Lümmelbank und Vogelnest

Bassums Bürgermeister Christian Porsch über die Erneuerung der Spielplätze

Ein Spielturm mit Rutsche steht auf dem Spielplatz an der Erich-Kästner-Straße.
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Ein Spielturm mit Rutsche steht seit Oktober 2020 auf dem Spielplatz an der Erich-Kästner-Straße.

Neu ist zwar nicht immer besser, aber doch recht oft. Das hat sich die Bassumer Verwaltung wohl auch bei ihren Spielplätzen gedacht. 37 gibt es davon im Stadtgebiet. Das Rathaus ist nämlich seit 2016 dabei, diese sukzessive – überall dort, wo Bedarf ist – zu erneuern.

Bassum – „Wir sind jetzt ungefähr bei der Hälfte“, sagte Bürgermeister Christian Porsch in einem Pressegespräch. Beim Bauhof der Stadt sei jemand angestellt, erklärte Porsch, der ausschließlich für die Wartung der Spielplätze zuständig sei. „Diese Person guckt dann auch, ob das Ganze noch zeitgemäß ist“, so der Bürgermeister. Wenn dem nicht so sei, werde die Stadt tätig. Dabei achte die Verwaltung darauf, dass sowohl jüngere als auch ältere Kinder sowie deren erwachsene Begleitpersonen etwas vom Spielplatz haben. Als nicht direkt Beteiligter „kommt man auf manche Sachen gar nicht sofort“, sagte Porsch. Als Beispiel nannte er Sitzgelegenheiten: „Da hat man früher nicht so dran gedacht. Aber sie sind wichtig. Da können sich die Erwachsenen hinsetzen und die Kinder auch mal ausruhen.“ Bei den bereits renovierten Spielplätzen seien jetzt immer ausreichend Sitzmöglichkeiten vorhanden.

Doch auch für die Kinder sei mittlerweile einiges gemacht worden. Seit sechs Jahren investiere Bassum immer zwischen 10 000 und 29 000 Euro in die Sanierung der Spielplätze, so Porsch. Allein im vergangenen Jahr hat die Stadt sechs von ihnen erneuert: Die Grundschule Nordwohlde hat eine neue Tischtennisplatte bekommen, die Grundschule Bramstedt ein neues Fußballtor und die Grundschule Petermoor eine neue Sechser-Schaukel. In Neubruchhausen ist beim Spielplatz an der Straße In den Köven ebenfalls eine neue Schaukel dazugekommen, ebenso wie am Nienstedter Dorfplatz. Seit Oktober 2020 gibt es auf dem Spielplatz an der Erich-Kästner-Straße in Bassum einen Spielturm mit Rutsche. Komplettiert werden die Maßnahmen des vergangenen Jahres durch eine Rutsche, eine Doppelschaukel, ein Klettergerüst, ein Trampolin und ein Wackelpferd an der Stettiner Straße.

Ein Vogelnestbaum mit Rutsche: Dieses sechs Meter hohe und bis zu einer Höhe von drei Metern bekletterbare Spielgerät steht bald auf dem Spielplatz am Döhrener Weg in Bassum. Grafik: Stadt Bassum

In diesem Jahr ist der Spielplatz an der Döhrener Straße an der Reihe. Das alte Konzept dort, bestehend aus einem großen Erdberg mit Kanalrohren, habe ausgedient. Porsch erklärt: „Am Döhrener Weg hat man seinerzeit etwas anderes ausprobiert. Das war sicherlich gut gemeint, aber das ist zu einer Schmuddelecke geworden.“ Insbesondere in den Kanalrohren hätten sich nicht die Kinder, sondern Tiere wohlgefühlt und dementsprechend auch ihre Hinterlassenschaften dagelassen. Das gesamte Areal sei schwer zu pflegen gewesen, „deswegen mussten wir uns was Neues überlegen“, so Porsch.

Der Abbau der alten Geräte sei bereits erfolgt. „Wenn wir so etwas machen, dann kommt oft Kritik, weil die Anwohner Angst haben, dass nichts Neues kommt“, sagte der Bürgermeister. Er könne diese Sorgen durchaus verstehen, versicherte aber: „Wir werden dort in den nächsten Wochen ganz sicher etwas hinsetzen.“ Dazu zählen eine neue Tischtennisplatte, ein Wurzelhaus für Kleinkinder, eine Federwippe, drei Bänke mit Rückenlehne und eine Lümmelbank. „Was das ist, weiß ich selbst nicht“, gab Christian Porsch lachend zu.

Das neue Highlight des Spielplatzes am Döhrener Weg werde allerdings ein sechs Meter hoher sogenannter Vogelnestbaum mit Rutsche sein, berichtete Porsch und fügte hinzu: „Der ist bis zu einer Höhe von drei Metern bekletterbar. So was haben wir sonst noch nirgendwo in Bassum.“

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