Werner Albers hofft auf neuen Chef

Heimatverein Neubruchhausen: In letzter Konsequenz droht die Auflösung

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Werner Albers bei Platt oopn Buurnhoff.

Neubruchhausen - Von Frauke Albrecht. Werner Albers, Vorsitzender des Heimatvereins Neubruchhausen, ist ratlos und verzweifelt. Seit nunmehr fast zwei Jahren sucht er einen Nachfolger – bisher vergeblich.

Seine letzte Hoffnung setzt er nun auf einen Aufruf in der Zeitung. Wenn sich niemand meldet, ist Schluss. Dann wird der Heimatverein aufgelöst. Es würde Albers wohl fast das Herz brechen, denn er hat den Heimatverein vor 47 Jahren aus der Taufe gehoben.

Er selbst will definitiv nicht mehr: „Ich werde nächstes Jahr 80. Irgendwann muss mal Schluss sein.“

Seinen Rücktritt hat er frühzeitig bekannt gegeben. Als sich in der Mitgliederversammlung im vergangenen Jahr kein Nachfolger fand, ließ der Vorstand die Wahlen abbrechen und blieb vorläufig im Amt. Alle Mitglieder sollten noch mal in sich gehen. Der Vorsitzende führte zudem zahlreiche Gespräche. „Bisher leider ohne Erfolg“, so Albers.

Auch eine Fusion mit einem anderen Verein wurde angedacht. Unter anderem mit dem Heimatverein Wassermühle Neubruchhausen. „Die haben zu viel mit der Restaurierung der alten Mühle zu tun“, berichtet Albers.

Albers sendet Weckruf

Sein Weckruf: „Eine Auflösung hätte negative Folgen für ganz Neubruchhausen.“ Ziel des Vereins sei es schließlich, den Flecken Neubruchhausen schöner zu machen und das übernommene Erbe zu wahren. Albers: „Der Verein fördert die Kultur, den Umwelt-, Landschafts- und Denkmalsschutz und die Dorfgemeinschaft.“

Vieles habe der Verein in den vergangenen Jahrzehnten getan, und tut es noch. Albers nennt die Herrichtung öffentlicher Plätze, die Pflege des Liedgutes, der plattdeutschen Sprache und die Sammlung historischer örtlicher Dokumente und Gegenstände. Alle 14 Tage mittwochs trifft sich zudem die Rentner-Arbeitsgruppe „JgA“ (Jung gebliebene Alte), um den Ort zu säubern, – vor allem an der Kirche und rund um die Oberförsterei. „Wir kümmern uns auch um Ausbesserungsarbeiten an und im Gebäude der Alten Oberförsterei“, erzählt Albers.

Hoffnung auf einen Ruck

Beliebt seien die Wanderungen im Herbst und Winter. In Zusammenarbeit mit der Bassumer Agendagruppe haben die Verantwortlichen am Wanderwegenetz mitgearbeitet. Auch die Rotunde im Buschkett geht auf das Konto des Heimatvereins. „Ein schöner Treffpunkt für gesellige Runden und sportliche Betätigungen“, findet Albers. Zu guter Letzt zählt er die vielen Festivitäten und Ausstellungen auf – vom Weihnachtsmarkt bis zu Platt oppn Buurnhoff.

„Es wäre schade, wenn es das nicht mehr geben würde“, so Albers. Er hofft, dass sich jemand einen Ruck gibt. Dieser würde unterstützt von den Vorstandsmitgliedern Mirko Schütte, Albert Heitmann und Hajo Giesecke. Der Heimatverein ist für jeden noch so kleinen Hinweis dankbar. Albers ist erreichbar unter Telefon 04248/6006.

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