Jugend forscht: 1. Platz für Alexander Koch

Mit raffinierter Syntax zum Erfolg

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Alexander Koch vor der Stelltafel zu seinem Projekt.

Bassum - Von Frauke Albrecht. „Ich war schon aufgeregt. Man weiß ja nie, wie die Jury entscheidet.“ Alexander Koch lächelt. Denn die Jury hatte an seiner Arbeit nichts zu bemängeln. Der 17-jährige Schüler der Lukas-Schule in Bassum räumte beim Regionalentscheid von Jugend forscht in Emden den ersten Platz im Fachbereich Mathematik/Informatik ab. Titel seiner Arbeit: „Entwurf und Implementierung einer projektorientierten, statisch typisierten Programmiersprache“.

Für Landeswettbewerb

qualifiziert

Das hört sich kompliziert an – ist es auch. „Es gibt einen Handzettel, der das erklärt“, wirft Schulleiterin Gabriele Wilk-Batram ein. „Hol den doch mal raus.“ Sie ist mächtig stolz auf ihren Schüler.

„Ich habe eine neue Programmiersprache entwickelt“, erklärt der 17-Jährige, der aus Seckenhausen kommt. Hintergrund sei folgender: Bei der Entwicklung von Quellcodes können logische Fehler entstehen, die zwar zu einem syntaktisch richtigen Programm führen, aber Laufzeitfehler verursachen können. Diese Fehler wollte Alexander Koch mit einer neuen Sprache verhindern. „Und zwar durch den Einsatz einer raffinierten Syntax sowie eines statischen Typsystems“, wie es in der Projektbeschreibung heißt. Die Sprache sei einfach zu handhaben und konkurrenzfähig.

Die Idee zu diesem Projekt kam ihm durch ein Online-Studienangebot für Schüler an der Uni Rostock. Für ein Semester beschäftigte sich Koch mit abstrakten Datentypen. „Das war sehr interessant“, erzählt er. Nach dem Abitur möchte er auf jeden Fall Informatik studieren. Erste Wahl wäre das Hasso-Plattner-Institut in Potsdam.

Mit dem ersten Platz qualifizierte er sich für eine Teilnahme am Landeswettbewerb – vom 14. bis 16. März in Clausthal-Zellerfeld.

Und noch einen Vorteil hat die erfolgreiche Teilnahme. Die Arbeit kann als besondere Lernleistung für das Abitur angerechnet werden und ersetzt damit das vierte Prüfungsfach.

Nun muss der 17-Jährige mit dem Projekt in die mündliche Prüfung und erläutern, wie er sie hergestellt hat. „Dann werden Präsentation und Inhalt bewertet“, erklärt Schulleiterin Wilk-Batram. Sie ist optimistisch, dass Alexander ein sehr gutes Abitur machen wird.

„Ich kann mich noch daran erinnern, wie Alexander zu uns kam. Es war in der fünften Klasse. Seine Eltern sagten, ,Alexander ist ein sehr zurückhaltender Junge und wird oft verkannt‘. Das stimmt voll und ganz“, lacht sie.

Bereits 2015 kam der Jugendliche beim Regionalentscheid von Jugend forscht auf den ersten Platz. Er hatte eine 3-D-Game-Engine entwickelt. Diese Arbeit stellte er als Quellcode zur Weiterentwicklung offen für alle ins Netz.

Alexander war nicht der einzige Teilnehmer der Lukas-Schule. Vanessa Wolf und Sophie Oppelt erreichten den 3. Platz im Fachbereich Chemie. Der Titel ihres Projektes lautete: „Greifen Säfte wirklich unsere Zähne an?“ Ann-Christin Otto erhielt für „Rainfarn - Insektenabwehr mit Blumen“ im Fachbereich Biologie einen Buchpreis. 

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