der Initiative bilden kostenfreie Lesestart-Materialien sowie Ratgeber mit Tipps zum Vorlesen. Die Büchereizentrale Niedersachen unterstützt dieses Projekt – so auch die Bücherei Bassum. Tietje: „Wir haben für dieses Jahr 250 Lese-Tüten bestellt.“ Diese bekommt der Kinderarzt Holger Theek, der die Tasche den Eltern an die Hand gibt, die mit ihren Kindern zur U6-Untersuchung kommen. Darin sind ein Pappbilderbuch, ein Poster, Infos zur Bücherei und ein Flyer über die Bücherzwerge.

Tietje und Sänger wollten es nicht bei der Lese-Tüte belassen, sondern die Familien direkt ansprechen. „Die Sprachbildung beginnt bereits in den ersten Lebensjahren. Da ist Lesen wichtig“, sagt Tietje. Für reines Vorlesen seien die Kinderm zu klein. Aber sie können Bilder, Töne und Formen wahrnehmen – deshalb geht es bei den Bücherzwergen um alle Sinne. Es wird zusammen gespielt, gesungen und gelesen.

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