Lukas-Schule nimmt am Erasmus-Projekt teil und hat Besuch aus Europa

Für eine lebenswerte Erde

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Ein Teil der Erasmus-Teilnehmer in Bassum mit Banner, die Jüngeren vorne sind Grundschüler aus Malta.

Bassum - Von Ute Schiermeyer. Sie kommen aus sechs verschiedenen Ländern Europas, aus ungleichen Klimazonen, sprechen unterschiedliche Sprachen und sind auch unterschiedlich alt. Aber sie haben ein gemeinsames Anliegen: Sie wollen, dass die Erde auch in Zukunft lebenswert ist. „It´s time to help“ heißt ihr Projekt. Im Rahmen des Erasmus+-Programmes sind zurzeit 28 Kinder, Jugendliche und Lehrkräfte zu Besuch in Bassum.

Eine weitere Gemeinsamkeit ist, dass sie alle auf von der EU anerkannte Umweltschulen gehen. Diese Schulen sind in Virkby (Finnland), Olaine (Lettland), Kuba (Portugal), Perov (Tschechien), Malta und in Bassum.

Gestern Morgen wurden die Gäste und ihre Gastgeber von der Lukas-Schule im Rathaus empfangen. Bürgermeister Christian Porsch begrüßte sie professionell auf Englisch. Er hieß alle herzlich willkommen und wünschte ihnen, dass sie sich wohlfühlen.

Er lobte das ökologische Projekt ITTH, deren Sinn und Zweck es sei, dass junge Menschen aus ganz Europa sich kennen und gegenseitig besser verstehen lernen. „Manchmal haben es junge Menschen einfacher, sich gegenseitig zu akzeptieren, als Erwachsene, die manchmal noch mit den Schatten der Vergangenheit zu kämpfen haben“, sagte er. Der direkte Kontakt und die Gespräche miteinander seien unverzichtbar. Porsch wünschte den Gästen spannende Begegnungen und neue Erfahrungen rund um das Thema Energie.

Anschließend erklärte Reinhild Olma die Agenda21, deren Schlüsselwort „Nachhaltigkeit“ ist. „Das bedeutet: Wir wollen, dass Leute so leben, dass auch nachfolgende Generationen gut leben können.“

Danach wurden zwei Umweltprojekte der Stadt vorgestellt. Erich Feldermann vom Bauamt erläuterte die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Lampen. Nach der kompletten Umstellung im Jahr 2016 würden 77 Prozent Energie eingespart. Das bedeute, dass anstelle von 214 Tonnen CO2 nur noch 48 Tonnen ausgestoßen würden. Im Anschluss stellte Claus Marx von der Bassumer Energie-Genossenschaft die Bürger-Solaranlage auf der Jahnhalle vor.

Die Teilnehmer des Erasmus+-Projektes werden wohl sehr unterschiedliche Ideen aus Bassum in ihrer Heimat anregen können. So war die finnische Lehrerin Viveca Mattson begeistert von der Umstellung der Leuchtmittel in den Straßenlampen, da die finnischen Winter doch sehr lang und dunkel seien. Ihr Kollege Mathias Lundqvist meinte dagegen, die Solarenergiegewinnung sei für Finnland nicht interessant, dazu habe man eben nicht genug Sonnenstunden.

Innerhalb des Erasmus+Projektes besuchen sich die teilnehmenden Schulen gegenseitig. Auch die Schüler der Lukas-Schule werden in den kommenden Monaten die Partnerschulen in Europa besichtigen. Thehina Vogelsang und Lea Westermann freuen sich schon auf ihre Reise im Mai nach Lettland. Dort werden sie wieder mit Schülern aus den fünf anderen Ländern zusammentreffen, Projekte besichtigen, am Unterricht teilnehmen und Themen ausarbeiten. Michelle Conrad hingegen fährt im September mit einem Mitschüler und Lehrern nach Finnland.

Zum Erasmus+-Programm:

Das Projekt “It’s Time to help” (ITTH) , durch die EU finanziert, wird in der Übersetzung „Es ist Zeit, der Erde zu helfen“ genannt. Es wurde in Tschechien begründet und wird auch von den tschechischen Teilnehmern koordiniert.

Alle Umweltschulen haben das Konzept der „Sieben Schritte zu einer Umweltschule“ umgesetzt, aber jede Umweltschule hat das unter den Bedingungen ihres Landes und ihrer Klimazone getan. Im ITTH Projekt kommen Schüler im Alter von 11 bis 16 Jahren und deren Lehrkräfte aus den Ländern Tschechien, Lettland, Deutschland, Finnland, Malta und Portugal zusammen. Sie können ihr Interesse an der Kultur, den Traditionen und der Umwelt der Partnerländer entwickeln und sich ihre Arbeit im Bereich der Ökologie vorstellen. Sie können ihre bisherigen Erfahrungen weitergeben und ihre Ideen mit den anderen teilen.

In Bassum stehen noch ein Workshop zum Thema Energiesparen, der Besuch des Hofs Martens (Borwede) mit Besichtigung einer Biogasanlage und ein Treffen mit Axel Knoerig (MdB) zum Thema Energie auf dem Programm. Am Freitagnachmittag gibt es einen Schulgottesdienst in der Stiftskirche. Auf Wunsch der Gäste wird das Klimahaus in Bremerhaven besucht.

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