Wo Löwen sich wohlfühlen

Neue Kindertagesstätte der Lukas-Schule ist gestartet

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Kathrin Schwerdtfeger überlegt mit den Mädchen, was in dem Puppenhaus passieren könnte.

Bassum - Von Julia Kreykenbohm. Zugegeben, von außen sieht es noch nach Baustelle aus. Zäune umgrenzen das Areal der neuen Kindertagesstätte der Lukas-Schule, Sand bedeckt das Gelände, kleine Bagger tuckern umher und Handwerker legen noch ein letztes Mal Hand an. Auch beim Eintreten könnte der Besucher auf die Idee kommen, dass die Kita noch auf ihren Einsatz wartet, obwohl die Räume fertiggestellt sind. Aber es ist so still... „Das ist die Schalldämpfung“, erklärt Geschäftsführer Friedhelm Bilsing lächelnd. Die ersten Kinder sind bereits seit gestern da.

Bilsing und Kita-Leiterin Elke Hollauer treten den Beweis an und öffnen die Tür zur „Höhle der Löwen“. „Elke, Elke!“, tönt es. Drei Kinder der Löwengruppe kommen angelaufen und schmiegen sich an die Leiterin. Noch sind die Gruppen sehr klein, denn „wir befinden uns in der Eingewöhnungsphase“, erläutert Hollauer. Es gäbe Verträge für 45 Kinder im Alter zwischen eins und sechs. Maximal 65 können untergebracht werden. Aber nicht alle kommen auf einmal. „Die Kinder, die bereits in den alten Kindergarten gegangen sind, sind mitumgezogen. Die Neuen kommen gestaffelt, damit wir uns Zeit für jedes Kind nehmen können, und es sich gut eingewöhnen kann. Heute sind es drei. Ziel ist es, eine gute Mischung aus alten Hasen und Neulingen zu haben.“

Einer davon ist Kira. Sie ist gerade mit Betreuerin Kathrin Schwerdtfeger und zwei anderen Mädchen in der Spielecke und diskutiert über die Raumverteilung im Puppenhaus. Mama Gabi Kolkmann fühlt sich nach eigener Aussage schon „überflüssig“. „Die neuen Räume gefallen mir sehr gut“, sagt Kolkmann. Auch Tobias Groch lobt die Kita. Seine Tochter Thamea ist ebenfalls neu und bereits gut angekommen.

Bilsing und Hollauer freut die Rückmeldung. Die vergangene Woche sei für alle sehr arbeitsintensiv gewesen. Am Anfang hätten neun Gewerke gleichzeitig auf dem Gelände gearbeitet. Von Donnerstag bis Samstagabend hätten die Erzieher den Umzug gestemmt. Sieben von ihnen betreuen die Kinder der Kita. Außerdem sind noch zwei Praktiktanten und ein FSJler dabei.

Doch die Mühe hat sich gelohnt. Helle Räume, in denen die Fenster bis zum Boden reichen und in denen die Farben Grün und Blau vorherrschen, heißen die Gäste willkommen.

Es gibt einen Speisesaal, in dem Essen aus den Delmewerkstätten Sulingen serviert wird. In einem Mehrzweckraum können die Kleinen toben und klettern.

Die sogenannten Spielflure, die mehr an offene Räume erinnern, sollen Treffpunkte für die zwei Kindergarten-Gruppen sein, in denen jeweils maximal 25 Kinder Platz haben – und auch für die Kleinsten. Denn die Einrichtung verfügt nun auch über eine Krippe mit 13 Plätzen. Und was kam bei den Kindern besonders gut an? „Die Toilettenräume, weil sie dort auch Platz für Wasserspiele haben. Und die Bagger, die vor den Fenstern vorbeifahren“, lacht Bilsing. Auch die Größe habe sie beeindruckt, vor allem diejenigen, die fast ein Jahr im Container untergebracht waren.

Das Gebäude ist ein Niedrigenergiehaus, das durch eine Solaranlage versorgt wird. Der 4 .000 Quadratmeter große Außenbereich wird bis Ende August fertig sein. Er wird eingezäunt, Sandkästen und vielleicht Wasserspiele kommen hinzu. Im Herbst wird offiziell Einweihung gefeiert.

1,4 Millionen Euro lässt sich die Lukas-Schule die neue Kita kosten, in der noch Plätze frei sind. Auch zwei Mitarbeiter werden noch gesucht.

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